So sieht der Herbstgarten aus

Wenn er gute Lau­ne hat

Wenn der Herbst in Hoch­stim­mung ist, dann ver­zau­bert er uns regel­recht mit Charme und Anmut. Er zeich­net dann nicht nur wun­der­vol­le Bil­der mit Blät­tern, son­dern er gibt uns auch noch die Zeit, sei­ne Kunst­wer­ke zu betrach­ten. Er lädt uns ein in sei­ne Aus­stel­lung, eine Aus­stel­lung, die von der Wei­te impres­sio­ni­stisch daher­kommt und beim Näher­kom­men dem geneig­ten Betrach­ter wun­der­vol­le Details offen­bart. Details, ein jedes für sich ein wah­res Kleinod.

Ein Flie­gen­pilz bricht durch die wei­che Erde, gesellt sich zu den Herbst­kro­kussen, bei­de umrahmt von saf­tig, grü­nem Moss. Mit sei­nem mysti­schen Licht ver­leiht der Herbst dem Ensem­ble den letz­ten Schliff. Wer wür­de sich hier noch ernst­haft wun­dern, wenn plötz­lich noch eine Elfe mit ihren zar­ten Flü­geln von einem Kro­kus zum näch­sten flö­ge. Und wenn es einer täte, dann hät­te er kei­ne Phantasie.

Pilze im Herbstgarten

Die Pil­ze, die jetzt über­all im Gar­ten ihre Hüte schwin­gen gehö­ren genau­so zum Herbst­gar­ten wie das Laub, das zu Boden fällt.

Seltsame Wesen tauchen im Herbstgarten auf

Kobol­de, Trolle

Plötz­lich erschei­nen Gestall­ten im Gar­ten auf, die man so im Som­mer nicht sehen kann. Sind es Kobol­de oder gar Trol­le, die hier ihr Unwe­sen trei­ben? Oder sind es viel­leicht auch ein­fach nur Grä­ser, die wir für den Win­ter zusam­men­ge­bun­den haben, damit der Frost kei­ne Chan­ce hat? Und war­um sieht man die­se Wesen nur im Herbstgarten?

Wer ver­mag das schon zu sagen, wenn der Herbst sein Zwie­licht ver­strömt. Und da! Hat es sich nicht bewegt? Oder war es der Wind?

Troll, Kobold oder einfach nur Gras? Der Herbstgarten gibt Rätsel auf.
Bin­det man die Hal­me der Grä­ser zusam­men, hat der Frost es deut­lich schwerer.

An ande­rer Stel­le im Gar­ten, fin­det man die­se Wesen sogar in klei­nen Grup­pen umher­ste­hen. Bei Tages­licht alles ganz harm­los, wenn es aller­dings zwie­lich­tig wird, dann kriecht auch das Unheim­li­che lang­sam den Rücken hoch, und eine uner­klär­li­che Kraft zieht zum war­men Ofen, zurück ins Haus. 

Und auch hier gilt natür­lich die alte chi­ne­si­sche Volks­weis­heit: „Wer nichts fühlt, hat kei­ne Phan­ta­sie.” Denn sind es nicht erst unse­re Gedan­ken, die die Welt leben­dig wer­den lassen?

Ziergräser im Herbstgarten, für den Winter zusammengebunden, damit der Frost die Gräser nicht so leicht schädigen kann.
Zier­grä­ser, vor­be­rei­tet für den Winter.

Das Zusam­men­bin­den Grä­ser gehört zu letz­ten Vor­be­rei­tun­gen, die wir für den Win­ter tref­fen. Die Gar­ten­mö­bel brin­gen wir übri­gens nicht alle in Sicher­heit, das ist auch nicht not­wen­dig. Eben­so wenig ist es not­wen­dig, die Möbel abzu­decken, wenn die Abdeckung undicht ist, macht man so sei­ne Gar­ten­mö­bel erst recht kaputt.

Natür­lich hat der Herbst auch eine unfreund­li­che Sei­te, die nass und kalt und manch­mal auch mit Sturm daher­kommt. Die­se Zeit muss man ein­fach über­ste­hen und sich anson­sten an der freund­li­chen Sei­te des Herbst­gar­tens erfreuen.

