Erntezeit

Früch­te reifen

Die Tem­pe­ra­tur steigt bei uns an man­chen Tagen nicht mehr über elf Grad hin­aus. Es reg­net immer wie­der und ein unge­müt­li­cher Wind fegt ums Haus. Dicke, graue, fast schwar­ze Wol­ken beherr­schen den Him­mel, sel­ten ent­steht mal eine Lücke in die­sem Vor­hang und man kann die Son­ne erah­nen. Der Win­ter scheint Anlauf zu nehmen. 

Für die Tier­welt ist es jetzt Zeit noch schnell die Früch­te des Herb­stes zu ern­ten und einen guten Platz für den Win­ter zu fin­den. Natur­na­he Gär­ten hel­fen da allen mög­li­chen Tie­ren natür­lich sehr.

Die Blü­ten der Bäu­me und Sträu­cher sind mitt­ler­wei­le zu saf­ti­gen Früch­ten gewor­den, die jetzt vor der kal­ten Jah­res­zeit zur Stär­kung ein­la­den. Auch die Stau­den haben ihre Blü­te zum größ­ten Teil hin­ter sich und bie­ten Nah­rung in Form von Samen­stän­den an. Die trocke­nen Stän­gel sind dar­über hin­aus als Wohn­sitz bei vie­len Insek­ten beliebt.

Der Gar­ten, rich­tig bepflanzt und nicht zu sehr auf­ge­räumt, hilft den Tie­ren, außer­dem sind die oft fröh­lich roten Früch­te der immer­grü­nen Sträu­cher im Herbst eine will­kom­me­ne Ablen­kung für das Auge.

Zwergmispel

Coto­nea­ster

Die Früch­te der Zwerg­mis­pel sind bei Vögeln sehr beliebt und bie­ten den gefie­der­ten Freun­den bis spät in den Win­ter hin­ein Nah­rung. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Arten der Zwerg­mis­pel, die mei­sten behal­ten ihre klei­nen, kräf­tig grü­nen Blät­ter auch im Win­ter. Die Frucht der Run­ze­li­gen Zwerg­mis­pel ist bei Amseln der­art beliebt, dass man sie auch als Amsel­brot­baum bezeich­net. Und auch die Blü­ten wer­den von Insek­ten sehr ger­ne besucht. Ein Strauch also, der für die hei­mi­sche Fau­na sehr wert­voll ist.

Zwergmispel Cotoneaster. Reiche Ernte für Vögel.
Zwerg­mis­pel (Coto­nea­ster)

Für Men­schen sind die ver­locken­den Früch­te aller­dings nicht geeig­net. Sie wir­ken schwach giftig.

Berberitze

Ber­be­ris vulgaris

Die Früch­te der Ber­be­rit­ze sind ess­bar, aller­dings eher von etwas her­bem Aro­ma, was ja auch schon der deut­sche Name Sauer­dorn andeu­tet. In ori­en­ta­li­schen Gerich­ten hin­ge­gen fin­det man die­se Frucht häu­fig. Ein Umstand, dem der Strauch sei­nen Namen Ber­beritze ver­dankt. Bei Vögeln ist die­ser Strauch als Nist­platz sehr beliebt, da die vie­len Dor­nen es für Fress­fein­de fast unmög­lich machen, das Nest auszuräumen.

Berberitze Berberis vulgaris. Reiche Ernte für Vögel.
Ber­be­rit­ze (Ber­be­ris vul­ga­ris)

Feuerdorn

Pyra­can­tha coccinea

Der Feu­er­dorn gehört eben­falls zu den sta­che­li­gen Gesel­len im Gar­ten, auch er ist immer­grün und die Früch­te blei­ben sehr lan­ge haf­ten, die Frucht selbst ist so sau­er, dass auch die Vögeln erst dann die­se Früch­te auf ihren Spei­se­plan setz­ten, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Pyracantha coccinea. Reiche Ernte für Vögel.
Feu­er­dorn (Pyra­can­tha coc­ci­nea)

Stechpalme

Ilex

Der Ilex wächst gleich mehr­fach in unse­rem Gar­ten, auch es ist meist sta­che­lig, aller­dings sind es hier die Blät­ter selbst, vor denen man sich in Acht neh­men soll­te. Auch der Ilex ist immer­grün. Für Vögel sind die Früch­te eine gern genom­me­ne Nahrungsquelle.

