Waldknoblauch

Der Bär­lauch (Alli­um ursinum)

In unse­rem klei­nen Gar­ten­wald treibt jetzt schon der Bär­lauch aus. Noch sind die Trie­be klein und zart, aber es reicht schon für eine gesun­de Berei­che­rung des Mit­tags­tischs. Bär­lauch wird auch als Wald­knob­lauch oder als Knob­lauch­spi­nat bezeich­net. Dar­über hin­aus gibt es aber auch noch eine Men­ge ande­rer Bezeich­nun­gen für die­se wohl­schmecken­de Pflanze. 

Die Bezeich­nung Wald­knob­lauch gefällt uns aber am besten. Die­ses Wort beschreibt die ver­schie­de­nen Eigen­schaf­ten des Bär­lauchs ein­fach sehr gut. Zum einen wächst die Pflan­ze wirk­lich ger­ne im Wald auf humus­rei­chen und feuch­ten Böden und ande­rer­seits schmeckt sie auch wie Knob­lauch, nur milder.

Waldknoblauch oder Bärlauch. Jan Kops: Flora Batava of Afbeelding en Beschrijving van Nederlandsche Gewassen, XI. Deel. (1853)
Jan Kops: Flo­ra Bata­va of Afbeel­ding en Beschrij­ving van Neder­land­sche Gewas­sen, XI. Deel. (1853)

Der Boden in unse­rem Hain ist jetzt fast über­all von Wald­knob­lauch bedeckt, wie eine Wie­se wächst der Bär­lauch unter den Bäu­men. Es ist deut­lich mehr als wir essen kön­nen und wir essen jetzt jeden Tag den Wald­knob­lauch. Man muss übri­gens nicht unbe­dingt Bäu­me in sei­nem Gar­ten haben, damit der Bär­lauch gedeiht, unter Sträu­chern fühlt er sich auch sehr wohl.

Warum ist der Waldknoblauch so gesund?

  • Wald­knob­lauch ent­hält mehr Vit­amin C als eine Oran­ge. Schon nur 50 Gramm decken den Tages­be­darf zu 75%.
  • Schwe­fel­ver­bin­dun­gen, das hört sich nicht gut an. Wer denkt da nicht an gefähr­li­che Che­mie? Aber beim Wald­knob­lauch ist es anders. Die­se Ver­bin­dun­gen kön­nen die Leber ent­la­sten und unter­stüt­zen den Stoffwechsel.
  • Wald­knob­lauch ent­hält den Wirk­stoff Alli­cin, das bei hilft, den Blut­druck opti­mal zu gestall­ten. Dar­über hin­aus wirkt Alli­cin ent­zün­dungs­hem­mend und als ein natür­li­ches Antibiotikum.
Die noch zarten Triebe des Waldknoblauchs
Die noch zar­ten Trie­be des Wald­knob­lauchs.
Inhalts­stof­fepro 100 Gramm
Kalo­rien12 kcal
Bal­last­stof­fe2,2 g
Vit­amin C150 mg
Magne­si­um20 mg
Cal­ci­um75 mg
Kali­um330 mg
Phos­phor50 mg
Zink0,3 mg
Eisen2,9 mg

Damit ist der Wald­knob­lauch für uns ganz klar ein Super­food aus dem hei­mi­schen Gar­ten. Und Super­food, das nicht tau­sen­de von Kilo­me­tern trans­por­tiert wer­den muss bis es mal auf dem Tel­ler lan­det, hilft auch noch der Umwelt. Ess­bar sind übri­gens alle Tei­le des Wald­knob­lauchs, auch die Blüten.

Woher kommt der Name Bärlauch?

Wer jetzt an Bären denkt, liegt genau rich­tig. Es geht die Sage, dass die Bären, die aus ihrem klan­gen Win­ter­schlaf im Früh­jahr erwach­ten, sich zuerst Mal über den Bär­lauch her­mach­ten. So soll­ten sie die drin­gend benö­tig­ten Vit­ami­ne und wert­vol­len Nähr­stof­fe bekom­men, um ihren Kör­per wie­der rich­tig in Schwung zu bekommen.
Waldknoblauch
Bär­lauch
Waldknoblauch in voller Blüte
Wald­knob­lauch in vol­ler Blüte.

Wächst in Dei­nem Gar­ten auch der Wald­knob­lauch? Oder irgend­ein ande­res hei­mi­sches Superfood?

