An einem Samstag

Was macht der Gar­ten­be­sit­zer mit ange­schlos­se­nem Eigen­heim, eigent­lich an einem Samstag? 

Sams­tag ist der Tag, den die mei­sten frei haben, und an dem sie nach Her­zens­lust im Gar­ten oder am Haus wer­keln kön­nen. Sonn­tags erlau­ben das die Nach­barn kaum.

In Germscheid ist die Luft schon Mor­gens von Häm­mern, Sägen, Ben­zin­ra­sen­mä­hern und dem Krei­schen der Ket­ten­sä­ge erfüllt. Dem muss man sich ein­fach anschließen.

Rasemmähen und Wassersteckdosen — Nicht unbedingt eine gute Idee (auch nicht an einem Samstag)

Weil es ja lei­der immer weni­ger reg­net, haben wir die­ses Jahr im Gar­ten Was­ser­steck­do­sen instal­liert. Das ist wirk­lich sehr prak­tisch und wir kön­nen die­ses System nur empfehlen.

Was aber pas­siert, wenn man so eine Steck­do­se im Rasen ein­ge­gra­ben hat und dann auf die Idee kommt den Rasen zu mähen?

Man darf nicht ver­ges­sen, dass Rasen­mä­her nicht nur sto­isch, son­dern auch gna­den­los sind. Alles was ein wenig zu hoch steht, wird abge­sä­belt, auch Wassersteckdosen.

An einem Samstag zerstörte der Rasenmäher diese Wassersteckdose.

Ein lau­ter Knall, ein abge­würg­ter Rasen­mä­her, und die Steck­do­se ist dahin.

Wenig­stens sind wir jetzt gleich um meh­re­re Erkennt­nis­se reicher:

  • Ein Rasen­mä­her ist durch­aus gefährlich.
  • Das Pla­stik ist wirk­lich sta­bil, sonst wäre der Motor wohl kaum zum Ste­hen gekommen.
  • Was­ser­steck­do­sen soll­te man tief genug eingraben.
  • Es gibt Arbei­ten, die wirk­lich unnö­tig sind.

Wir haben dann gleich eine neue Steck­do­se bestellt und sie an einem ande­ren Sams­tag ein­ge­baut. Ein Gutes hat die Sache dann aber den­noch. Wir haben der Wirt­schaft unter die Arme gegrif­fen. In Covid 19 Zei­ten auch nicht das Schlechteste.

Und es stell­te sich her­aus, dass man sol­che Was­ser­steck­do­sen doch erstaun­lich ein­fach aus­tau­schen kann.

An einem anderen Samstag habe ich dann eine neue Wassersteckdose eingegraben.

Für unse­ren Mäh­ro­bo­ter, der den Rasen bei uns nor­ma­ler­wei­se kurz hält, war die­se Was­ser­steck­do­se übri­gens nie ein Pro­blem. Aber bei dem gan­zen Laub, dass jetzt auf dem Rasen liegt, hielt ich es für eine gute Idee, selbst den Rasen zu mähen.

Ungebetene Gäste

Im Gar­ten stö­ren uns Mäu­se über­haupt nicht, oft sehen wir sie von einem Strauch zum näch­sten hech­ten. Aber sie sol­len auch im Gar­ten blei­ben, und nicht irgend­wo rein­kom­men. Aber genau das tun sie, wenn sie irgend­wo Nah­rung, oder im Win­ter Wär­me wahr­neh­men. Und sie fin­den wirk­lich jede Schwach­stel­le. Das haben wir schon oft erfah­ren müssen.

Dies­mal haben sie einen Weg ins Schup­pen­haus gefun­den, da wo das Vogel­fut­ter steht.

Ein Mauseloch im Schuppenhaus.

Auf der ande­ren Sei­te die­ser Wand ist übri­gens kein Loch, da ist ein sta­bi­ler Weg, den die Mäu­se auch unter­tun­nelt haben müs­sen, um die­sen klei­nen Spalt zu fin­den. Über­all sonst lie­gen Plat­ten im Schup­pen­haus. Ist schon erstaun­lich, wie ziel­si­cher Mäu­se vorgehen.

Das Loch habe ich dann ver­schlos­sen. Weil ich nichts ande­res hat­te, kam Kalk­putz zum Einsatz.

Das Mauseloch im Schuppenhaus ist verschlossen.

Die Türe

Wenn ich dann schon mal im Schup­pen­haus war, habe ich mich end­lich auch einem sehr altem Pro­blem gewid­met. Die Tür ins Schup­pen­haus ließ sich nie so ganz öff­nen. Schub­kar­re und Rasen­mä­her durch den Spalt zu bug­sie­ren war nicht immer einfach.

Weiter lässt sich die Türe nicht öffnen.
Wei­ter konn­te man die Türe nicht öffnen.

