Gartenarbeiten im Herbst: Was ist zu erledigen?

Es lässt sich nicht mehr leug­nen, das Wet­ter wird käl­ter, reg­ne­ri­scher, win­di­ger, der Herbst ist im Gar­ten ange­kom­men. Ger­ne hät­ten wir noch etwas mehr Son­ne bei ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren genos­sen. Aber dem Wet­ter, der Zeit, sind unse­re Befind­lich­kei­ten rich­tig schnuppe.

Der Herbst sorgt aber auch für eine ganz beson­de­re Stim­mung, wenn die Son­ne lang­sam auf­geht, Nebel über dem Land liegt, wer däch­te da nicht an mysti­sche Orte? 

Zudem wer­den jetzt alle Wäl­der bunt, der Herbst als Maler, zau­bert Land­schaf­ten. Aber auch ein­zel­ne Stau­den, wie etwa das Schild­blatt ‘Darm­e­ra pel­ta­ta’ leuch­ten gera­de­zu in den toll­sten Farben.

Der Herbst überrascht mit wundervollen Farben.
Schild­blatt ‘Darm­e­ra peltata’

Arbeiten im Herbst

Der Gar­ten kommt zur Ruhe

Eine der Arbei­ten, die jetzt anste­hen, ist das Rein­brin­gen der Gar­ten­mö­bel. Aller­dings stel­len wir nur Möbel in die Gara­ge, die aus Weich­holz sind, Hart­holz kann drau­ßen blei­ben und nicht nur das. Hoch­wer­ti­ge Gar­ten­mö­bel aus Rat­tan zum Bei­spiel kön­nen auch das gan­ze Jahr über drau­ßen blei­ben. Das spart viel Arbeit und auch Platz.

Laub, das auf dem Rasen liegt muss zusam­men­ge­recht wer­den. Wir ent­sor­gen das Laub nicht, son­dern brin­gen es in unse­ren klei­nen Wald, wo wir es zu einem Hau­fen auf­schüt­ten. Das machen wir im Herbst drei oder vier Mal. 

Und auch aus dem Gar­ten­teich ent­fer­nen wir das Laub, damit sich nicht zu vie­le Nähr­stof­fe im Was­ser sam­meln. Wenn Laub im Was­ser zer­setzt wird, ent­zieht die­ser Pro­zess dem Was­ser Sauer­stoff, den brau­chen aber die Fische zum Über­le­ben. Zusätz­lich instal­lie­ren wir jetzt einen Luft­sprud­ler im Teich, der dafür sorgt, dass Sauer­stoff ins Was­ser kommt und auch dafür, dass kei­ne geschlos­se­ne Eis­decke im Win­ter ent­steht. Aller­dings ent­fer­nen wir nicht das gesam­te Laub aus dem Was­ser, mit einem Teich­ke­scher holen wir ledig­lich die Blät­ter her­aus, die an der Ober­flä­che schwim­men. Das machen wir schon Jah­ren so und bis­her hat das immer gereicht.

Im Herbst muss das Laub vom Rasen zusammengeharkt werden.

Um unse­re Rosen vor all­zu stren­gem Frost zu schüt­zen, häu­fen wir direkt an der Wur­zel Kom­post an. Frü­her haben wir für die­sen Zweck Fich­ten­zwei­ge benutzt, aber nach den letz­ten Dür­re­som­mern gibt es hier bei uns kaum noch Fichten.

Auch unse­re Pum­pe, die im Som­mer Was­ser aus der Zister­ne pumpt, um damit den Gar­ten zu gie­ßen muss jetzt ent­leert wer­den und bekommt auch einen Platz in der Gara­ge. Alle was­ser­füh­ren­den Lei­tun­gen im Gar­ten müs­sen natür­lich auch ent­leert wer­den, sowie eben­falls unse­re Fäs­ser, in denen wir noch zusätz­lich Regen­was­ser sammeln.

Auch alle Deko­ge­gen­stän­de brin­gen wir jetzt in der Gara­ge in Sicherheit

Der Herbst zeichnet wundervolle Bilder, die man so nur zu dieser Jahreszeit findet.
Der Herbst zeich­net wun­der­vol­le Bil­der, die man so nur zu die­ser Jah­res­zeit findet.

