Wenn wilde Rosen zu sehr wuchern

Dann ist es ein Neuanfang

Vor cir­ca 20 Jah­ren setz­ten wir auch zwei wil­de Rosen in unser gel­bes Stau­den­beet, eine rechts ins Beet, die ande­re Links, so dass sie das Beet zu den Sei­ten hin deut­lich abgrenz­ten. Das sah auch sehr gut aus und die ersten Jah­re war es auch nicht über­mä­ßig viel Arbeit, ein paar Zwei­ge schnei­den und das war es dann schon. Aber Pflan­zen wach­sen, eigent­lich selbst­ver­ständ­lich. Und doch, sind wir bis­wei­len über­rascht. Man­che Pflan­ze hält sich auch ein­fach nicht an die Grö­ßen­an­ga­ben, die ent­we­der auf dem Eti­kett ste­hen, dass vie­le Pflan­zen beglei­tet, oder aber die Pflan­zen haben ein­fach nicht mit­be­kom­men, als der freund­li­che Ver­käu­fer mein­te: „Ja, die wer­den so, eins fünfzig.”

Eine der bei­den wil­den Rosen stand auch noch in einer „Wind­schnei­se”, dort fegt der Wind und auch der Sturm unge­bremst in unse­ren Gar­ten. Das erste Hin­der­nis war dann die besag­te Rose, die aber dem Ansturm nicht stand­hielt und sich jedes­mal zu Boden warf. Nach­dem der Sturm sich dann sei­ner­seits gelegt hat­te, hieß es für uns: Die wil­de Rose wie­der auf­rich­ten. Wir wis­sen nicht mehr, wie oft sich das wie­der­holt hat.

Hin­zu kam dann im Lau­fe der Jah­re auch noch, dass wir jedes Jahr mehr und mehr Äste abschnei­den oder kür­zen muss­ten, sägen, schnei­den, häck­seln. Die­ser Drei­klang bestimmt jetzt schlicht die Wochen­en­den. Und das wird uns zu viel, der Gar­ten soll pfle­ge­leich­ter wer­den, schließ­lich gibt es auch noch ande­re Din­ge zu tun und der Häcks­ler hat ganz sicher auch mal ein frei­es Wochen­en­de verdient.

Die wilden Rosen müssen weg

Das gel­be Beet wird neu gestaltet

Und dann, zu guter Letzt, die Lust. Die Lust etwas neu zu gestal­ten, der Drang ein Bild zu kom­po­nie­ren. Geht es Dir auch so, dass Du nach ein paar Jah­ren zumin­dest eine Ecke, ein Beet im Gar­ten neu arran­gie­ren möch­test? Aber bevor neu­es geschaf­fen wer­den kann, muss das Alte weichen.

Eine der beiden wilden Rosen ist bereits entfernt.
Zum voll­stän­di­gen ent­fer­nen der Rosen brau­che ich schließ­lich sogar die Motorsäge.

Und da kommt eini­ges an Arbeit zusam­men, der Sams­tag ist dahin…

Der Häcks­ler ist vor lau­ter Zwei­gen kaum noch zu sehen. Obwohl wir wis­sen, wie vie­le Äste zusam­men kom­men, wenn man einen Strauch oder einen Baum ent­fernt, über­rascht uns so ein Berg doch jedes Mal. Rosen­zwei­ge häck­seln wir nicht ger­ne, da die Äste dank der Sta­cheln, die Ten­denz haben, die Hand­schu­he mit in den Häcks­ler zu zie­hen. Das gilt auch für wil­de Rosen.

Vor lauter Zweigen ist der Häcksler kaum noch zu sehen.

Das Auf­räu­men nach dem Ent­fer­nen der wil­den Rosen nimmt Stun­den in Anspruch, zum Glück haben wir Hil­fe.

Lotti hilft aufräumen, nach dem Entfernen der wilden Rosen.
Lot­ti hilft, wo sie nur kann…

Das Beet neu gestalten

Jetzt kommt der Spaß

Rechts und Links, da wo die wil­den Rosen zu Hau­se waren, ist jetzt viel Platz. Das kann so nicht blei­ben. Wir ent­schlie­ßen uns, das gesam­te Bett neu zu gestall­ten. Im Hin­ter­grund pflan­zen wir Sträu­cher, die einer­seits ein wenig Sicht­schutz zum Nach­barn bie­ten sol­len und ande­rer­seits einen Hin­ter­grund für die Stau­den bilden.

