Tannenbaum für Weihnachten

Covid 19 hält uns immer noch fest in sei­nem Griff und es steht Weih­nach­ten vor der Türe. Das erste Weih­nach­ten in einer Pan­de­mie. Auch ohne Covid 19 ist jetzt die Zeit das Haus, die Woh­nung weih­nacht­lich zu schmücken. Aber Covid 19 sorgt auch dafür, dass vie­le von uns jetzt mehr Zeit haben, Zeit, die man nut­zen kann. Ich habe mich ent­schie­den, einen klei­nen Tan­nen­baum zu basteln. Oder bes­ser, gleich drei. Einer wür­de sich zu leicht allei­ne füh­len. Bäu­me ste­hen lie­ber in einer Gemein­schaft zusammen.

Das Material

Für mei­nen klei­nen Tan­nen­baum braucht es nicht viel:

  • Ein altes Brett, das ein­mal zu einer Türe gehört hat. Man kann aber auch irgend­ein altes Brett neh­men, es muss nicht unbe­dingt mal Bestand­teil einer Türe gewe­sen sein. Und hat man nun wirk­lich gar kein altes Brett, kann man natür­lich auch ein neu­es kaufen.
  • Einen klei­nen Ast. Ich neh­me Haselnuss.
  • Und dann noch einen etwas dicke­ren Ast. Da ist noch was übrig vom Trom­pe­ten­baum.

Mehr braucht man nicht.

In der Werkstatt

Zuerst zeich­ne ich einen Tan­nen­baum auf das alte Brett. Ich mes­se mit Absicht nicht aus, und über­le­ge mir auch nicht, wie eine Tan­ne wohl am Besten aus­sieht. Schließ­lich soll ja auch alles ein wenig schief sein.

Zuerst zeichne ich den Weihnachtsbaum auf.
Frei Hand zeich­ne ich eine Tan­ne auf das Brett.

Die Deku­pier­sä­ge, die ich zum Aus­sä­gen der Tan­nen­bäu­me benut­ze, ist sicher schon mehr als 40 Jah­re alt, sie stammt noch aus der Werk­statt mei­nes Vaters. Der Pla­stik­schlauch bricht auch sofort ab, als ich ver­su­che, ihn wie­der rich­tig zu mon­tie­ren. Pla­stik wird mit der Zeit sehr sprö­de. Ich benut­ze die­se Maschi­ne zum ersten Mal, und ich weiß auch nicht, ob sie über­haupt noch funktioniert.

Aber es klappt.

Mit der Dekupiersäge werde ich meinen Weihnachtsbaum dann aussägen.

Und ich bin über­rascht, wie gut man mit die­sem Werk­zeug auch um die Kur­ve sägen kann.

Als näch­stes schlei­fe ich die Kan­ten mit 120 Schleif­pa­pier ab. Da das Holz sehr weich ist, geht das recht gut. Wie asym­me­trisch mein Baum gewor­den ist fällt mir dann aber erst nach dem Aus­sä­gen auf.

Jetzt fehlt nur noch der Fuß für den Weih­nachts­baum. Dafür schnei­de ich ein Stück mei­nes Hasel­nussa­stes ab. Unten boh­re ich ein acht Mil­li­me­ter Loch in mei­nem Baum, da der Hasel­nussast ein wenig grö­ßer ist, kann ich ihn ohne Leim oder der­glei­chen ein­fach in das Loch schieben.

In die grö­ße­ren Ast­schei­ben boh­re ich eben­falls ein acht Mil­li­me­ter gro­ßes Loch. In mei­nem Fall passt das alles sehr gut zusammen.

Wenn der Ast für das Loch doch etwas zu dick ist, kann man ihn mit einem Mes­ser ein­fach leicht anspitzen.
Der Tannenbaum ist verletzt.

