Die Bartnelke, eine echter Augenschmus im Garten.

Die Bartnelke

Nel­ken für den Bart (Dian­thus barbatus)

Die Bart­nel­ke gehört für uns mit zu den schön­sten Stau­den in unse­rem Gar­ten. Die Blü­ten sind ein­fach bezau­bernd und laden gera­de­zu dazu ein, sie inten­siv zu betrach­ten. Der Bota­ni­sche Name deu­tet ja auch schon auf die außer­ge­wöhn­li­che Schön­heit hin, aber zum Namen kom­men wir noch wei­ter unten. 

In unse­rem Gar­ten wach­sen sie erst seit ein paar Jah­ren, gene­rell sind Bart­nel­ken aber schon seit dem Mit­tel­al­ter in unzäh­li­gen Gär­ten zu fin­den, vor­her konn­te ihre Schön­heit nur der­je­ni­ge genie­ßen, der sich der Mühe unter­zog, die Gebir­ge Süd­eu­ro­pas zu besteigen.

Die Bartnelke ist insektenfreundlich.
Die Bart­nel­ke über­ragt die Jung­fer im Grünen.

Woher kommt der Name Dianthus barbatus?

Wie so oft aus dem Grie­chi­schem. Der Gat­tungs­na­me Dian­thus setzt sich aus zwei Wor­ten zusam­men. Zum einen Dios, was soviel wie Gott bedeu­tet und zum Ande­ren aus Anthos, was über­setzt Blu­me heißt. Bar­ba­tus hin­ge­gen kommt aus dem Latei­ni­schem und bedeu­tet bär­tig. Manch­mal ist es ein Misch­masch. Also haben wir hier eine gera­de­zu gött­li­che Blu­me mit Bart.
Im Eng­li­schem nennt man die Bart­nel­ke übri­gens auch sweet wil­liam.

Wo hält sich die Bartnelke gerne auf?

Da die Stau­de aus Süd­eu­ro­pa stammt, ver­wun­dert es nicht, dass sie sich am Lieb­sten in der Son­ne auf­hält. Der Boden soll­te genü­gend Nähr­stof­fe bereit­hal­ten und gut durch­läs­sig sein, damit die Wur­zeln nicht im Was­ser ste­hen. Stau­näs­se mag die Bart­nel­ke über­haupt nicht. Stimmt der Stand­ort, wer­den wir mit einer wah­ren Blü­ten­pracht belohnt.

Besonders gut kommt die Bartnelke zur Geltung, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. zur Geltung, wenn sie in
Beson­ders gut kommt die Bart­nel­ke zur Gel­tung, wenn sie in Grup­pen gepflanzt werden.

Die Blü­ten der Bart­nel­ken erstrah­len in den unter­schied­lich­sten Far­ben, von vio­lett über rot und rosa bis hin zu schwarz und weiß und man­che Blü­ten sind auch mehr­far­big. Die­se bun­te Pracht kön­nen wir von Juni bis August bewun­dern. Die Bart­nel­ke wird bis zu 60 Cen­ti­me­ter groß.

Die Bart­nel­ke ist abso­lut win­ter­hart und braucht kei­nen beson­de­ren Schutz, wenn die Tem­pe­ra­tu­ren in den Minus­be­reich wandern.

Die Herkunft des Wortes Nelke:

Nie­der­deut­sche Ver­klei­ne­rungs­form negel­ken > neil­ke (Nägel­chen) zu Nagel, belegt seit dem 13. Jahr­hun­dert. Dem ent­spricht hoch­deutsch: Näge­lein oder Nege­lein. Zunächst Bezeich­nung für das Gewürz, seit dem 15. Jahr­hun­dert auch für die Gartenpflanze.

Zitiert aus Wik­tio­na­ry

Vermehrung

Die Bart­nel­ke ist ein- oder zwei­jäh­rig. Wer also auch in den fol­gen­den Jah­ren die­se Schön­heit genie­ßen möch­te, muss dar­auf ach­ten, dass die Stau­de sich vers­amt, man darf die ver­welk­ten Blü­ten kei­nes­falls sofort abschnei­den, oder man sam­melt die Samen und streut sie spä­ter aus.

Wenn die Bart­nel­ke zwei­jäh­rig ist zeigt sie im ersten Jahr kei­ne Blü­ten, erst im zwei­ten Jahr ent­fal­tet sie ihre Pracht.

Zweijährige Stauden

Cha­rak­te­ri­stisch für zwei­jäh­ri­ge Stau­den ist, dass sie im ersten Jahr kei­ne Blü­te zei­gen. Sie bil­den nur Spross und Blät­ter aus und über­win­tern anschlie­ßend. Erst im zwei­ten Jahr blüht die Stau­de und stirbt danach ab. Zum Glück samen sie sich dann aber auch aus und blei­ben uns so erhalten.