Die Sträu­cher:

  • Weiß­bun­ter Hart­rie­gel ‘Ele­gan­tis­si­ma’ Cor­nus alba (Teil­wei­se haben wir die­se Sträu­cher selbst gezo­gen. Es reicht schon einen Ast in die Erde zu stecken, wenn der Boden aus­rei­chend feucht gehal­ten wird.)
  • Edel­flie­der Syringa vul­ga­ris ‘Prim­ro­se’
  • Japa­ni­scher Schnee­ball Vibur­num pli­ca­tum ‘Sum­mer schnowflake’
  • Oster-Schnee­ball Vibur­num burkwoodii
  • Fünf Fin­ger­strauch Poten­til­la fru­ti­co­sa ‘Creme Brulée’
  • Wei­ge­lie Wei­ge­la ‘Snow­fla­ke’
Unser neu gestaltetes Beet.

Die Stau­den durf­ten natür­lich im Beet blei­ben, teil­wei­se haben wir sie umge­setzt. geteilt und auch reduziert. 

Unter ande­ren wach­sen jetzt dort:

Im Früh­ling wird das Bett von Ver­giss­mein­nicht und gel­ben Tul­pen domi­niert. Die­se samen sich immer mehr aus und bil­den einen wun­der­schö­nen Blü­ten­tep­pich. Den man ger­ne benut­zen wür­de, um damit durch die Lüf­te zu fliegen.

Natür­lich muss jetzt noch alles wach­sen, damit die Idee, die wir im Kopf haben auch Form annimmt.

Hast Du auch ein Beet neu gestal­tet oder neu angelegt?

Vie­le lie­be Grüße

Loretta Nießen

Loret­ta: Fotos

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

18 Kommentare zu „Wenn wilde Rosen zu sehr wuchern“

  1. Neee, lie­ber Wolf­gang, mir geht es nicht so, dass ich im Gar­ten was arran­gie­ren möchte.
    Ich mache das aller­dings auch am Bal­kon­ka­sten, da kommt jetzt die Herbst­be­pflan­zung rein. Aber nicht viel,
    denn ich habe ja immer noch insek­ten­freund­li­che Pflan­zen drin und jede Men­ge Besuch. Das freut mich natür­lich auch,
    gestern waren wie­der eini­ge Schmet­ter­lin­ge da und vor allem Holz­bie­nen, also mache ich es richtig.
    Er ist etwas ver­wil­dert der Bal­kon, aber gera­de recht für mich, bin ja eh kaum zuhause.
    Euch Bei­den ein schö­nes Wochen­en­de und lie­be Grü­ße Eva

  2. Oh… ich ver­ste­he eure Moti­va­ti­on völ­lig, aber so ein klei­nes biss­chen tut es mir trotz­dem leid um die Rosen. Aber es stimmt natür­lich, der Gar­ten soll kein Wald wer­den und ab und zu etwas neu gestal­ten ist ja auch gera­de der Spaß an der Sache. Näch­stes Jahr um die­se Zeit sieht es bestimmt wie­der rich­tig toll aus!
    LG
    Centi

  3. Ja, die Pflan­zen wach­sen nach ihren eige­nen Geset­zen, da kann man sich noch so viel über­le­gen. Lei­der haben wir nicht mehr die Kräf­te, gro­ße Ver­än­de­run­gen zu pla­nen, und die letz­te haben wir sogar von einem Gar­ten­bau­er umset­zen las­sen. Mir gefällt mein Schat­ten­gar­ten den­noch gut. Der Häcks­ler ist übri­gens zum jun­gen Nach­barn gewandert…
    Bon week-end!
    Astrid

  4. Lie­ber Wolf­gang, lie­be Loretta
    Dass Pflan­zen nicht lesen kön­nen ist auch mir auf­ge­fal­len. Hier waren es die Son­nen­blu­men, die fast 4 m hoch wuch­sen, obwohl gemäss Samen­tü­te viel weni­ger ange­ge­ben war.
    Toll sieht eurer neu­es Beet aus und ich freue mich schon, wenn es bei euch dann blüht.
    Schön habt ihr das hin­ge­kriegt, natür­lich nur mit der Hil­fe von Lotti 😉
    Habt einen son­ni­gen Sams­tag und lie­be Grüessli
    Eda

