Sommerglück Linkparty

Denn streng nach Albert Schwei­zer gilt:

Das Glück ist das ein­zi­ge, das sich ver­dop­pelt, wenn man es teilt. 

Albert Schwei­zer

Unser Glück:

Die Insektenwiese

Lebens­raum für Kerbtiere

Seit ein paar Jah­ren haben wir auch eine Insek­ten­wie­se im Gar­ten. Ange­fan­gen hat alles, wie immer, mit umge­stal­ten. Als wir den Hof kauf­ten wuch­sen dort wil­de Brom­bee­ren, ein­fach undurch­dring­lich und wir rode­ten alles, leg­ten ein Beet an und säten Rasen. Es hat ein paar Jah­re gedau­ert, bis kei­ne Brom­bee­ren mehr nachkamen. 

So sah unsere Insektenwiese früher aus. Nicht viel mehr als einfach nur Rasen.
Das Fuß­ball­feld unse­rer Kin­der. Noch hat­ten wir kein Tor gekauft.

Die Kin­der wur­den grö­ßer und plötz­lich brauch­ten sie ein Fuß­ball­tor und natür­lich auch einen Platz zum Spie­len. Wil­de Zei­ten bra­chen über den Rasen und alle umge­be­nen Bee­te her­ein. So man­che Pflan­ze, Stau­de oder Strauch, hat die­se groß­ar­ti­gen Spie­le der Fuß­ball­ge­schich­te nicht über­stan­den. Irgend­wann aber ver­wai­ste der Platz. Und wir dach­ten: „Lass uns die­se Stel­le neu gestal­ten. Ein Weg und ein paar Bee­te, das wäre doch toll.”

Irgendwann legten wir einen kleinen Nutzgarten an. Die Insektenwiese entstand dann später gleich daneben.
Der Anfang unse­res klei­nen Nutz­gar­tens.

Aber die Flä­che war doch noch ein wenig grö­ßer und wir dach­ten, Erd­bee­ren wären eine tol­le Idee und auf einem klei­nen Hügel wach­sen sie ein­fach bes­ser. Wir kar­ten Erde her­an (mit der Schub­kar­re). Ein Erd­beer­hü­gel entstand.

Die Erdbeeren verschwanden, eine Insektenwiese entstand.
Das war unser Erdbeerhügel.

Und wirk­lich im ersten Jahr hat­ten wir sogar Erd­bee­ren, nicht vie­le, aber immer­hin. Wie sich aller­dings her­aus­stell­te moch­te auch Snup­py, unser West High­land Ter­ri­er, Erd­bee­ren. Sobald sie eini­ger­ma­ßen genieß­bar waren, zupf­te er sie ab. Das schmä­ler­te unse­re Ern­te enorm und schon im zwei­ten oder drit­ten Jahr tru­gen die Sträu­cher auch nicht mehr so gut. Zudem kamen noch die Nackt­schnecken, die Erd­bee­ren auch ganz toll fan­den und Löcher hin­ein­fra­ßen. Wir hat­ten jeden­falls kei­ne Lust mehr auf Erd­bee­ren und so kamen wir auf die Idee, eine Insek­ten­wie­se anzupflanzen.

Erd­bee­ren raus und eine Insek­ten­wie­sen­mi­schung aus­ge­sät. Sah im ersten Jahr auch wirk­lich toll aus. Aber schon im zwei­ten Jahr war von ursprüng­li­chen Pracht fast nur noch der Klee geblie­ben. Ziem­lich ein­tö­nig. Wir mögen Mono­kul­tu­ren nicht wirk­lich und glau­ben auch nicht, dass das für Insek­ten gut ist, viel­leicht für man­che aber sicher nicht für die gro­ße Viel­falt. Also raus mit dem Klee, kei­ne Mischung kau­fen und selbst nach­den­ken.

Direkt nach der Umge­stal­tung wirk­te die Insek­ten­wie­se trostlos.

Und heute?