Vie­le lie­be Grüße

Loretta

Loret­ta: Fotos (soweit nicht anders gekennzeichnet)

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

18 Kommentare zu „Waldknoblauch“

  1. Guten Mor­gen
    Loret­ta und Wolfgang,
    wie schön du den Wald­k­nob­loch beschreibst, das gefällt mir auch sehr.
    Ich habe auch ein Feld im Wald, da bin ich mir aber nie sicher ob da nicht die Hun­de usw. ??
    Aber das weiss ich ja auch nicht, wenn ich den Knob­loch im Laden kaufe.
    Das Gefühlt ist anders.
    Ich freue mich auf den Knob­loch und ich habe noch sovie­le Rezep­te, die ich aus­pro­bie­ren will.
    Habt es fein und lie­be Grü­ße Eva

  2. Das ist ja schon ein rich­ti­ges Wald­knob­lauch­me­er, was da bei Euch im Gar­ten wächst.
    Hübsch und Gesund, bes­ser geht es doch gar nicht.
    Und Ihr wisst genau, dass nichts Che­mi­sches dran kommt.
    Lasst es Euch schmecken und bleibt gesund,
    lie­ben Gruß
    Nicole

  3. Ja der Wald­knob­lauch ist auch in mei­ner Küche ein gern gese­he­ner Gast. Jetzt im Home­of­fice darf es auch täg­lich davon sein. Zum Glück gibt es direkt vor der Haus­tü­re genug davon.
    L G Pia

  4. Dar­an mer­ke ich, wiiie alt ich bin, denn der Bär­lauch-Hype hat mich nie erreicht, eben­so wie die des Kür­bis­ses. Aber Wald­knob­lauch fin­de ich, ist ein schö­ner Name. Und das Kraut auf dem eige­nen Grund­stück zu haben, ist gut.
    Bon week-end!
    Astrid

  5. …und ich kann­te Bär­lauch shcon, bevor er cool war! 😀
    Nein ernst­haft, den haben wir daheim schon in den frü­hen 80ern geges­sen, nach­dem sich mein Vater mit­tels Bestim­mungs­buch schlau gemacht hat­te, was das für eine Pflan­ze ist.
    Bär­lauch wächst hier an unse­rem Flüss­chen (jetzt aller­dings noch nicht). Ich mache am lieb­sten Pesto draus.
    LG
    Centi

  6. Ihr Lie­ben,
    bei uns wächst der Wald­knob­lauch (theo­re­tisch) auch im Gar­ten, aber zur Zeit zeigt er sich noch nicht. Ich habe eini­ge Pflan­zen von einem nahe gele­ge­nen Auwald­stück in unse­ren Gar­ten über­tra­gen, weil bei uns kei­ne ver­wech­sel­ba­ren gif­ti­gen Pflan­zen in der Nähe wach­sen, bei uns im Wald jedoch Salomonssiegel…
    Wir waren aber vor­ge­stern mit Freun­den in den Donau­au­en spa­zie­ren, um Schnee­glöck­chen zu foto­gra­fie­ren, und da ent­deck­ten wir tat­säch­lich auch schon jede Men­ge zar­te, fri­sche Bär­lauch­spit­z­erln. Ich glau­be, frü­her waren die auch nur sel­ten zur sel­ben Zeit am sel­ben Platz, das heißt, man muss bes­ser aufpassen…
    Ich habe ihn schon in mei­ner Kind­heit / Jugend mit mei­nen Eltern geern­tet, da wuss­ten noch die wenig­stens Men­schen, dass man ihn essen kann, inzwi­schen sind über­all in den Wäl­dern Knob­lauch-Ern­ter unterwegs.
    Auf jeden Fall fein, wenn man solch ein Super­food direkt vor der Haus­tür hat!
    Alles Lie­be und schö­nes Wochenende
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2022/02/italien-reisebericht-trasimenischer-see.html

  7. Wir freu­en uns jedes Jahr auf die Bär­lauch­sai­son. Pesto, Frisch­kä­se, Quark, But­ter.. nom­n­om­nom. Lei­der ist unse­re Bär­lau­ch­ecke unter Ästen begra­ben, aber so eine wun­der­bar gro­ße Ecke wie die Eure war sie eh nicht. Es sieht rich­tig male­risch aus! Euch ein schö­nes Wochen­en­de, Nicole

  8. Boa…da benei­de ich euch. Das ist ja echt ein Tep­pich und wie ger­ne moch­te bzw. mag ich ihn. Lei­der habe ich hier damit abso­lut kein Glück. Schon ein paar Mal ver­sucht an ver­schie­de­nen Stel­len will er ein­fach nicht aus­trei­ben. Ich freue mich jeden­falls für euch und gute Ernte.