  5. Lie­ber Wolf­gang, in mei­nem Gar­ten könn­te ich so einen Fach­mann wie dich gut gebrau­chen. Hier gibt es so viel Platz der, nicht genutzt wird, leider.
    Rosen so rich­tig gro­ße Stöcke könn­te ich gut in mei­nem Gar­ten haben, hier gibt es soviel Platz wo auch gro­ße Rosen­stöcke schön wach­sen könnten.
    Neue Bee­te anle­gen, ehr­lich gesagt, ich bin da sehr unge­schickt und weis nie, wo ich ein Beet anle­gen soll.
    In dei­nem Blog Bei­trä­gen sehe ich vie­le Ideen und so oft habe ich mir schon gedacht das mache ich jetzt auch.
    Es war wie­der ein­mal schön hier auf dei­nem Blog zu gucken, was ich denn so umset­zen könn­te in mei­nem Garten.
    Lie­be Grü­ße Edith

  6. Lie­ber Wolfgang,
    das klingt schön, was ihr da vor­habt. Ein paar Ideen habe ich auch. Aber in die­sem Som­mer machen mir Gras­mil­ben der­art zu schaf­fen, dass ich zu mehr als Rasen mähen kaum Lust habe. Aber eini­ges muss, ande­res soll — jetzt genie­ße ich zunächst mal den herr­li­chen Spät­som­mer. Bei 30°C (ernst­haft — ja!) liegt man dann auch lie­ber mal im Lie­ge­stuhl. Oder ich frö­ne mei­ner neu­en Lei­den­schaft, dem Rad­fah­ren *gg*. Alles zu sei­ner Zeit. Und mit eurem Elan kann ich eh nicht mit­hal­ten. Muss aber auch nicht sein. Da guck ich mir ein­fach euren Gar­ten an.
    Herz­li­che Grü­ße und ein schö­nes Wochen­en­de. Ent­spannt euch auch mal 😉 Elke

  7. Ich muss jetzt lei­der zuge­ben, dass ich eher Pro­ble­me damit habe, wenn es um Ände­run­gen geht.. ähem! Aller­dings muss getan wer­den, was getan wer­den muss ;)) Euer neu­es Gar­ten­ge­mäl­de wird bestimmt wun­der­voll! Herz­li­che Grü­ße, Nicole

  8. Oh ja! Ich will auch mei­nen gel­ben Gar­ten etwas umge­stal­ten. Mal sehen — mei­ne Hand, das erste Enkel­kind, und immer wie­der Aus­fäl­le von Kol­le­gin­nen an der Arbeit — die Idee ist da — aber ob ich das in die­sem JAhr noch schaf­fe, wer­de ich sehen. Anson­sten hof­fent­lich im Frühling
    Dein Beet ist toll geworden!
    Herzlichst
    yase

  9. Lie­ber Wolfgang,
    viel­leicht kommst du mal hier vor­bei und­über­nimmst ein paar der Pflan­zen-Enfer­nungs­ar­bei­ten, die mei­nem Mann ein­fach „zu viel” sind? 😉 Mir wür­den schon ein paar Umge­stal­tun­gen ein­fal­len, aber ich habe lei­der kei­ne hel­fen­de Lot­ti, und Edi lässt sich auch immer sehr lan­ge bit­ten. Des­halb blei­ben die mei­sten Pflan­zen hier an Ort und Stel­le und ich vesu­che eben das Beste aus dem Bestehen­den zu machen.
    Auf jeden Fall drücke ich die Dau­men, dass sich euer neu­es Beet wie erwünscht ent­wickelt. Dei­ne Fotos sind wie­der sehr schön, lie­be Loret­ta, und das von Lot­ti ganz beson­ders entzückend.
    Ganz herz­li­che Rostro­sen­grü­ße und ein schö­nes Septemberwochenende
    Traude

  10. Hal­lo Ihr Zwei,

    also erst­mal muss ich sagen, dass ich das Foto von Euch oben auf der Start­sei­te, suuu­per­knuf­fig finde!!!! ❤❤❤

    Ihr habt ja im alten Rosen­beet super­schö­ne Pflan­zen gesetzt, ich bin sehr gespannt, wie das im näch­sten Jahr aus­se­hen wird! Wir fan­gen die­sen Herbst ganz neu mit dem Gar­ten an. Vor ein paar Wochen war ein net­ter Mensch mit Bag­ger da und hat uns erst­mal alle meter­lan­gen Brom­beer­sträu­cher ent­fernt und das Grund­stück ein biß­chen Plan gemacht. Jetzt im Herbst legen wir den Gar­ten an. Bin gera­de dabei, einen gro­ben Plan zu ent­wer­fen und freuuuu mich 🙂 Er wird in jedem Fall rusti­kal, bäu­er­lich, mit ganz viel Insek­ten­wei­den und auch Obstbäumen. 