Nach vie­len Jahren

Jetzt sind wir zufrie­den, nach den vie­len Umge­stal­tun­gen hat die­ser Fleck Erde im Gar­ten sei­ne Bestim­mung gefun­den. Wir haben den Insek­ten­be­reich sogar vergrößert:

  • Rund um die Wie­se haben wir Tot­holz gelegt, das ist immer eine gute Idee im Natur­gar­ten. Von den lei­der abge­stor­be­nen Bäu­men, ganz in der Nähe, haben wir die Stäm­me zwei oder drei Meter hoch ste­hen gelassen.
  • Zwi­schen das Tot­holz pflanz­ten wir Lupi­nen. Die Kom­bi­na­ti­on gefällt uns sehr gut.
  • Eine klei­ne Mar­ga­ri­ten­wie­se erwei­tert und ergänzt die Insektenwiese.
  • Hin­zu­ge­kom­men sind auch Königs­ker­zen, die teils in der Wie­se selbst wach­sen, aber auch rundherum.

Und wie das in der Natur so ist, ver­än­dert sich auch die Insek­ten­wie­se jedes Jahr, manch­mal nur ein wenig, in ande­ren Jah­ren aber auch sehr deutlich.

Der Gar­ten ist immer span­nend, nichts bleibt sich gleich und immer wie­der ist die eige­ne Krea­ti­vi­tät gefragt. So man­ches gelingt nicht immer auf Anhieb, manch­mal braucht man auch meh­re­re Anläu­fe bis end­lich alles passt. Aber all das macht die Freu­de am Gar­ten aus.

Vie­le lie­be Grüße

Loretta und Wolfgang

My Cor­ner of the World

Image In

Loretta

Loret­ta: Fotos (soweit nicht anders gekennzeichnet)

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

  • Der Post muss nicht aktu­ell sein.
  • Setz­te einen Link auf unse­ren Blog: www.gartenwonne.com, bit­te nicht auf die Party
  • Die Link­par­ty ist von Sams­tags 9:00 Uhr bis Frei­tags 9:00 Uhr geöff­net (Zeit­zo­ne: Madrid, Paris, Ber­lin, Germscheid)

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist Gartenglueck-1.jpg.

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18 Kommentare zu „Sommerglück Linkparty“

  1. Guten Mor­gen ihr Beiden,
    es stimmt schon, so ein Insek­ten­gar­ten ist wun­der­bar. Ich mag so — wie soll ich sagen — per­fek­te Gär­ten gar nicht so sehr.
    Viel lie­ber ist mir so ein Natur­gar­ten, das habe ich auch auf der Gar­ten­aus­stel­lung in Eppin­gen gese­hen. Toll, aber lei­der kamen da auch nicht soo vie­le Insekten.
    Ich sage dann immer, dass sie wohl einen Betriebs­aus­flug machen.
    Aber ich glau­be die­ses Jahr gibt es mehr Libel­len, als Schmet­ter­lin­ge und ich will heu­te Nach­mit­tag mit dem Rad mal auf die Prisch gehen und gucken, was sich so bie­tet und dabei auch bei der Unke vorbei.
    Nicht viel, denn heu­te mor­gen muß ich mei­ne Vor­rä­te auf­fül­len und ein­kau­fen. Vor allem Scho­ko­la­de :-)). Das ist mein Insektenfutter.
    Habts fein und ganz lie­be Grü­ße Eva

  2. Hui, schön! Die Krab­bel­hei­mer freu­en sich und ganz neben­bei ist eure klei­ne Wie­se ein wun­der­ba­rer Anblick. Auf mei­nem Bal­kon ist auch gera­de eif­ri­ges Sum­men und brum­men… vor allem Hum­meln, Schweb­flie­gen und irgend­wel­che Miniwildbienen.
    LG
    Centi

