DIY

DIY – Basteln mit Astscheiben

Astscheiben aus unterschiedlichen Hölzern

Irgendwo in den unendlichen Weiten des Internets bin ich kürzlich über ein Herz, gebastelt aus Astscheiben, gestolpert. Das gefiel mir auf Anhieb. Leider konnte ich nirgends eine Anleitung finden, wie man so etwas selbst machen kann. Stattdessen nur Kaufangebote.
Schließlich machte ich mich auf und suchte meine Werkstatt, die ich dann auch fand…

Äste

Zum Glück sammle ich ja so einiges, so habe ich dann auch immer ein paar schon trockene Äste rumliegen. Für diese Arbeit habe ich Äste einer Liguster, einer Rose und einer Tanne genutzt.
Die Rosenäste stammen von einer Bobby James, die ich leider vor circa zwei Jahren entfernen musste, da der Standort einer Kletterrose einfach nicht gerecht wurde.
 
 

Äste, aus denen man Scheiben schneiden kann.

Basteln

Die Äste müssen in Scheiben geschnitten werden. Ich habe mich für zwei Centimeter dicke Scheiben entschieden. Da ich nicht wusste, wie ich die Scheiben später zusammen fügen sollte, schien mir diese Dicke besser, da ich dann auch noch die Möglichkeit habe die Scheiben fest zu schrauben oder auch zu nageln. Schließlich habe ich mich für’s Kleben entschieden, das ist recht einfach und geht schnell. Die Scheiben könnten dann aber auch dünner sein. Dann muss man sich nur noch überlegen, welche Scheibendicke optisch besser wirkt.
 
Mit der Bandsäge schneide ich die Astscheiben

Figuren legen

Zunächst wollte ich einen Stern basteln, passt ja auch gut zu Weihnachten. Dann habe ich aber schnell gemerkt, dass es für mich gar nicht so einfach ist, einen Stern zu zeichnen. Na ja, der Versuch ist gescheitert.
 
Ein Stern aus Astscheiben gebastelt.
 
Aber vom Stern zum Mond und dann zum Halbmond ist es ja nicht weit. Also schnitt ich aus der Holzplatte einen Halbmond heraus und legte die Astscheiben probeweise auf den Halbmond. Das ist ein wenig wie puzzeln.
 
Ein Halbmond, mit Astscheiben gebastelt.
Da sind noch recht viele Zwischenräume, die man mit noch kleineren Astscheiben füllen könnte. Aber ich hatte eine andere Idee, die Zwischenräume wollte ich mit Harz ausgießen, zusätzlich mische ich in den Harz Leuchtpulver. Das könnte im Dunkel ein reizvolles Bild sein.
Das Epoxidharz habe ich noch nie verarbeitet und ich bin gespannt, ob alles so funktioniert wie ich mir das vorstelle.
Beim Gießen muss ich dann feststellen, dass dieses Harz sehr gute Fließeigenschaften hat, fast wie Wasser überall rinnt es raus und insgesamt ist es einfach eine riesen Sauerei. Irgendwann breche ich ab. Der Harz muss sowieso trocknen.

 

Der Tag danach

Unter dem Halbmond hatte ich Zeitung ausgelegt, die klebt jetzt so gut an dem Mond, dass ich sie kaum noch lösen kann. Eine Astscheibe löst sich. Nicht toll. Aber ich schraube sie einfach fest. Jetzt zahlt es sich aus, dass ich die Scheiben so dick gemacht habe. So kann ich auch problemlos diesen Bildaufhänger anschrauben.
Die Harzreste sieht man auch deutlich, aber wenn der Halbmond nachher irgendwo eine Wand ziert, sieht man es ja nicht.
 
Die Befestigung, um den Halbmond an der Wand aufzuhängen.

Das ganze kommt jetzt noch in die Nähe des Ofens, denn der Harz ist noch nicht richtig trocken.
Vorher gibt es aber noch ein Fotoshooting.

Basteln mit Astscheiben, ein Halbmond.

 

Ich wünsche euch eine wundervolle Woche

und falls ihr jetzt in die Werkstatt verschwindet und etwas mit Astscheiben bastelt,
na dann:
 
Viel Spaß
Wolfgang
 

Und hier findest Du noch viel mehr Bastelideen, mit Anleitung.