Vie­le lie­be Grüße

Loretta Nießen

Loret­ta: Fotos

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

29 Kommentare zu „So sieht der Herbstgarten aus“

  1. Guten Mor­gen Wolfgang,
    dei­ne Bil­der erin­nern mich ein wenig an die Dro­ste und „Der Kna­be im Moor” hier sind auch so selt­sa­me Gestal­ten zwar nicht zu sehen, aber zu lesen.
    Es stimmt schon die Frucht­stän­de der Plf­an­zen ent­wickeln sich manch­mal schon zu Gestal­ten, die einen schon nach­denk­lich machen.
    Heu­te haben wir Nebel und rich­tig gute wäre es zu foto­gra­fie­ren, aber ich bekom­me Besuch und muß eini­ges richt­gen. Aber es kommt ja noch öfters Nebel
    Habs fein und lie­be Grü­ße Eva

  2. Lie­ber Wolfgang
    Dei­ne herbst­li­chen Fotos sind wun­der­schön, fast so ein biss­chen ver­wun­schen. Bei uns ist vor­mit­tags oft Nebel und dann drückt die Son­ne durch. So wie auch heu­te, jetzt scheint sie bereits, aber es ist bitterkalt.
    Bei mir gefal­len mir im Herbst die Safrankro­kus­se. Ich ver­lin­ke sie ger­ne bei dir.
    Lie­be Grüessli
    Eda

  3. Wun­der­schön der Gar­ten im Spät­herbst hat einen beson­de­ren Reiz.
    Ich lie­be die­ses Bün­deln von den zusam­men­ge­bun­de­nen Grä­sern, das mache ich die­ses Jahr in mei­nem Gar­ten auch.
    Lie­ben Dank für die schö­nen Impres­sio­nen aus euren Garten.
    Lie­be Grü­ße Edith

  4. Euer Gar­ten ist ein­fach zu jeder Jah­res­zeit schön! Tol­le Fotos — der Gras-Troll gefällt mir ganz beson­ders gut. 🙂
    Habt ein fei­nes Wochenende!
    LG
    Centi

  5. Abso­lut zau­ber­haft ist es in eurem Gar­ten. Wie hübsch doch der jun­ge Flie­gen­pilz aus­sieht. Mit so vie­len ver­schie­de­nen Pil­zen im Gar­ten so schön, da fühlt man sich ja wie im Walde.
    Wün­sche euch ein bezau­bern­des Wochenende
    Lie­be Grüsse
    Esti

  6. Hal­lo ihr beiden,

    ich sage erst mal „Dan­ke” fürs Tei­len eures Gar­ten­bei­trags, denn das Ein­gangs­zi­tat ist so wahr. 🙂
    Wie schön bunt euer Gar­ten in den Herbst­far­ben leuch­tet und wah­re Schmuck­stücke sind jetzt die Ziergräser.
    Mei­ne habe ich auch zusammengebunden.
    Den Flie­gen­pilz in den Fokus genom­men, läuft er heu­te zu gro­ßer Form auf. 🙂
    Erst dach­te ich, bei den Herbst­kro­kussen wür­de es sich um Herbst­zeit­lo­sen han­deln, aber ich erin­ne­re mich, du hast schon
    ein­mal hier über die­se Kro­kus­art im Herbst berich­tet, Wolfgang.
    Sie sind wunderschön. 🙂

    Lie­be Grü­ße und ich wün­sche euch ein schö­nes Wochenende
    Christa

  7. Wie herr­lich Euer Gar­ten in Herbst­far­ben leuch­tet! Ich habe mir heu­te einen „frem­den” Gar­ten aus­ge­lie­hen. Viel­leicht habt Ihr schon vom Klo­ster Kamp gehört? Lie­be Grü­ße und ein schö­nes Wochen­en­de, Nicole

  8. die­ses pilz­chen! so süss zwi­schen den herbstzeitlosen.….
    die grä­ser wir­ken zusam­men­ge­bun­den wie skul­pu­ren — genia­ler effekt!
    und natur ist ein­fach immer schön, egal zu wel­cher jah­res­zeit, bei jedem wet­ter. wer das nicht sieht, hat kei­ne augen zum gucken.
    schö­nen sonn­tag! xxxx