    Lie­be Sonntagsgrüsse

    Nova

  9. Knob­lauch? Immer wie­der ger­ne, eine fei­ne Küche ist ohne Knof­fel nicht vor­stell­bar. Dan­ke für die schö­ne, wie inter­es­san­te Beschrei­bung. Mit der Dosie­rung han­tie­re ich vor­sich­tig, wegen dem Kreis­lauf. Dage­gen sind der Bär­lauch hoch will­kom­men und für mich bekömm­li­cher. Der Bär­lauch … Pesto etc. gehö­ren obli­ga­to­risch zum Frühjahr. 

    Lie­be Grü­ße von Heidrun

  10. ALs Kind haben wir den schon geges­sen, — wie Astrid schon schreibt, bevor der gan­ze Hype kam 😉 Aber — unter uns — ich mag ihn nicht beson­ders. Auch Knob­lauch nicht wirk­lich.… Unser Nach­bar hat vor vie­len Jah­ren wel­chen im Gar­ten ange­pflanzt. Und wenn nun sein Nach­mie­ter in sei­nem Wahn, alles aus­zu­tun, nicht sau­ber gear­bei­tet hat, dann wächst da auch wie­der welcher
    Herzlichst
    yase

  11. wenn wir frü­her als student*innen durch die wäl­der streif­ten, war uns der geruch des bär­lauchs nur unan­ge­nehm. damals wuss­ten wir noch nichts von super­food und der gesun­den wir­kung die­ses krauts. jetzt habe ich ihn auch im gar­ten und freue mich jedes früh­jahr dar­an. bald wird er auch hier sei­ne ersten grü­nen spit­zen zei­gen und dann gibt es wie­der lecke­re gerich­te mit dem sanf­ten knoblauchgeschmack!
    lie­be grüße
    mano

  12. Hal­lo Wolfgang,
    glück­li­cher­wei­se habe ich auch Bär­lauch im Gar­ten. Der wächst schon in die Ter­ras­se. Egal- der wird dann zuerst geern­tet. Den ersten Salat mit Bär­lauch gab es bei mir vor­ge­stern. Lecker!
    Vie­le Grüße
    Claudia

  13. Hal­lo Loret­ta und Wolfgang,
    euer Bär­lauch­feld sieht wun­der­schön aus! Die Pflan­ze fühlt sich bei euch unter den Bäu­men anschei­nend wohl.
    Bei uns im Gar­ten wächst die Knob­lauchs­rau­ke, die, wie der Bär­lauch, auch gera­de eine Mode­pflan­ze ist. Ich ver­wen­de bei­de nicht so gern. Ganz in der Nähe von uns gibt es einen Wald mit sehr viel Ler­chen­sporn und Bär­lauch, das sieht zu den Blü­te­zei­ten auch wun­der­schön aus. Lie­be Grü­ße und eine gute Woche,
    Susanna

  14. Hal­lo lie­ber Wolf­gang, ich bin ein gro­ßer Fan vom Waldknoblauch.Im Gar­ten wächst kei­ner, mein Gar­ten hat lei­der kei­nen Schat­ten, dafür grenzt aber uns er Grund­stück am Wald und da ist er gera­de auch im Kommen.
    Dei­ne Bil­der sind so schön, ich mag beson­ders ger­ne auch die Blü­ten­zeit vom Bärlauch.
    Lie­be Grü­ße und bleibt gesund! Edith

  15. Die Natur ist da, ohne wenn und aber. Das ist momen­tan unser Trost und unse­re ein­zi­ge Zuversicht.
    Dan­ke für die Bil­der und Tex­te und lie­ben Gruss,
    Brigitte

  16. Alli­um ursinum loo­ks thri­ving in your gar­den, beau­ti­ful! I had one plant but pro­bab­ly it was gro­wing in a too dry place, and disap­peared. Wis­hing you Loret­ta and Wolf­gang a nice & sun­ny weekend.

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