Ein Pro­blem, dass ich nicht bedacht habe, gibt es dann aber doch mit altem Holz. Die Nägel. Selbst wenn man alle Nägel ent­fernt hat, das Holz bricht an den Stel­len, an denen mal ein Nagel saß viel leichter.

Probestehen in der Werkstatt. Der Tannenbaum ist fertig.

Eigent­lich ist der Tan­nen­baum jetzt fer­tig. Ich habe ihn aber noch ein­ge­ölt, damit die Mase­rung des alten Hol­zes bes­ser zur Gel­tung kommt.

Unsere neuen Weihnachtsbäume

Jetzt suchen wir noch den rich­ti­gen Platz für die Tan­nen­bäu­me in unse­rer Wohnung.

Unsere neuen Weihnachtsbäume suchen noch einen Platz in der Wohnung.

Hast Du auch schon was für Weih­nach­ten geba­stelt? Und schmückst jetzt damit Dei­ne Wohnung?

Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang

Loretta Nießen

Loret­ta: Fotos

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

24 Kommentare zu „Tannenbaum für Weihnachten“

  1. Nicole/Frau Frieda

    Oooh.. was sind die Bäum­chen süß gewor­den. So wind­schief und rüh­rend. Eine hüb­sche Idee. Euch einen schö­nen ersten Dezem­ber, Nicole

  2. Oh, wie nett, mit einem Hauch von Zwergenmützchen! 🙂
    Wenn da was abbricht, kann man das doch bestimmt wie­der zusam­men­lei­men. Da kommt ja kein Druck drauf, das soll ja nur rum­ste­hen. So eine klei­ne Werk­statt hät­te ich ja auch gerne…
    LG
    Centi

  3. Ach, sind die schön gewor­den :)) Am besten hat mir der Satz, „…und über­le­ge mir auch nicht, wie eine Tan­ne wohl am Besten aus­sieht”, gefal­len. Eben — und des­halb LEBEN sie auch regel­recht, haben eben das, was die Hor­den im Deko­shop nicht haben. Das gewis­se Etwas, das Unge­kün­stel­te und das Augen­zwin­kern. Oder kurz gesagt, Charme.
    Wun­der­voll und pas­send in die­ser heu­ti­gen Zeit.
    Inni­ge Grü­ße von der Méa :))

  4. Ser­vus Loret­ta und Wolfgang!
    Die Bäu­me sehen so urig krumm und schief den „ech­ten” mehr als ähn­lich, auch in der Natur ste­hen sie oft alles ande­re als Zinn­sol­da­ten in Reih und Glied! Es freut mich, dass du sie — mit Anlei­tung — beim DvD zeigst. Eine schö­ne erste Advent­wo­che wünscht euch
    ELFi

  5. Gut gesägt ! Und was für Kurven !!!
    Sehr leben­dig, sehr natür­lich und unverwechselbar.
    Ich hat­te viel Jah­re mit Holz zutun.
    Selbst wenn kein Nagel drin war, die­se Spit­zen sind sehr fra­gil, gera­de beim Nadelholz.
    Herz­li­che Grü­ße und schö­ne Adventszeit.
    Herz­lichst Angela

  6. Nied­lich sehen eure Wich­tel-Tan­nen­bäu­me aus und ein net­tes Plätz­chen habt ihr ja schon gefun­den. Da die Säge noch funk­ti­ons­tüch­tig ist lohnt sich viel­leicht ein Rundsägeblatt :))
    Konn­test du die abge­bro­che­ne Ecke noch mit Holz­leim retten?

    Lie­be Grüße
    Arti

    1. Wolfgang Nießen

      Lie­be Arti,
      ja, die­sen Zweig konn­te ich wie­der anlei­men. Das geht zum Glück auch recht gut.