(Visited 305 times, 1 visits today)
[Gesamt:3    Durchschnitt: 4/5]

40 Comments

  • Tina von Tinaspinkfriday

    Guten Morgen, das ist eine tolle Idee und sieht super aus. Mich erinnert es gerade an meine Astscheibenohrringe und dass ich gar nicht mehr weiss wo die sind… hm… werde ich doch heute Mittag mal schauen 😉
    Schönen Dienstag, liebe Grüße Tina

  • Anonym

    Nicht schlecht Wolfgang aber das Harz hat ja auch seine Berechtigung der Holz blutet. Da hatte ich mal einen ganzen Vortrag als ich meine Schreinerehre gemacht habe. Ich möchte das jetzt aber nicht vertiefen :-)) lach.

    Aber ich kann mir die Sauerei gut vorstellen.
    Aber es riecht doch gut, oder?

    Jedenfalls eine schöne Deko, hast du fein gemacht.

    Lieben Gruß Eva

  • Arti

    Ich glaube, das ist die schönste Art der Resteverwertung, die ich kenne und so ein Mond kann das ganze Jahr hängen bleiben. Allerdings ist mir nicht klar, wieso das Prinzip nicht als Herz funktioniert. Grübel.

    Liebe Grüße
    Arti

  • Edith Wenning

    Eine tolle Idee, lieber Wolfgang, ich finde den Mond richtig schön. Es sieht aus, als hättest Du ihn noch angestrichen.
    Was schöne Äste und Baumscheiben angeht, kann ich mich heute noch ärgern, dass ich unseren Nachbarn, als wir unseren Urweltmammutbaum im Vorgarten gefällt haben, angebettelt habe, die Äste von uns anzunehmen. Er hat sie mit seiner Kreissäge zerkleinert und verfeuert.
    Sammel Du weiter. Man weiß nie, wann man es einmal gebrauchen kann. Mein Papa hat das auch gemacht.
    Liebe Grüße
    Edith

  • Karina Jobst

    Lieber Wolfgang,
    wie ich sehe Du magst sehr mit Holz arbeiten !!!Dein Halbmond gefällt mir ganz gut.
    Hab auch schon mit Holzscheiben gearbeitet 🙂 Die habe ich aber fertig gekauft.
    Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag.
    Liebe Grüße
    Karina

  • MarionNette Herm

    Die meisten Dinge lassen sich auf die eine oder andere Weise nochmals verwenden. Ob man das Holz nun direkt in Licht und Wärme verwandelt oder aber ein Licht in den Augen der Leserschaft entzündet, wenn diese sieht, was Du wieder wunderbares gebastelt hast … Beides wärmt, entweder den Körper oder zusätzlich auch die Seele. Vielen Dank für die schöne Inspiration! LG Marion

  • Nicole B.

    Eine schöne Idee lieber Wolfgang.
    Der Stern gefällt mir besonders gut.
    Eine tolle Bastelei. Besonders jetzt für Weihnachten eine hübsche Deko.
    Dir einen schönen Nachmittag, lieben Gruß
    Nicole

  • froebelsternchen Susi

    Dein Mond sieht toll aus!Der Glanz macht sich auch toll! Na ich kann Dir nachfühlen.. man muss oft lernen und Prototypen erstellen bis man alles so hat wie man es sich wünscht… das ist das Los des kreativen Bastlers. Aber Du hast Dir mit dem Harz auch gleich mal eine rextra Aufgabe aufgehalst!
    Ich könnte mir auch gut einen schlichten Kranz für Weihnachten denken und das Herz musst Du für Loretta auch noch machen….vieeel Arbeit!
    Liebe Grüße
    Susi

  • Christa J.