Ist die Bartnelke insektenfreundlich?

Die Bart­nel­ke wird von den unter­schied­lich­sten Insek­ten, wie etwa Bie­nen, Wes­pen und Schmet­ter­lin­ge, ger­ne besucht, da der Nek­tar eine wert­vol­le Nah­rungs­quel­le ist. Des­we­gen passt die­se wun­der­vol­le Stau­de auch gut zu einer bun­ten Insek­ten­wie­se. Natür­lich soll­te man kei­ne Sor­ten mit gefüll­ten Blü­ten pflanzen.

Die Bartnelke wächst in unserer Insektenwiese.
Die Bart­nel­ke berei­chert unse­re Insek­ten­wie­se nicht nur optisch.

Aller­dings kom­men nicht nur die Insek­ten, die wir ger­ne an unse­ren Pflan­zen sehen. Lei­der haben auch Blatt­läu­se die Bart­nel­ken für sich ent­deckt. Die vie­len Nackt­schnecken las­sen die Bart­nel­ke hin­ge­gen in Ruhe. Die Samen sind dann spä­ter auch für Vögel inter­es­sant, noch ein Grund mehr, die Stau­den nach der Blü­te ste­hen zu lassen.

Wir kön­nen die­se wun­der­schö­ne Stau­de wirk­lich nur emp­feh­len. Sie passt beson­ders gut in einen Bau­ern­gar­ten ist aber in wirk­lich jedem Gar­ten mit ihren wun­der­vol­len Blü­ten ein Augen­schmaus. Dar­über hin­aus ist sie eine wert­vol­le Nah­rungs­quel­le für Insek­ten. Somit ist sie für unse­ren Gar­ten per­fekt, da sie nicht nur uns erfreut son­dern eben auch die Tie­re, die in unse­rem Gar­ten auch einen Platz fin­den sollen.

Hast Du auch Bart­nel­ken in Dei­nem Garten?

❧ Wir wün­schen Dir eine gemüt­li­che und schö­ne Zeit ❧

Vie­le lie­be Grüße

Loretta

Loret­ta: Fotos (soweit nicht anders gekennzeichnet)

14 Kommentare zu „Die Bartnelke“

  1. Ja, eine alte Bau­ern­gar­ten­schö­ne! Zumin­dest gab es sie in allen Gär­ten mei­ner Kind­heit. Und bei mei­ner Mut­ter in der Vase. Ich selbst hab sie nicht im Gar­ten aus­pro­biert. Bei euch bedeckt sie aber ganz male­risch sehr anspre­chen­de Gartenfleckchen.
    Habt einen schö­nen Juli!
    ❤️lich
    Astrid

  2. Guten Mor­gen,
    woher der Name kommt, das habe ich auch schon mal in mei­nem Blog geschrie­ben, das war wie­der eine Auffrischung.
    Vie­len Dank dafür.
    Ich mag sie schon sehr und sie erin­nern mich an den Bau­ern­gar­ten der Oma in Cleversulzbach.
    Mei­ne Mut­ter moch­te sie nicht, genau­so wenig wie Lupinen. 

    Aber die Oma moch­te Lupi­nen und sie ver­teil­te den Samen immer im Gar­ten in Leon­berg und mei­ne Mut­ter wur­de immer böser und schimpfte. 

    Das war schon lustig.
    Ich wün­sche Euch ein schö­nes Wochenende.
    Lie­be Grü­ße Eva

  3. Im Gar­ten der Toch­ter blüht zur Zeit die Bart­nel­ke wun­der­schön, wie bei euch. Ich lie­be die­se Far­ben und samm­le mir die­ses Jahr von den Samen, um in unse­rem Blu­men­beet auch wie­der wel­che zu haben. Mal sehen ob es gelingt, denn eigent­lich habe ich die Samen bei der Toch­ter gesät, als bei uns noch Bart­nel­ken geblüht haben.
    L G Pia

  4. Hal­lo, ihr Lieben!
    Bart­nel­ken haben wirk­lich hüb­sche Blü­ten und wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, haben sie auch einen tol­len Duft. Ich habe mal eini­ge hier ange­setzt, aber wie so man­ches ande­re klei­ne Blüm­chen konn­ten auch sie sich hier nicht wirk­lich durch­set­zen und wur­den über kurz oder lang ver­drängt. Scha­de! Viel­leicht star­te ich mal wie­der einen Versuch…
    Herz­li­che Juli-Grü­ße und alles Lie­be, Traude
    💋💋💋
    https://rostrose.blogspot.com/2023/06/lavendelzeit-bei-den-rostrosen.html