  3. Ein sehr schö­ner Bei­trag von euch. Ich bin seit rela­tiv weni­gen Jah­ren erst auch am Umge­stal­ten unse­res Gar­tens, der seit 1980 und dem Auf­wach­sen längst erwach­se­ne Söh­ne ganz unter­schied­li­che Pha­sen durch­ge­macht hat. Inzwi­schen mag ich es auch natur­nah und der Gar­ten gefällt mir immer bes­ser. Gelernt habe ich inzwi­schen, dass Wild­blu­men­wie­sen einen eher mage­ren Boden brau­chen. Das kann ich bei uns auch gut beob­ach­ten. Ich bin selbst gespannt, wie sich wei­ter­hin alles ver­än­dern wird. Bei euch sieht alles aber immer bewun­derns­wert per­fekt aus.
    Herz­li­che Grü­ße und ein schö­nes Wochen­en­de – Elke
    P.S. Gestern habe ich mich in der irri­gen Annah­me, es sei schon Sams­tag, beim alten Gar­ten­glück ver­linkt. Die­se Fei­er­ta­ge haben mich total durch­ein­an­der gebracht. 🌼

  4. Mir gefällt gera­de der Anfang eures Gemü­se­gar­tens! Ich ver­zweif­le an den Schnecken!! Nun ist genug. Die Idee mit den Schnecken­zäu­nen ein Beet zu for­men, ist bestechend und könn­te ich rela­tiv ein­fach umset­zen. Ich geh dann mal planen!
    Herzlichst
    yase

  5. toll, so sieht es bei mir auch aus 🙂
    die­se fer­ti­gen Mischun­gen sind nicht der Hit, drum hat­te ich mich auch dazu ent­schlos­sen, die Mischung selbst zusam­men zu stellen.
    Lupi­nen mögen mich lei­der nicht aber dafür habe ich gro­ße Tep­pi­che mit Bart­nel­ken und Margeriten.
    Die Schmet­ter­lin­ge lie­ben das Beet und mich freut es auch, wenn es von März bis Okto­ber blüht.

  6. Good morning,
    Your insect mea­dow loo­ks fabu­lous! In my gar­den the­re is only a litt­le patch of lawn and I thought to let it grow as mea­dow. But it did not look good. The plan­tings around it nee­ded a cal­mer grass. Ins­tead, I have wild flowers gro­wing bet­ween dif­fe­rent shrubs around the edges of my gar­den. And I could add mar­ga­ri­tas the­re, thank you for the tip!

    Yes, the gar­den goes through many ghan­ges. We have lived here for 22 years and the­re have been so many expe­ri­ments and chan­ges! Last sum­mer was so dry and the fol­lo­wing year so hard, that I have lost sad­ly 4 of my beau­ti­ful cle­ma­tis. I tru­ly hope hey will show up next year again.

  7. Lie­be Loret­ta und lie­ber Wolfgang
    Eure Insek­ten­wie­se gefällt mir sehr. Auf dem Bal­kon habe ich zwei rie­si­ge Blu­men­ki­sten, da las­se ich mich auch jedes Jahr über­ra­schen was wächst und es sieht sehr ähn­lich wie bei euch aus. Die Insek­ten freu­en sich eben­falls und das ist doch die Hauptsache.
    Wie bei euch, pflanz­te ich frü­her dar­in Erd­bee­ren, aber die Vögel moch­ten die­se auch und die Bee­ren waren ange­pickt, nicht so toll.
    Ich wün­sche euch einen son­ni­gen Sams­tag und lie­be Grüessli
    Eda

  8. Eine wah­re Pracht wie es bei euch blüht und die Insek­ten dan­ken es euch sicher auch. Ja die Bedürf­nis­se eines Gar­tens ändern sich im lau­fe der Zeit. Wir sind gera­de dar­an ihn Enkel sicher zu machen. Und die klei­ne Maus freut sich schon sehr mit mir im Gar­ten zu schau­en und probieren.
    L G Pia