    Es müssen ja nicht immer Herzen sein, lieber Wolfgang!
    Dieser zunehmende Mond hat es mir total angetan und ich bin begeistert, wie hübsch er jetzt an der Wand aussieht. 🙂

    Interessant fand ich wieder deine Vorgehensweise bei der Entstehung, die du toll beschrieben und bebildert hast. 🙂

    Liebe Grüße und ich wünsche dir noch einen schönen gemütlichen Abend
    Christa

  • yase

    Mir gefällt ja, dass du noch Äste von einer Rose von vor zwei Jahren hast… Das ist mal ein Sammlergen 😉
    Der Mond ist augenfällig. Hier steht eine grosse Heckenrückschneideaktion an… ich könnte ja die Äste behalten…. hmm?
    Herzlichst
    yase

  • Sara von Buelsdorf

    Tolle Sachen machst Du, lieber Wolfgang! Ich mag solche Astscheiben auch sehr gern. Abe rmit den Mitteln, die mir so zur Verfügung stehen, kriege ich keine besonderen Scheiben hin. Früher hat einer meiner Söhne mal größere Astscheiben für mich ausgesägt. Aber im Waldgarten war auch alles noch anders, vor allem sehr viel Platz, um Holz zu lagern. Unser jetziger Garten ist da leicht überfüllt.

    Mit solchen Holzarbeiten könntest Du auf Märkte gehen, um sie zu verkaufen.

    Liebe Grüße
    Sara

  • Rumpelkammer

    jetzt musste ich doch etwas schmunzeln ..
    trotz der Pannen ist es dir aber gut gelungen
    um das Harz "aufzuhalten" hättest du wohl einen Rand basteln müssen
    ich liebäugel auch immer mit Baumscheiben und Ästen
    sägen könnte ich auf der Bandsäge
    mal schaun 😉
    liebe Grüße
    Rosi

  • Topfgartenwelt

    Lieber Wolfgang, das sieht spitze aus!! Die Deko passt auch hervorragend zur Adventzeit, finde ich 🙂 Schade allerdings, dass der Versuch mit dem Leuchtharz nicht so gut funktionierte.

    LG Kathrin

  • bergblumengarten

    Das ist doch wunderbar geworden. Ich denke, ein Stern eignet sich einfach nicht so gut mit diesen Scheiben.
    Eine tolle Verwendung von altem Holz…so hast du eine tolle Erinnerung an die Ramblerrose.
    LG Sigrun

  • Heide Schiffer

    ich habe auch mit Astscheiben < gewerkelt< allerdings nicht so mit starkem < Gerät<. Meine Scheiben habe ich < frei Haus< geliefert bekommen und ich habe daraus Geister für den Balkonkübel gemacht.
    Dein Mond ist super schön.
    Gruß zu dir
    heiDE

  • Hilda

    Lieber Wolfgang,
    ich bastle auch total gerne mit Holzscheiben, aber auf diese Weise habe ich sie noch nie verarbeitet. Tolle Idee! Bin schon gespannt, wie es dann MIT Harz aussieht (du zeigst uns hoffentlich ein Bild davon?). Im übrigen: Ich fand den Stern auch schön!

    Liebe Grüße
    Hilda

  • Frau Sonnenhut

    Uiii, da war ja noch jemand am Holzscheiben schneiden und basteln *grins*. Mein Mann und ich waren vergangenen Sonntag auch damit beschäftigt.
    Deine Mühe hat sich gelohnt, der Mond sieht richtig toll aus. Dazu eignen sich die Scheiben mit ihren unterschiedlichen Maserungen und Zeichnungen sehr gut. Ich werde mir diese schöne Idee mal im Hinterkopf behalten. Vielleicht bekomme ich den Chef über unser Werkzeug ja mal wieder dazu mit mir zusammen kreativ zu sein *zwinker*

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

  • Kerstin

    Lieber Wolfgang,

    cool!! Tolle Idee. Das ist sicher ein bisschen wie Mosaik legen beim Anordnen der einzelnen Baumscheiben. Ich finde den Mond klasse.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

  • Rostrose

    Lieber Wolfgang,
    darf ich sagen, dass ich froh bin, dass dir auch manchmal ein "Hoppala" passiert? Irgendwie bist du für mich nämlich der King of Garten-DIY und ich hatte den Eindruck, dass dir nie eine nennenswerte Panne passiert. Doch trotz der Startschwierigkeiten finde ich, dass dein Mond toll geworden ist, und eigentlich fand ich auch deinen wieder verworfenen Stern schön – er sah allerdings mehr wie eine Sonne aus, aber was spricht dagegen?
    Herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/11/island-kreuzfahrt-teil-10-gullfoss-der.html