Stechpalme Ilex. Reiche Ernte für Vögel.
Stech­pal­me (Ilex)

Für Men­schen sind die Früch­te des Ilex aller­dings nicht geeig­net. Sie sind giftig.

Die wilde Hecht Rose

Rosa cani­na

Wenn es um die Ern­te geht und dann auch nur um rote Früch­te an Sträu­chern, dann darf die Hage­but­te auf kei­nen Fall feh­len. Neben vie­len Vögeln freu­en sich auch ande­re Gar­ten­be­woh­ner auf vit­amin­rei­chen Früch­te. Auch bei uns Men­schen ist die Hage­but­te wegen ihrer Unter­stüt­zung der Gesund­heit sehr beliebt.

Hagebutten der Wilden Hecht Rose (Rosa glauca). Ernte im Garten
Die Hage­but­ten der wil­den Hecht Rose (Rosa glau­ca) war­ten auf die Ern­te.

Weißdorn

Cra­ta­e­gus

Auch der Weiß­dorn gehört zu den Gewäch­sen, die man im Gar­ten haben soll­te, wenn man auch im Herbst den Vögeln einen reich gedeck­ten Tisch bie­ten möchte.

Und dar­über hin­aus erfreu­en die schön roten Früch­te mit ihrem Anblick nicht nur den Gärt­ner, son­dern auch den Besu­cher, mit dem man nur zu ger­ne durch den Gar­ten fla­nie­ren möchte.

Weißdorn. Reiche Ernte im Herbst.
Weiß­dorn (Cra­ta­e­gus)

Man kann also so eini­ges tun, um den eige­nen Gar­ten für Vögel und ande­re Tie­re auch im Herbst so rich­tig wert­voll zu machen. Der Herbst ist nicht nur für den Men­schen die Zeit der Ern­te. Natür­lich gibt es auch noch vie­le ande­re Mög­lich­kei­ten oder Sträu­cher. Wir haben hier nur eine klei­ne Aus­wahl vorgestellt.

Vie­le lie­be Grüße

Loretta und Wolfgang
Loretta

Loret­ta: Fotos (soweit nicht anders gekennzeichnet)

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

16 Kommentare zu „Erntezeit“

  1. Ja klar, im Herbst gibt es vie­le schö­ne Früch­te und des­halb mag ich ihn auch sehr.
    Ich bin ganz beglückt wie die Quit­ten reif wer­den und„ wenn ich mit dem Rad an den Bäu­men vor­bei­ra­de­le, stel­le ich fest, dass die Früch­te auf der Stra­ße lie­gen bleiben.
    Ich ver­ste­he es nicht, man kann dar­aus wun­der­ba­res Quit­ten­ge­lee machen. Ich habe es gestern gekocht und habe noch jede Men­ge Quitten.
    Auch Hage­but­ten kann man ver­ar­bei­ten, ja es ist schon wun­der­bar, was es alles gibt.
    Nun wün­sche ich ein schö­nes Wochen­en­de und einen schö­nen Feiertag.
    Tag der Ein­heit, der ist lei­der schon lan­ge kei­ne Ein­heit mehr.
    Die Men­schen in den neu­en Bun­des­län­dern habe es kapiert, was läuft, nur bei uns gibt es doch noch eini­ge, die es niecht mer­ken, ode rnicht mer­ken wollen.
    Lie­be Grü­ße Eva, die hier den Zweigrif­fe­li­gen Weiß­dorn, der soll schon etwas Beson­de­res sein.

  2. Dan­ke für die­se schö­ne Aus­wahl an „Vogel­beer­bäu­men”! Sie sind auch für uns ein Augenschmaus.
    In den letz­ten Tagen konn­te ich beob­ach­ten, wie die Amseln beim Nach­barn einen mit­tel­gro­ssen Baum mit solch roten Bee­ren regel­recht geplün­dert haben. Nun ist nichts Rotes mehr zu sehen und die Bäu­che der Vögel sind wahr­schein­lich pappesatt. :–)
    Einen lie­ben Gruss in den begin­nen­den Okto­ber hinein,
    Brigitte

  3. Toll! Ich fin­de ja all die­se roten und oran­ge­far­be­nen Bee­ren so hübsch… und dass die Vögel sich auch noch drü­ber freu­en, ist natür­lich acuh nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Also wie immer: Sehr gut, dass ihr sol­che Sträu­cher im Gar­ten habt! Der ist nicht nur wun­der­schön, son­dern auch eine ech­te Berei­che­rung für die Natur. 🙂
    Euch bei­den ein schö­nes lan­ges Wochenende!
    LG
    Centi

  4. Eine tol­le Kol­lek­ti­on habt ihr da vor­ge­stellt! Auf einem Stadt­grund­stück ist so eine Viel­falt lei­der nicht umzu­set­zen. Aber den Vögeln ist trotz­dem eini­ges gebo­ten dank des Wil­den Wei­nes an den Wän­den zu den Nachbarn.
    Das es bei euch schon so kalt ist! Da fällt mir nur das Wester­wald­lied ein 😂
    Habt den­noch ein erhol­sa­mes lan­ges Wochenende!
    Astrid

  5. Lie­ber Wolf­gang, in euren Gar­ten gibt es so viel zu entdecken.
    Wie schön doch die­se Sträu­cher mit den Bee­ren im Herbst sind, ich soll­te wirk­lich noch mehr davon in mei­nem Gar­ten setzen.
    Eine Augen­wei­de und vie­le davon hal­ten ja die Bee­ren auch im Win­ter, da stel­le ich mir die­se Sträu­cher mit den Bee­ren sehr schön vor. Die Vögel wer­den sie ja auch lieben.
    Ich wün­sche euch einen schö­nen Oktober,hoffentlich bringt er uns noch etwas Sonne.
    Lie­be Grü­ße Edith

  6. Eine schö­ne Aus­wahl an herr­lich roten herbst­li­chen Bee­ren ist das! Bei uns sind die Fel­sen­bir­nen schon längst von den Vögeln abge­ern­tet. Es blei­ben noch Holun­der­bee­ren und Pfaf­fen­hüt­chen. Die Bee­ren des Apfel­dorns müs­sen sich erst noch oran­ge fär­ben, bevor sie für die Vögel attrak­tiv wer­den. Hage­but­ten fin­de ich auch ein­fach schön in der Vase und in der Herbstdeko.
    Ich wün­sche euch ein wun­der­schö­nes Wochen­en­de und uns allen einen gol­de­nen Oktober!
    Lie­be Grüße
    Susanna

  7. Hal­lo ihr Beiden,
    euer Gar­ten hat wirk­lich eine gro­ße Viel­falt anzu­bie­ten. Mir fehlt da so eini­ges, was mal vor­han­den war, aber von mei­nem Mann vor vie­len Jah­ren gna­den­los aus­ge­merzt wur­de. Damals, als wir noch bei­de berufs­tä­tig waren und klei­ne Kin­der hat­ten, ging es nur um den Pfle­ge­auf­wand und ob sta­che­lig oder gif­tig oder was auch immer. So all­mäh­lich habe ich aber wie­der eini­ges ange­pflanzt und es wird immer mehr. Man denkt ja jetzt anders und selbst poten­ti­ell gif­ti­ge Pflan­zen sind gar kein gro­ßes Pro­blem mehr, da wir ja auch kei­ne Enkel haben. Mal schau­en, was ich noch tun kann.
    Herz­li­che Grü­ße und mor­gen noch einen schö­nen Fei­er­tag – Elke (die auf ein biss­chen Son­nen­schein hofft).

  8. Da gibt es eini­ges zu ent­decken bei Euch im Garten.
    Die roten Bee­ren gehö­ren im Herbst und Win­ter ein­fach dazu.
    Hier sieht es im Moment wenig far­ben­froh aus, viel grün, ein wenig Laven­del, der noch blüht, aber kei­ne Beeren.
    Habt einen schö­nen Fei­er­tag, lie­ben Gruß
    Nicole

  9. Früch­te gehö­ren für mich unbe­dingt zum Herbst dazu. Herr­lich, wie bunt jetzt alles wird. Und wenn die Pflan­zen auch noch wehr­haft sind, sind sie ein guter Unter­schlupf für Vögel.
    Vie­le Grü­ße von
    Margit

  10. Alles fein­ster Beerenschmuck!
    Wenn ich an den Weiß­dorn oder Feu­er­dorn den­ke, wie bei­de im Früh­jahr die Insek­ten anlocken, es ist wirk­lich schön sie im Gar­ten zu wis­sen. Lei­der sind sie nicht für Kübel geeig­net, sonst hät­te ich sie gern auf dem Bal­kon gehabt.

    Lie­be Grüße,
    Syntaxia

  11. da habt ihr ja wirk­lich einen reich gedeck­ten Tisch für die Vögel
    bei mir hat es nur ein paar Hagebutten
    der Holun­der ist vertrocknet
    und der Kirsch­lor­ber hat­te (zum Glück) nicht so vie­le Beeren
    denn die Vögel neh­men sie kaum
    und es gibt dann vie­le Säm­lin­ge die ich zup­fen muss 😉
    lie­be Grüße
    Rosi

  12. Ein reich­lich gedeck­ter Tisch für die Vöge­lein habt ihr in eurem Gar­ten­pa­ra­dies ihr Beiden,
    ein­fach wun­der­voll. Mir geht immer das Herz auf wenn bei Men­schen auch an die
    Tie­re gedacht wird und das ist bei euch der Fall.
    Ein wun­der­vol­les Ein­tau­chen in euren Fotos tut der See­le gut, dan­ke. End­lich ist auch mir heute
    ein Ein­trag Herbst­glück Link­par­ty geglückt nach dem 5. Versuch.
    Wün­sche euch einen son­ni­gen gol­de­nen Okto­ber, herz­lichst Karin Lissi

  13. Traude "Rostrose"

    Ser­vus ihr Lieben,
    ihr habt wirk­lich vie­le schö­ne rot bzw. oran­ge leuch­ten­de Bee­ren­sträu­cher in eurem Gar­ten! In unse­rem ver­hält­nis­mä­ßig klei­nen Gar­ten ist die Aus­wahl lei­der nicht so groß, wir haben hier gera­de mal Hage­but­ten, und vom Nach­bar­gar­ten schaut ein Feu­er­dorn zu uns her­über, da kön­nen wir tat­säch­lich auch immer wie­der mal Amseln beim Bee­ren­pflücken beob­ach­ten. Ich wuss­te bis­her nicht, dass das eher eine „Not­lö­sung” für die Vögel ist… Ber­be­rit­zen wach­sen bei uns im Auwald, die haben wir dort auch schon mal geern­tet und dann selbst für Reis­ge­rich­tet ver­wen­det. Dan­ke fürs Erin­nern, das wer­den wir bei Gele­gen­heit wie­der machen… Mei­ne Freun­din hat gesagt, sie hei­ßen auch „Zitro­nen des Nor­dens”, weil sie säu­er­lich und vit­amin­reich sind. Beson­ders hübsch fin­de ich bei euch auch die Zwerg­mis­pel, die sich auf den Holz­zaun hin­auf­rankt. Ist die­se Pflan­ze nor­ma­ler­wei­se nicht auch ein Boden­decker? Ich glau­be näm­lich, sie ist vor unse­rer Vor­gar­ten­re­no­vie­rung dort gewach­sen (gepflanzt von den Vor­be­sit­zern), aller­dings wur­de sie immer mehr von die­sem inva­si­ven Hart­rie­gel­ge­wächs an den Rand gedrängt — und schließ­lich muss­ten von dort ja sämt­li­che noch vor­han­de­ne Pflan­zen wei­chen… Mit ihren klei­nen Blät­tern und roten Bee­ren sah sie jeden­falls der von euch gezeig­ten Pflan­ze sehr ähnlich.
    Lie­ber Wolf­gang, dan­ke dir auch für die lie­ben Wor­te zum Ver­lust unse­rer Nina!
    Herz­li­che Rostrosengrüße,
    Traude

  14. Der Herbst ist jetzt so schön bunt und die­ses Jahr gibt es so viel Obst bei allen Sor­ten. Ob Pflau­men, Äpfel, Bir­nen, Pil­ze — es ist ein gutes Jahr. Unser uralter Bir­nen­baum lie­fert uns so vie­le Früch­te. Ich habe viel gekocht und ein­ge­fro­ren, Kuchen gebacken, an Nach­barn, Kol­le­gen und die Kin­der ver­teilt. Nun ist aber bald Schluss.
    Vie­le Grü­ße von Kerstin.

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