      Vie­le lie­be Grüße
      Wolfgang

  7. Per­fekt unper­fekt. Genau das ist es, was den Charme ausmacht.
    Hach, wie ger­ne hät­te ich auch eine Werk­statt, wo man ohne viel Auf­wand los­le­gen kann.
    Ich gebe zu, ich bin ein klit­ze­klei­nes biss­chen neidisch.
    Lie­be Grüße
    Christel

  8. Tina von Tinaspinkfriday

    lie­ber Wolf­gang, die sehen toll aus. Wie aus einem ver­wun­sche­nen Mär­chen­wald. Und selbst gemacht ist viel schö­ner als gekauft. 😉
    Lie­be Grü­ße Tina

  9. zum glück kann ich wenig­stens das bild ober­halb der über­schrift sehen.…sonst wüss­te ich wie­der nicht, wovon du schreibst.
    schei­ne aber die ein­zi­ge mit dar­stel­lungs­pro­ble­men zu sein…

    dei­ne bäum­chen sind echt put­zig!! koboldbäume!
    @brett: man­cher könn­te ja sein brett vorm kopp benut­zen — dann kann er/sie auch wie­der bes­ser die welt erken­nen ;-D

    xxxx

  10. Eure Holz­bäum­chen wür­den auch sehr gut in mei­ne Deko pas­sen ;O)))), wel­che schon fast alle mei­ne Räu­me schmückt. Eine sol­che Maschi­ne habe ich nicht, dafür eine alte Laub­sä­ge. Dafür wären die Brett­chen bestimmt zu dick. Ein schö­ne Idee ist es auf jeden Fall.
    Ich wün­sche euch eine gemüt­li­che Advents- und Vorweihnachtszeit
    Lie­ben Inselgruß
    Kerstin

  11. Ein­deu­tig Wichtelbäume!
    Wir deko­rie­ren heu­er nur wenig, aber Ker­zen wer­den auf jeden Fall aufgestellt.
    Herz­li­che Grü­ße in Eure Adventszeit
    Petra
    PS: Eigent­lich ken­nen wir seit Jahr­zehn­ten noch eine ande­re Pan­de­mie: HIV, das wur­de mir gestern, am Welt-Aids-Tag, erst so rich­tig klar!

  12. Dei­ne zip­fel­mü­ti­gen, asy­m­e­tri­schen Bäum­chen sind wirk­lich bild­hübsch gewor­den. Mal sehen ob ich man­gels Dekou­pier­sä­ge so was mit einer Stich­sä­ge auch hin­krie­ge. Viel­leicht wer­den sie dann nicht so fili­gran ist aber sicher machbar.
    Vie­le Grüße
    Claudia

  13. es sind schö­ne bäum­chen die den wald in die woh­nung brin­gen, zusam­men mit erin­ne­run­gen und vor­freu­de. dan­ke dafür, beson­ders auch für die nut­zung des alten hol­zes, hat viel mehr charakter.

  14. Hal­lo ihr Bei­den, gol­dig dei­ne drei Tan­nen­bäum­chen, mit
    Lie­be fabri­ziert, sie haben etwas beson­de­res. Lie­be, Zuversicht
    und Hoff­nung strah­len sie aus. Ich habe auch weihnachtlich
    zwei Fen­ster geschmückt und einen Advents­kranz zusammen-
    gestellt, an dem mor­gen die zwei­te Ker­ze ange­zün­det wird, zusammen
    mit dem Niko­laus, schmunzel.
    Wün­sche euch eine wun­der­vol­le weih­nacht­li­che Zeit und alles
    Lie­be, Karin Lissi

  15. Wirk­lich bewun­derns­wert, lie­ber Wolf­gang! Dazu braucht man echt Geduld! Wir haben sowas noch nie hin­be­kom­men, obwohl mein Mann auch mit die­sen Werk­zeu­gen umge­hen kann. Das könn­te ja echt in die Pro­duk­ti­on gehen, sol­che Bäum­chen sind so beson­ders, ein­fach wunderschön!

    Lie­be Grü­ße und ein schö­nes Wochenende!
    Sara

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