Was man jetzt auf gar keinen Fall tun sollte

Ein­fach mal nichts tun

Sam­men­stän­de von ver­blüh­ten Stau­den soll­te man aller­dings unbe­dingt bis zum Früh­jahr ste­hen las­sen und ein­fach mal nichts tun. So hilft man Insek­ten und ande­ren klei­nen Tie­ren, etwa Vögeln, über den Winter.

Und Laub soll­te man auf kei­nen Fall über die Müll­ton­ne ent­sor­gen, wenn man den Platz hat, dann soll­te das Laub im Gar­ten verbleiben.

Vie­le lie­be Grüße

14 Kommentare zu „Gartenarbeiten im Herbst: Was ist zu erledigen?“

  1. Mir wur­de beim Lesen mal wie­der bewusst, dass ihr Pro­fis seid im Gar­ten­be­reich. Eure Erfah­run­gen und Tipps sind wert­voll und bestens erprobt. Und die Fotos dazu machen ein­fach nur Freude.
    Lie­ben Morgengruss,
    Brigitte

  2. Ich habe ja auch einen „wil­den” Naturgarten;0) Ich nen­ne ihn so, weil aus Zeit­man­gel, er nicht „ste­ril” rüber­kommt. Mer­ke aber den Vögeln und Insek­ten gefällst. Sie sind zahl­rei­cher gewor­den in die­sem Jahr. In letz­ter Zeit den­ke ich, du soll­test ein biss­chen Ord­nung schaf­fen im Vor­gar­ten. Durch euren Post den­ke ich ich las­se die Samen­stän­de ect. ein­fach ste­hen bis zum Früh­jahr. Blät­ter kom­men mir schon schon lan­ge nicht in die Ton­ne, die Vögel suchen dar­in immer Insek­ten, ein Spaß sie dabei zu beob­ach­ten. Herz­lichst Kirsten

  3. „hoch­wer­ti­ge” gar­ten­mö­bel aus PLA­STIK-rat­tan wür­de ich nur drau­ssen ste­hen las­sen, die kämen mir gar nicht in´ garten.

    😀
    die teak­holz­lie­gen sind schon längst in der trocke­nen nische am haus auf­ge­hängt. laub wird auch hier natür­lich nicht ent­sorgt, son­dern wei­ter­ver­wen­det als beetab­deckung oder kompostiert.
    die see­ro­se aus dem bas­sin kommt in den kel­ler sobald das was­ser droht durch­zu­frie­ren — was meist erst im janu­ar der fall ist — wenn über­haupt neu­er­dings. nur die ersten jah­re hat­te ich da einen soli­den eis­block. die letz­ten win­ter hät­te ich mir auch das ton­nen­lee­ren spa­ren kön­nen.….… ausser mal 2cm eis oben­drauf war nix.
    schö­nen herbst euch noch!! xxx

  4. Ihr Lie­ben, das machen wir mit dem Laub genau­so. In den Laub­hau­fen am Rand kann sich auch das eine oder ande­re Tier­chen ver­stecken. Wie immer, bei euch macht der Gar­ten­spa­zier­gang Spaß.
    LG
    Magdalena

  5. Lie­ber Wolf­gang, zuerst muss ich dir ein Kom­pli­ment machen über dei­ne zau­ber­haft schö­nen Bil­der. Sagen­haft so schön.
    Ja eini­ges habe ich schon erle­digt ich habe dazu in mei­nem Blog Bei­trag schrie­ben und in vie­len Din­gen ent­schei­de ich auch wie du. Dazu habe ich eine net­te Geschich­te geschrie­ben, die ich in Japan erlebt habe, viel­leicht magst du sie ja lesen.
    Lie­ber Wolf­gang und lie­be Loret­ta ich dan­ke euch für eure guten Bei­trä­ge, es ist immer wie­der eine Freu­de bei euch zu lesen.
    Lie­be Grü­ße Edith

  6. Es gibt doch so eini­ges zu tun ‚wenn sich der Herbst zeigt Das Laub auf dem Rasen wird her­un­ter­ge­nom­men aber auch bei mir blei­ben die Bee­te damit bedeckt. Ich mag die abge­blüh­ten Gewäch­se, sie sehen mei­stens recht bizarr aus und geben ein
    wun­der­ba­res Foto ab, wobei ich auch die Vögel beob­ach­ten kann, dass sie sich das eine und ande­re holen.
    LG von mir zu euch