  5. Die Bart­nel­ken lie­be ich sehr, sie erin­nern mich an den Gar­ten mei­ner Oma. Ihr habt eine hüb­sche bun­te Mischung. So mag ich sie am lieb­sten. Ich hat­te sie jah­re­lang im Gar­ten, aber inzwi­schen sind sie lei­der ver­schwun­den. Näch­stes Jahr wer­de ich wie­der wel­che aussäen.
    Lie­be Grü­ße und ein schö­nes Wochenende
    Susanna

  6. Tina von Tinaspinkfriday

    Ich lie­be Bart­nel­ken im Som­mer in der Vase. Wenn ich Erd­bee­ren vom Feld kau­fe, kann ich nie wider­ste­hen und kau­fe einen Strauß Bart­nel­ken mit. Im Gar­ten haben wir sie nicht, ich fra­ge mich gra­de wes­halb eigent­lich nicht? Hm…
    Ich wün­sche euch ein wun­der­schö­nes Wochen­en­de, lie­be Grü­ße Tina

  7. Ich lie­be Bart­nel­ken! Sie erin­nern mich immer an mei­ne Kind­heit. An wun­der­vol­le Tag im Som­mer! Bei Euch im Insek­ten­beet wirkt sie wun­der­bar — so gar nicht kom­pakt! Ganz lie­be Sonn­tags­grü­ße, Nicole

  8. Hab die­se wun­der­schö­nen Blü­ten erst vor ein paar Tagen bei der Schwie­ger­ma­ma im Gar­ten bewun­dert. Lei­der wuss­te sie nicht, wie sie hei­ßen. Jetzt weiß ich, was ich auf mei­nen Ein­kaufs­zet­tel schrei­ben muss und dank die­sem Bei­trag auch, wo ich sie pflan­zen darf. Dankeschön!

  9. Die Bart­nel­ken sind wun­der­schön. Ich habe sie ein­mal gepflanzt, aber es hat ihnen an der Stel­le nicht gefal­len. Viel­leicht pro­bie­re ich es noch­mal an einem ande­ren Platz.
    LG Petra

  10. Hal­lo ihr Beiden,
    wie immer ver­zau­bern mich die Fotos aus eurem Gar­ten. Bart­nel­ken habe ich noch kei­ne im Gar­ten, kommt aber noch. Ich habe gera­de so viel Ideen, was ich alles ver­än­dern will. Ich muss das erst ein­mal struk­tu­rie­ren. Aber Bart­nel­ken und auch ande­re Nel­ken­ar­ten wie die Kar­täu­ser­nel­ke ste­hen schon auf der Wunsch­li­ste. Dan­ke für den schö­nen und infor­ma­ti­ven Beitrag.
    Lie­be Grü­ße — Elke (Main­zau­ber.

  11. Hal­lo Ihr Lieben,
    da meint man, so eine Bart­nel­ke sei eine unkom­pli­zier­te Bau­ern­gar­ten­pflan­ze, aber wenn man aus den Gebir­gen Süd­eu­ro­pas stammt, hat man wohl doch so sei­ne Ansprü­che. Ich ver­su­che seit Jah­ren immer wie­der, die Bart­nel­ke in mei­nem Gar­ten anzu­sie­deln, aber das nie­der­baye­ri­sche Hügel­land passt ihr wohl nicht über­all. In den Bee­ten mag sie gar nicht, dafür wächst ein fet­ter Trupp an einer völ­lig ver­krau­te­ten Stel­le hin­ter einem alten Stall, zwi­schen Fer­kel­kraut und Disteln. Viel­leicht soll­te ich mal mei­ne Beet­ge­stal­tung über­den­ken um die Bart­nel­ke anzulocken !
    Lie­ber Gruß
    Inge

  12. Bart­nel­ken trifft man nur in weni­gen Gär­ten an. Eigent­lich scha­de, denn eure Bei­spie­le zei­gen deut­lich, wie schön die­se mehr­far­bi­gen Blu­men sind, vor allem in gemisch­ten Gruppen.
    Einen lie­ben Heutegruss,
    Brigitte

  13. Was für ein schö­ner Anblick in eurem Gar­ten lie­be Loret­ta und lie­ber Wolfgang.Danke auch für die guten Infor­ma­tio­nen, mei­ne Mut­ter hat­te immer so vie­le Bart­nel­ken im Garten.Bei mir blüht nur eine ein­zi­ge Schön­heit, hat­te si in einem Töpf­chen geschenkt bekommen.
    Eine schö­ne Gar­ten­zeit, ich hof­fe bei euch ist es nicht so extrem heiß und trocken wie hier.
    Alles Liebe,
    Gruß Helga

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen