Das Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Das Leber­blüm­chen ist eine hei­mi­sche Wild­stau­de, die man nicht nur in unse­rem Gar­ten fin­det, son­dern auch im Wald, viel­leicht hast Du die­se schö­ne Stau­de, ja schon ein­mal bei einem Streif­zug durch den Wald gese­hen. Daher ist es auch kein Wun­der, dass das Leber­blüm­chen auch in Dei­nem Gar­ten Bedin­gun­gen erwar­tet, wie es sie sonst nur im Wald fin­det. Schön schat­tig mit etwas Son­ne. Der Boden soll­te im Früh­ling und im Win­ter etwas feucht sein und im Som­mer trocken. Somit gehört das Leber­blüm­chen zu den Stau­den, die auch gut mit Trocken­heit umge­hen kön­nen. Wir haben es in den ver­gan­ge­nen, teils sehr trocke­nen Som­mern, nicht gegos­sen und trotz­dem erfreut es uns jedes Jahr zuver­läs­sig von März bis April mit sei­ner Blü­ten­pracht. Aber nicht nur wir freu­en uns über die Blü­ten, son­dern auch die Insek­ten, die bei die­sem unge­müt­li­chen, nass­kal­tem Wet­ter schon jeden Tag ihre Bröt­chen ver­die­nen müssen.

Unter den Bäumen und zwischen den Basaltsteinen fühlt sich das Leberblümchen anscheinend besonders wohl.
Unter den Bäu­men und zwi­schen den Basalt­stei­nen fühlt sich das Leber­blüm­chen anschei­nend beson­ders wohl.

Das Leber­blüm­chen hat sich selbst die­se Plät­ze zwi­schen den Basalt­stei­nen aus­ge­sucht, wir haben es dort nicht gepflanzt. Ob die Stau­de wohl dar­an gedacht hat, dass ihre Blü­ten vor den grau­en Basal­stei­nen beson­ders gut zur Gel­tung kommen?

Das Leber­blüm­chen steht in Deutsch­land übri­gens unter Natur­schutz. Man darf sie also nicht pflücken und schon gar nicht aus­gra­ben.
Auch nicht als Geschenk für den Lieblingsmenschen.

Woher kommt der Name Leberblümchen?

Im Mit­tel­al­ter bemerk­te man, dass die Blät­ter die­ser Wald­stau­de der mensch­li­chen Leber ähneln und kam dann auf den Gedan­ken, dass die­se Pflan­ze bei Leber­lei­den hel­fen könn­te. Heu­te mutet das etwas selt­sam an, aber im Mit­tel­al­ter ent­wickel­te man die soge­nann­te Signa­tur­leh­re. Die­se Leh­re basiert auf Ähn­lich­kei­ten und gilt zum Bei­spiel auf für Wal­nüs­se, die­se sehen ein wenig so aus wie das mensch­li­che Gehirn und sol­len der Signa­tur­leh­re zufol­ge bei Kopf­be­schwer­den hel­fen. Also, wer zu tief ins Glas geschaut hat, kann es dann ja mal mit Wal­nüs­sen ver­su­chen und die Kopf­schmerz­ta­blet­te im Schrank lassen…

Das Leberblümchen mag den Wald.

Pflege

Das Leber­blüm­chen ist eine sehr robu­ste Stau­de, die wir ein­fach nur in Ruhe las­sen. Win­ter­hart ist sie auch, ihre Stand­or­te wählt sie selbst und Krank­hei­ten sind uns nicht bekannt. Um das Leber­blüm­chen muss man sich wirk­lich nicht küm­mern. Das ein­zi­ge womit die­se Stau­de wirk­lich nicht klar kommt, sind stän­dig nas­se Füße.

Hepatica nobilis

Kurios

In Japan hat das klei­ne Leber­blüm­chen Kult­sta­tus, fast schon wie ein Rock­star. Da greift der geneig­te Japa­ner auch ger­ne mal tie­fer in die Tasche.

Aber auch hier bei uns haben Pflan­zen­lieb­ha­ber durch­aus die Mög­lich­keit, sich das gan­ze beson­de­re Leber­blüm­chen zu gön­nen. Für die Sor­te ‘Yama­hi­bi­ki’ soll rund 250,- € kosten, das ist schon unglaub­lich, aber es soll auch Sor­ten geben, die so teu­er sind, dass man sich über­le­gen muss: „Kau­fe ich jetzt das Leber­blüm­chen oder doch lie­ber den Kleinwagen?”

Und wir hat­ten schon gedacht, die­se ver­rück­te Tul­pen­ma­nie in der zwei­ten Hälf­te des 16. Jahr­hun­derts wäre ein­ma­lig gewe­sen. Viel­leicht wird ja dann irgend­wann auch mal ein Film gedreht, der dann Leber­blüm­chen­fie­ber heißt.

West Highland Terrier

Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang

Loretta Nießen

Loret­ta: Fotos

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

24 Kommentare zu „Das Leberblümchen (Hepatica nobilis)“

  1. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Das Leber­blüm­chen hat auch in mei­nem Gar­ten im letz­ten Jahr einen Platz bekom­men. Bei mir hat es sich aber nicht selbst ange­sie­delt, son­dern ich habe eine Pflan­ze gesetzt, weil ich die Blü­ten so hübsch fin­de. Nun habe ich es vor mein Hum­mel­heim gesetzt. Viel­leicht wird so eine Erd­hum­mel­kö­ni­gin dort­hin gelei­tet, wer weiß?
    Bei Euch hat es sich wirk­lich ein tol­les Plätz­chen aus­ge­sucht. So kann man es kaum übersehen!
    Ich wün­sche Euch ein schö­nes Wochenende!
    Herz­li­che Grüße
    Steffi

  2. Ich mag sie sehr, die Leber­blüm­chen. Und sie sehen erst recht wun­der­schön aus, wie sie zwi­schen euren Stei­nen her­vor­schau­en. Das ist ein wun­der­schö­ner Kontrast.
    Wie man aller­dings so ver­rückt sein kann, Unsum­men für bestimmt Sor­ten aus­zu­ge­ben … naja 😉
    Ich habe heu­te mein Expe­ri­ment mit Was­ser geteilt, weil es sich doch um ein Blüm­chen han­delt. Ich hof­fe, das ist in Ord­nung. Eini­ge eurer treu­en Leser haben bestimmt auch Kin­der und möch­ten es viel­leicht mal ausprobieren.
    Ich wün­sche euch ein schö­nes Wochenende.
    Lie­be Grüße
    Silke

  3. Ich mag die Leber­blüm­chen auch sehr. Frü­her habe ich sie immer mit dem Per­si­schen Ehren­preis ver­wech­selt, das pas­siert mir nimmer.
    Ein hüb­sches Plätz­chen, das füh­len sie sich bestimmt wohl.
    Lie­be Grü­ße Eva, die heu­te durch das Leu­del­bach­tal spa­ziert und mal guckt, was so alles da ist.

  4. Schön wie ein unschein­ba­res Mau­er Blüm­chen bei euch einen so tol­len Auf­tritt bekommt. Weil es doch von fast allei­ne zum blü­hen kommt schenkt man ihm fast zu wenig Auf­merk­sam­keit. Ganz tol­le auf­nah­men zeigt ihr mit den schö­nen Details das die Leber­blüm­chen haben.
    L G Pia

  5. Leber­blüm­chen gehö­ren zu mei­nen Lieb­lin­gen. Blö­der­wei­se haben mir die Baum­fäl­ler mei­ne weni­gen Pflan­zen kom­plett in Grund und Boden getram­pelt. Dafür könn­te ich sie heu­te noch kil­len, denn lei­der wach­sen sie bei mir nicht so pro­blem­los wie bei euch.
    Vie­le Grü­ße und ein schö­nes Wochenende.
    Claudia

  6. Leber­blüm­chen rocken! Wir haben frü­her am Hoch­rhein gewohnt, da waren die Wäl­der im Früh­ling ganz lila vor Leber­blüm­chen. Hier — nicht weit weg davon — gibt’s gar kei­ne. War­um man davon aller­dings beson­de­re Sor­ten züch­ten muss — naja, ist wohl so wie mit Rosen, davon *brau­chen* wir auch kei­ne 20.000 ver­schie­de­nen Sor­ten, aber wir *kön­nen* halt.
    Ich mag die ganz nor­ma­len wil­den Blu­men am lieb­sten, aber für den Bal­kon kau­fe ich auch mal Gar­ten­sor­ten. Haupt­sa­che, sie überleben. 😉
    Euer Hund ist übri­gens auch sehr knuffig!
    LG
    Centi

  7. Hallöchen!

    Oh, die wür­den mir auch gefal­len! Ich glau­be die sind bald reif für mei­nen Bal­kon! Ich muss halt Aus­schau hal­ten, wann man sie kau­fen kann.
    Euer Hund ist ja herz­al­ler­liebst. Kern­ter­ri­er? Eine Ras­se die ich unglaub­lich schön finde!

    Ein schö­nes Wochenende
    und lie­be Grüße

    Anne

  8. Hal­lo ihr Beiden,
    nun habe ich rich­tig Lust bekom­men, mich auch noch mal nach Leber­blüm­chen umzu­schau­en. Bis­her hat mich tat­säch­lich immer der Preis abge­schreckt. Aber viel­leicht habe ich nach den fal­schen Sor­ten geguckt. Die Fotos sind ganz zau­ber­haft. Ist das euer Hund?
    Lie­be Grü­ße — Elke (Main­zau­ber)

  9. Tina von Tinaspinkfriday

    Ach jeh und ich dach­te immer die Japa­ner sind nur mit ihren Kois so spinnert.🙄
    Aber das Leber­blüm­chen, auch das ganz nor­ma­le ist sehr hübsch.
    .Ich wün­sche euch ein wun­der­schö­nes Wochen­en­de, lie­be Grü­ße Tina

  10. Wir haben auch ein paar im Gar­ten. Ich freue mich immer über alles, was sich selbst ein­lädt. Was die Japa­ner betrifft.… Jeder Jeck ist anders. Das klei­ne wei­ße Kerl­chen sieht aber keck aus.
    LG
    Magdalena

  11. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang
    Da habe ich eini­ges gelernt über die Leber­blüm­chen. Ihr zeigt wun­der­schö­ne Fotos, aber das­je­ni­ge mit Snup­py ist so süss!
    Euch einen gemüt­li­chen Sams­tag­abend und lie­be Grüessli
    Eda

  12. Das ist wie­der so schön gezeigt, recher­chiert und ver­an­schau­licht von euch.
    Die unschein­ba­ren Leber­blüm­chen kom­men ja rich­tig gross raus. :–)
    Lie­ben Gruss zum ver­hal­te­nen Frühlingsanfang,
    Brigitte

  13. Ach, die Leber­blüm­chen sind zu den Eran­this mei­ne lieb­sten Winz­lin­ge im zei­ti­gen Früh­jahr und so wie bei euch sie­deln sie sich ger­ne zwi­schen Stei­nen oder in klei­nen Rit­zen an. Sti­no-Exem­pla­re habe ich nur im Gar­ten, aber da gibt es ja Lieb­ha­ber, die zah­len eine Men­ge Euro­nen für ein aus­ge­fal­le­nes Sor­ten­Pf­länz­chen. Von eurem Snoo­py bin ich heu­te auch ganz begeistert…welch ein hüb­sches Kerl­chen und sehr fotogen.
    Ich wün­sche euch einen fei­nen Sonn­tag — lie­ben Gruß, Marita

  14. Vie­len Dank für die aus­führ­li­che Vor­stel­lung des Leberblümchens.
    Zu mei­ner Schmach muss ich geste­hen, dass ich dem klei­nen Pflänz­chen zuvor noch nie wei­te­rer Beach­tung geschenkt hatte.
    Ver­rückt, wie teu­er die Pflan­zen sein kön­nen — zumal man ja manch­mal Gedeih und Ver­derb gar nicht selbst in der Hand hat…
    Euer süßer Westi schaut ja unter­neh­mungs­lu­stig in die Welt. Mit ihm habt ihr bestimmt viel Spaß!
    Sonntagsclaudiagruß

  15. Hal­lo ZUSAMMEN;
    dan­ke für den Bericht über das Leber­blüm­chen. Ich habe es erst in den letz­ten Jah­ren durch Gartenblog´s etc. ken­nen­ge­lernt. Inzwi­schen gibt es ver­ein­zel­te Exem­pla­re in mei­nem Gar­ten davon und ich freue mich, wenn die ersten Son­nen­strah­len kom­men und das Leber­blüm­chen blüht. In der letz­ten Woche ent­deck­te ich ein wei­te­res Exem­plar an der ande­ren Sei­te unse­res Grund­stücks vor der Hecke des Nach­barn und wir frag­ten uns, wie es wohl dahin gekom­men ist. Euch einen schö­nen Sonntag.
    lG Agnes

  16. das leber­blüm­chen hat eben stil! es weis wie es am besten zur gel­tung kommt 😀
    sehr sehr hübsch — hier sind wie aber noch wochen von die­sen blu­men entfernt.…..
    euer hünd­chen ist allerliebst!
    xxxx

  17. Ach wie schön, ihr Lieben,
    mit Leber­blüm­chen kann ich euch in mei­nem aktu­el­len Post auch die­nen! Dar­in ist zwar „die Dirndl” (aka Kor­nel­kir­sche) die Haupt­dar­stel­le­rin, aber bei unse­rem Aus­flug haben wir auch Schnee­ro­sen, Bär­lauch, Pri­meln und eben Leber­blüm­chen in frei­er Wild­bahn gese­hen und foto­gra­fiert 😀 In eurem Gar­ten fin­den sie ja beste Bedin­gun­gen vor, denn da gibt es rich­tig schö­ne „wal­di­ge” Ecken. Und eure ent­zücken­de wei­ße Fell­na­se fühlt sich hier sicht­lich eben­so wohl. Da schicke ich doch gleich ein paar lie­be­vol­le Krau­ler mit!
    Lieb­ste Wochen­end­grü­ße und eine schö­ne neue Woche,
    Traude

  18. So klein, zart und anspruchs­los. Das ist das idea­le Blüm­chen für unse­ren Garten.
    Hübsch schaut es auch noch aus. Und wenn man mal ver­gisst zu gie­ßen, umso besser.
    Aller­dings wür­de ich jetzt nicht unbe­dingt den Preis eines Klein­wa­gens bezah­len, grins.
    Euch einen guten Start in die Woche, lie­ben Gruß
    Nicole

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