    Macht Euch einen gemüt­li­chen Sonn­tag, Ihr Lieben,
    LONY x

  11. Das ist ja fan­ta­stisch schön gewor­den und die gan­ze Arbeit hat sich bestens gelohnt.
    Mir wür­de ich eine sol­che Umge­stal­tung nicht zumuten.
    Euch ein hoch ver­dien­tes, schö­nes Wochenende!
    Mit lie­ben Grüssen,
    Brigitte

  12. Manch­mal muss es ein­fach sein, dass Pflan­zen gehen müs­sen — hier wird immer­durch etwas umge­stal­tet und Stau­den sowie Grä­ser ver­setzt, wenn sie zu groß gewor­den sind. Da ist die Stau­den­tausch­bör­se — wenn sie denn die­ses Jahr statt­fin­det — immer ein zuver­läs­si­ger Abneh­mer. Die Auf­li­stung eurer Gehölz-Neu­ge­stal­tung hört sich gut an und sieht schon jetzt mit den Stau­den davor klas­se aus.
    Einen fei­nen Sonn­tag wün­sche ich euch — lie­ben Gruß von Marita

  13. Tina von Tinaspinkfriday

    Ich habe drau­ßen sel­ten das Ver­lan­gen nach Umge­stal­tung, das hat eher der Göga. Aber er trennt sich ungern von alten Pflan­zen, das ist eine natür­li­che Bremse. 😂
    Schön wie Lot­ti hilft! 😁
    Ich wün­sche Dir einen schö­nen Sonn­tag, lie­be Grü­ße Tina

  14. I had a wild rose once, but after it took over the enti­re gar­den bed and show­ed no signs of slo­wing down, it had to go. It was beau­ti­ful, but it put up a fight when it was remo­ved. We spent years remo­ving new shoots that would appe­ar. It was like a gar­den night­ma­re that took years to end. Now I have that pro­blem again with a yuc­ca plant and it’s hund­reds of baby plants. It went too, but the babies keep sho­wing up year after year. I’ve rede­si­gned a gar­den bed when it had pro­blems, but that is a lot of work. I try to gar­den natu­ral­ly now, but it is still a lot of work kee­ping it all in its place. Natu­re has dif­fe­rent ide­as from mine, and she usual­ly wins. Your gar­den and litt­le Lot­ti are beautiful.

  15. I am try­ing to crea­te a new gar­den from a for­mer rose gar­den that has been unat­ten­ded for a few years. I am try­ing out new flowers to replace dead rose bushes.

  16. Lie­ber Wolfgang,

    das Ent­fer­nen der Wild­ro­sen war eine Men­ge Arbeit, aber manch­mal muss man wohl mit so Radi­kal-Maß­nah­men durchgreifen.

    Mir gefällt es sehr, wie Ihr Euer neu­es Beet gestal­tet habt, auch im Früh­jahr stel­le ich mir das blau-gel­be Beet wun­der­schön vor, Du wirst bestimmt berichten.

    Herz­li­che Grüße
    von Anke

    Ps.: Das Foto von Loret­ta und Dir ist übri­gens wunderschön …

  17. Mit Ver­spä­tung wegen schö­nen Wet­ter… zur Link­par­ty. Dann eben beim näch­sten Mal. Ja, der Gar­ten ruft immer wie­der nach Ver­än­de­run­gen. Sei es aus jah­res­zeit­li­cher Sicht oder auch aus ande­ren Grün­den. Es gleicht einem Tape­ten­wech­sel, wenn Du mich fragst. 

    Lie­be Grü­ße und viel Spaß beim Gestalten
    Heidrun

  18. Ach das ken­ne ich, und in unse­rem doch nicht ganz so gro­ßen Gar­ten wuch­sen gleich meh­re­re die­ser Exem­pla­re. Jetzt sind noch 2 Wil­de übrig, auch die machen noch genug Arbeit. Es wächst alles sehr schnell und hoch. Ich wun­de­re mich auch jedes Jahr aufs Neue über die gewal­ti­ge Bio­mas­se, die unser Gar­ten erzeugt. Man­gels Platz kommt dann eini­ges auch in die Bio­ton­ne, ein Teil kommt auf den Kom­post. Wir kön­nen lei­der nur 1 Silo bevor­ra­ten. Gehäck­selt wird auch, aber kei­ne Rosen.
    In die­sem Jahr haben wir so eini­ges ver­än­dert, auch weil es zu umfang­reich gewor­den war, ver­pflanzt wer­den muß­te, wie eine Hor­ten­sie und Gemü­se­bee­te ange­legt wer­den sollten.
    So wird es nie langweilig.
    Bin gespannt, wie es bei Euch weitergeht.

    Lie­be Grü­ße auch hier
    Sara

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