  9. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Ja, bei euch ist es ja wirk­lich Herbst im Garten.
    Wir haben hier im Moment auch ganz küh­le Näch­te und bald bis 3 und 4 Grad…
    Also ein gro­ßer Unter­schied mit zwei Wochen her.
    Das Laub der Blät­ter ist ja den Grund das es Pil­ze gibt da das Myce­li­um sich nährt mit Holz­ar­ti­ges was kein ande­res Wesen oder Mensch ver­dau­en kann. Damit sind sie ja die letz­te Schal­te der Natur um alles zu recyclen.
    Die Flie­gen­pilz wird am häu­fig­sten foto­gra­fiert und die Men­schen wis­sen oft nicht, dass es sich um ein gif­ti­ges Exem­plar handelt.
    Lie­be Grüße,
    Mariette

  10. Guten Abend,
    lie­ber Wolf­gang, lie­be Loretta,
    dan­ke für die schö­nen Fotos und ja ich fin­de auch, dass Ihr vie­le Trol­le, Zwer­ge, Elfen.… im Gar­ten habt und wenn dann auch noch der Nebel durch strömt, sieht es total mystisch aus.… Ein­fach herr­lich in Eurem Zaubergarten.
    Ich wün­sche Euch ein wun­der­ba­res Wochen­en­de mit vie­len Gar­ten­freu­den und schicke lie­be Grü­ße mit.
    Trau­di.♥ aus dem Drosselgarten

  11. Ser­vus ihr Lieben,
    ich bin ganz ver­zückt vom Anblick des klei­nen Flie­gen­pil­zes i eurem Gar­ten. Sol­che Pil­ze bekom­me ich ganz, ganz sel­ten zu Gesicht, im Wlad vielelicht ein- oder zwei­mal in mei­nem Leben und in einem Gar­ten schon gar nicht. Allein die­se Tat­sa­che zeigt ja schon, dass es in eurem Gar­ten Zau­ber­we­sen geben muss, die ech­te Herbst­wald­at­mos­pä­re schaffen!
    Ich habe heu­te lei­der nicht sehr viel Natur für euch, aber in der letz­ten Col­la­ge gibt’s ein schö­ne Kastan­ein­al­lee zu sehen, die woll­te ich euch nicht unterschlagen 🙂
    Alles Liebe
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/11/mit-tina-und-goga-durch-wien-teil‑1.html
    PS: Lie­ber Wolf­gang, in wel­chem Teil Ita­li­ens hat­test du denn beruf­lich zu tun? Und wann war das unge­fähr? Uns ist näm­lich wäh­rend unse­res dies­jäh­ri­gen Ita­li­en-Urlaubs auf­ge­fal­len, dass alles ziem­lich gut gepflegt und sau­ber wirkt… Viel­leicht hat sich da eini­ges ver­bes­sert. Oder wir waren ein­fach in einer Gegend, in der man ein bis­serl bes­ser mit dem Müll umgeht…(?)

    1. Wolfgang Nießen

      Lie­be Traude,
      ich bin vor unge­fähr zehn Jah­ren in Pisa gewe­sen und muss­te dort ins Industrie‑, Gewer­be­ge­biet außer­halb der Stadt. Auf dem Weg dort­hin ist mir schon viel Müll im Stra­ßen­gar­ben auf­ge­fal­len. Ich war aller­dings auch zu Fuß unter­wegs, da das Hotel in der Nähe war. In die­sem Gewer­be­ge­biet sah es dann rich­tig schlimm aus, über­all Müll. Ich habe Bil­der gemacht, weil ich das so unglaub­lich fand. Pisa selbst war aber sehr sauber.

      Vie­le lie­be Grüße
      Wolfgang

  12. Hal­lo ihr Beiden,
    das sind ja traum­haft schö­ne Bil­der, wirk­lich mär­chen­haft und mystisch. Aber dass bei euch sogar ein Flie­gen­pilz wächst, das ist ja schon sehr beson­ders. Grä­ser habe ich noch nie zusam­men­ge­bun­den. Sie sehen eigent­lich fast den gan­zen Win­ter durch noch schön aus. Ich muss mal gucken, ob ich einen mei­ner Bei­trä­ge der letz­ten Tage zu euch ver­lin­ken kann.
    Herz­li­che Grü­ße und mor­gen einen schö­nen Sonn­tag – Elke