    • Wolfgang Nießen

      Liebe Traude,
      mir passieren natürlich auch Hoppalas und mein nächster Post wird fast nur von solchen Missgeschicken handeln.
      Sonne ist eine gute Idee und es spricht auch nichts dagegen, irgendwie hatte ich aber nur den Stern im Kopf und der sah nicht so gut aus, fand ich, langsam denke ich aber, vielleicht war er doch nicht so schlecht. So habe ich doch wenigstens noch was zu basteln.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

  • Mein Fachwerkhäuschen

    Lieber Wolfgang,
    was für eine tolle Idee!! Im Moment wird hier jede Holzscheibe als Filzfiguren -Aufsteller genutzt. Deine Idee werde ich mir merken…und ab und zu mal eine Scheibe an die Seite legen…
    Viele liebe Grüße, Anke

  • Lippenstift-und-Butterbrot

    Hallo Wolfgang,

    bin ich froh, auf deinen Blog gekommen zu sein. Du hast ja alles, was interessant ist. Und da schieße ich auch gleich mit meiner Frage los.

    Dein Halbmond sieht einfach phantastisch aus. Aber reißt das Holz bei dir nicht? Ich habe auch etwas größere Baumscheiben – dicker geschnitten. Die sollen als Platzteller und Platten auf den Tisch kommen – aber entsprechend verarbeitet, damit sie giftfrei sind. Ein Holzfäller gab uns den Rat, in der Mitte ein Loch zu bohren, damit sie nicht reißen würden. Aber sie reißen trotzdem. Was habe ich da falsch gemacht? Deine Rundhölzer sehen so perfekt aus. Harz zum Ausgießen kann ich sicher nicht nehmen oder? Hier bin ich ziemlich ratlos, zumal ich mir diese Baumscheiben so gut vorstellen kann.

    Könntest du mir einen Rat hierzu geben.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Wolfgang Nießen

      Liebe Sabine,
      das Problem kenne ich auch. Ich habe es auch mal mit großen Scheiben versucht und die sind auch alle gerissen. Für den Halbmond habe ich kleine Scheiben von Ästen genommen. Diese Äste habe ich vorher aber mehrere Jahre in der Scheune gelagert, damit sie austrocknen können. Das ist wichtig, denn die Risse enstehen ja durch das Austrocknen des Holzes und das geht schnell, zu schnell, wenn das Holz in Scheiben geschnitten wird. um Risse zu vermeiden muss das Holz also gut trocken sein.
      Generell kann man Gießharz schon zum Ausgießen nehmen, aber auch hier muss das Holz trocken sein, damit es sich nicht mehr soviel bewegt. Gießharz und Holz dehnen sich unterschiedlich stark aus und es wird immer zu Rissen kommen, aber die können auch so klein sein, dass man sie nicht sieht, hängt natürlich auch davon ab, wie groß die Risse sind, die man ausgießen möchte, je größer die Risse sind, umso schwerer wird es.
      Und Gießharz fließt wirklich sehr gut, da muss man alles wirklich sehr gut abdichten, damit es da bleibt, wo man es haben möchte. Das gelingt mir auch nicht immer, wie Du hier sehen kannst: https://gartenwonne.com/2017/11/experimente/
      Ich hoffe, ich konnte Dir helfen und wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

  • Lippenstift-und-Butterbrot

    Lieber Wolfgang,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Hat mich sehr gefreut. Ich werde es mit dem Fließharz mit meinem Mann besprechen.

    Allerdings waren die Holzscheiben, als wir sie geschnitten haben, bereits absolut trocken. Normalerweise tritt sofort Harz nach dem Schnitt heraus. Aber es kam rein gar nichts, was für die extreme Trockenheit spricht. Und als wir sie “gelöchert” hatten, rissen sie bereits nach ein paar Tagen.

    Jetzt heißt es Schadensbegrenzung – und wie geschrieben – evtl. mit Fießharz.

    Viele liebe Grüße Sabine
    (PS: Ich werde mich jetzt Stück für Stück durch deinen Blog lesen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.