  7. Oh, für die Tour „Blät­ter in den Wald” wür­de hier ein Buß­geld fäl­lig. Wir neh­men es für die Bee­te, der Rest muss lei­der weg (der letz­te Sturm hat uns zugeweht).
    Wir haben auch die Kübel­pflan­zen aus­ge­dünnt und ans Haus gestellt, falls Frost kommt. Unse­re Gar­ten­mö­bel dür­fen drau­ßen blei­ben, das ist Metall und wird im Früh­jahr geschrubbt und gestri­chen — unser Frühlingsritual.
    Vie­le Grüße
    Ilka

  8. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Ja, die­je­ni­gen die Laub ent­sor­gen die geben ja das aller­be­ste der Natur weg.
    Im Wald wird NIE etwas ent­sorgt, es gehört ein­fach da zu blei­ben, zur Nah­rung und auch Schutz.
    Wir haben hier Gott sei Dank immer einen Rasen­mä­her gehabt der alles zer­schnei­det hin­ter den Mäher hin auf­’m Rasen.
    Auch die Grup­pe die unse­ren Gar­ten jetzt ver­sorgt hat es. Also kei­ne Nah­rung geht verloren!
    Hier ist es noch eine Wei­le sanft und sogar warm. Wir hat­ten gra­de herr­li­che Honig­pil­ze auf dem Rasen vor­ne. Die waren sehr lecker und wir kön­nen noch öfters davon genie­ßen. Am 12. Novem­ber gibt es einen Posten darüber.
    Ganz lie­be herbst­li­che Grüße,
    Mariette

  9. Ja, genau­so sehe ich das auch mit den Arbei­ten im Herbst­gar­ten. Nack­ter Boden ist nicht schön anzu­se­hen. Da friert es mich mit. Bei mir bleibt, bis auf Phlox und Rosen auch alles ste­hen. Ausser­dem hat man im Früh­ling doch viel mehr Lust den Gar­ten auf­zu­räu­men, nach­dem man den Win­ter über nicht so rich­tig im Gaar­ten was tun konnte.
    Lie­be Grüße
    Alke

  10. Im Herbst gibt es im Gar­ten wirk­lich viel zu tun. Wir haben die Ter­ras­sen­ti­sche und ‑stüh­le bereits unter die Pla­ne gescho­ben und das Rechen hat begon­nen. Wir haben auch die größ­ten Äste der über­gro­ßen Wal­nuss­sträu­cher (Cory­lus avel­la­na) geschnit­ten, damit die jün­ge­ren wach­sen kön­nen. Auch die Aus­dün­nung von Phil­adel­phus coro­na­ri­us steht bevor. Wir wech­seln jedes Früh­jahr das Was­ser im Gar­ten­teich (wir haben kei­ne Fische). Was­ser darf blei­ben und See­ro­sen eben­so. Habt ein schö­nes Wochenende.

  11. So ähn­lich geht es auch bei uns zu. Aller­dings ist mei­ne Begei­ste­rung für Gar­ten­ar­beit in die­sem Okto­ber rela­tiv gering. Es ist viel zu oft kalt und fin­ster. Es gibt auch bei uns eine Ecke, wo ich Blät­ter zum Ver­rot­ten gut abla­den kann, aber nicht alle, dazu sind es zu vie­le. Eini­ge Kör­be lan­den dann in der Bio­ton­ne. Der Teich macht jetzt schon eine Men­ge Arbeit, aber wenig­stens haben wir kei­ne Fische. Ich müss­te noch viel machen, aber ich bin der­zeit extrem lustlos.
    Herz­li­che Grü­ße und euch ein schö­nes Wochen­en­de – Elke

  12. Jedes ein­zel­ne Tier wird sich freu­en, wenn es euren Gar­ten ent­deckt hat. Da kommt jeder gut über den Win­ter und auch im Som­mer wird wie­der genug für alle da sein 🙂

    Herz­li­che Grü­ße und ein schö­nes Wochenende
    Maksi

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