  13. Wie schön ist das, wie mär­chen­haft. Oh ja, wer dar­in kei­ne Poe­sie zu sehen ver­mag, ist arm dran!
    Ich schwel­ge in euern zau­ber­haf­ten Bil­dern und Wor­ten, lie­ben Sonntagsgruss,
    Brigitte

  14. Lie­be Loret­ta und lie­ber Wolfgang,
    das sind ja wirk­lich herr­li­che Bil­der. Mein abso­lu­ter Favo­rit ist das traum­haft schö­ne Bild mit dem klei­nen Flie­gen­pilz. Das ist wie aus einem Mär­chen­wald. Ja auch dem Herbst, sogar dem Nebel kann man schö­nes abge­win­nen, wenn man ein Gespür und ein Auge dafür hat.
    Vie­le lie­be Grü­ße von Doris

  15. Ganz zau­ber­haf­te herbst­li­che Impres­sio­nen zeigt ihr da und der Text ist ein biss­chen poe­tisch … Ich fin­de, ein Gar­ten kann auch im Herbst noch sehr attrak­tiv sein und das zeigt ihr in eurem Arti­kel ganz deut­lich. Wun­der­schön fin­de ich eure Grä­ser­bün­del in dem wei­chen Herbst­licht! Vie­len Dank fürs Teilen,
    lie­be Grüße,
    Susanna

  16. Wie schön, dei­ne herbst­li­chen Gar­ten­bil­der! Wir haben ja so gut wie nie NEbel — aber seit mit­te Okto­ber schon vie­le Frost­näch­te. der GAar­ten ist echt nicht mehr so fit wie auch schon im November
    Ich habe des­halb dei­ne Bil­der sehr genossen
    Herzlichst
    yase

  17. Die Grä­ser sind hier auch zusam­men­ge­bun­den und anson­sten ist der Gar­ten soweit fer­tig, dass er den Win­ter hof­fent­lich gut übersteht.
    Eure klei­nen Wesen sehen im Tages­licht wirk­lich harm­los aus, aber nachts… hu, da möch­te ich ihnen auch nicht begeg­nen, lach.
    Euch einen guten Start in die Woche, viel­leicht mit etwas Son­ne für klei­ne Gartenmomente
    lie­ben Gruß
    Nicole

  18. Wun­der­schö­ne Herbst­im­pres­sio­nen, die in eurem Gar­ten zu bewun­dern sind. Die gebun­de­nen Grä­ser sehen aus wie Figu­ren ‚die über Allem wachen. Wie ein ver­wun­sche­ner Gar­ten, der vie­le Geheim­nis­se ver­bor­gen hält.
    LG von mir zu euch

  19. euer Gar­ten sieht wirk­lich etwas ver­wun­schen aus.. 😉
    aber der Knül­ler ist ja der Fliegenpilz
    das sieht so „süß” aus wie er sich da durch das Moos reckt
    feh­len nur noch die Elfen

    lie­be Grüße
    Rosi

  20. Ganz wun­der­voll und zau­ber­haft bei euch, lie­be Loret­ta, lie­ber Wolf­gang! In Wor­ten und Bil­dern — ein­fach schön!
    Lie­be Grü­ße und euch bei­den eine gute Woche
    Ingrid

  21. Ihr habt einen so zau­ber­haf­ten Gar­ten, lie­be Loret­ta und Wolf­gang, da füh­len sich die Wesen aus der Anders­welt sehr wohl 🙂
    Herz­lich, do

  22. Ich fin­de es viel schö­ner, wenn der Gar­ten im Herbst nicht auf­ge­räumt wird. Das Laub ver­rot­tet bei uns sehr schnell in den Bee­ten und unter Sträu­chern. Nur vom Rasen wird es akri­bisch ent­fernt, damit die Grä­ser dar­un­ter nicht ersticken.
    Die Gar­ten­mö­bel räu­me ich übri­gens auch nicht mehr weg. Das hat sich letz­tes Jahr ange­sichts des Lock­downs sehr gut bewährt. Die Möbel wur­den auch im Win­ter immer wie­der mal genutzt. Nach­dem im Moment die Zah­len gera­de wie­der schwin­del­erre­gen­de Höhen errei­chen, wer­den wir die Gar­ten­mö­bel wohl wie­der drau­ßen lassen.
    Vie­le Grü­ße von
    Margit

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