  9. …so ein Insek­ten­pa­ra­dies bei euch, lie­be Loret­ta und Wolfgang,
    das gefällt mir sehr…und es ist so wich­tig, dass die Insek­ten genug Nah­rung finden…und es tut uns allen gut, da kann man doch ewig sit­zen und schau­en und sich freu­en und erho­len, oder?

    wün­sche euch ein schö­nes und ent­spann­tes Wochenende,
    lie­be Grü­ße Birgitt

  10. Ihr Lie­ben,
    eure Insek­ten­wie­se sieht tat­säch­lich traum­haft aus — die Bart­nel­ken sor­gen für eine gro­ße Far­ben­pracht. Viel­leicht soll­te ich mir die für mei­nen Blüh­hü­gel auch zule­gen. Im Früh­ling hat’s dort mäch­tig geblüht dank der Tul­pen, und zur Zeit geben dort Rosa Nacht­ker­zen etwas Far­be und Min­ze lockt die Insek­ten an, aber die aus­ge­sä­ten insek­ten­freund­li­chen Som­mer­blu­men ver­meh­ren sich in die­sem Jahr nur mick­rig. Es ist nicht wirk­lich schlimm, denn nach wie vor ist Laven­del bei uns der unschlag­bar­ste Insek­ten­ma­gnet, und wenn der ver­blüht ist, kommt der Schmet­te­rings­flie­der dran. Zur Zeit tum­meln sich außer­dem vie­le Hum­meln in den Krie­chen­den Glocken­blu­men. Es ist also gesort für unse­re Tier­chen, aber fürs Auge hätt ich gern noch MHER auf unse­rem Hügel! 🙂
    Alles Lie­be und ein schö­nes Wochenende!
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2022/06/italien-reisebericht-grado-und-aquileia.html

  11. Tina von Tinaspinkfriday

    Das ist herr­lich und hat sich sowas von gelohnt. Ich muss­te lachen, dass euer Hund die Erd­beer­chen gefres­sen hat. 😁🤭
    Lie­be Grü­ße Tina

  12. Schön sieht das aus! Wir haben mir Erd­bee­ren auch pro­biert, lei­der haben die Schnecken wirk­lich alles weg­ge­fres­sen. Nur die klei­nen Erd­bee­ren mit den rosa Blü­ten wuchern noch her­um, die Ern­te ist aller­dings minimal.
    Vie­le Grü­ße + schö­nen Sonntag!
    Ilka

  13. Ein wun­der­vol­ler Ort — bestimmt vol­ler Leben! Und wie pas­send heu­te zum „Tag des Gar­tens”, Ihr Bei­den. Mit dem Sta­ke­ten­zaun vor der Wie­se wirkt der Bereich wun­der­bar roman­tisch.. hachz! Zum Träu­men schön. Herz­lichst, Nicole

  14. Euer Gar­ten in Pro­gress ist immer wie­der ein fas­zi­nie­ren­des Far­ben und For­men­spiel und man spürt an allen schö­nen Ecken und Plät­zen eure Lie­be zur Natur und zur Gartengestaltung.
    Mit stau­nen­den Augen und lie­ben Grü­ssen zur neu­en Woche,
    Brigitte

  15. Eine sehr schö­ne Ecke für Insek­ten und auch für mich als Betrachterin.
    Von einem Gar­ten kann man wirk­lich viel ler­nen, vor allem die­ses Bestän­di­ge im Unbe­stän­di­gen und das Unbe­stän­di­ge im Beständigen,
    fin­det Petra und grüßt euch recht herzlich

  16. Dass Hun­de Erd­bee­ren „ern­ten” wuss­te ich gar nicht, das ist ja wit­zig. Eure Blu­men­wie­se fin­de ich sehr hübsch, vor allem die Bart­nel­ken gefal­len mir gut dar­in! An die­sem Bereich in eurem Gar­ten kann man wie­der so gut sehen, dass ein Gar­ten mit der Fami­lie „wächst” und nie­mals fer­tig ist — das ist das Schö­ne und Span­nen­de daran.
    Lie­be Grüße
    Susanna

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