Wie Du siehst sind die Plat­ten nicht alle gleich. Wir haben ein­fach alte Plat­ten benutzt, gro­ße und klei­ne, defek­te, und alle sehen sie anders aus. Aber sie erfül­len ihren Zweck. Es muss ja nicht immer alles neu sein.

Die Plat­ten im Tür­be­reich habe ich ange­ho­ben, etwas Erde weg geholt, so dass die Plat­ten jetzt ein wenig tie­fer lie­gen, und man die Türe ganz öff­nen kann.

Noch ist das unge­wohnt, die Türe zu öff­nen ohne die­ses Geräusch, wenn die Türe über die Plat­ten schabt, und dann plötz­lich nicht mehr zu bewe­gen ist. Jetzt schwingt sie frei und lautlos.

An einem Samstag

War­tet jetzt im Herbst, in der Zeit, wo die Blät­ter von Bäu­men rie­seln, wie immer, auch der Teich.

Der Gartenteich ist voller Laub.
Der Teich ist vol­ler Laub.

Mit einem Fisch­netz hole ich die Blät­ter raus, oder mit der Hand. Alles, was ich am Rand und unter Was­ser errei­chen kann.

Vie­le klei­ne Arbei­ten sind es, die unse­re Sams­ta­ge fül­len. So ist das wohl, wenn man einen Gar­ten, ein Haus und eine klei­ne Biblio­thek hat. Da muss man dann nicht Goog­le fra­gen, um zu sehen, was man an einem Sams­tag tun kann.


Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang

Loretta Nießen

Loret­ta: Fotos

Wolfgang Nießen

Wolf­gang: Text

20 Kommentare zu „An einem Samstag“

  1. Vie­le klei­ne Arbei­ten, Sams­tag für Sams­tag, manch­mal auch schon Freitags…
    Und wenn ich fer­tig bin, genie­ße ich im Gar­ten eine Tas­se Kaf­fee und freue mich.
    Das Leben kann so ein­fach sein. 🙂
    Lie­be Grü­ße von Heike

  2. Wie war es noch? „Wer kei­ne Arbeit hat macht sich wel­che” 😉 Ist natür­lich ärger­lich mit der Steck­do­se, wobei ich auch zuge­ben muss dass ich so eine Steck­do­se noch nie gese­hen habe. Bei sowas ist es schon gut wenn man es selbst machen kann, so wie auch mit der Tür. 

    Bei der Maus muss­te ich grin­sen, denn auch ich hat­te die Tage eine im Haus. War in der Bade­wan­ne und kam nicht mehr raus (Gott sei Dank). Ein­ge­fan­gen und wie­der nach drau­ssen gebracht soll sie sich dort ihr Fut­ter suchen *gg*

    Die soge­nann­te Lan­ge­wei­le kommt für Gar­ten- und Haus­be­sit­zer nie auf 😉

    Euch einen schö­nen Tag, bleibt gesund und passt auf euch auf

    Lie­be Grüsse

    N☼va

  3. Hal­lo ihr Beiden,
    ja, die Sams­ta­ge sind immer mit sol­chen klei­nen oder auch grö­ße­ren Arbei­ten gefüllt und sie neh­men kein Ende *lächel*
    Herr­lich hast Du wie­edr von Eurem schö­nen Zuhau­se geschrie­ben, lachen m,ußte ich aller­dings über den gna­den­lo­sen, alles abmä­hen­den Mäh­ro­bo­ter *lach*
    Ich wün­sche Euch einen ange­neh­men und freund­li­chen Tag, paßt auf Euch auf und bleibt gesund!
    ♥️ Aller­lieb­ste Grü­ße, Clau­dia ♥️

  4. Ganz wun­der­bar (abge­se­hen vom Was­ser­steck­do­sen­ab­mä­hen), wie ihr die Sams­ta­ge mit Arbeit und Leben füllt.
    Tja, die ech­ten Gärt­ne­rin­nen und Gärt­ner sind um Ideen und Auf­ga­ben nie verlegen. :–)
    Einen lie­ben Gruss zu euch,
    Brigitte

  5. Guten Mor­gen flei­ßi­ger Gärtner,
    da hast du ja viel erle­digt und du weißt ja Aus Erfah­rung wird man klug
    und dazu gehö­ren auch Miss­ge­schicke. Wie auch immer du hast alles
    super gut bewäl­tigt und kannst dir auf die Schul­ter klop­fen, denn den
    Sams­tag hast du hob­by-arbeits­mä­ßig gut ausgefüllt.
    Schmun­zel­grü­ße zu dir, bleibt gesund, Karin Lissi

  6. Ha lustig! Bei uns ist Sams­tag auch der Tag an dem wir Lärm im Gar­ten machen. Sonn­tag ist nicht nur von den Nach­barn her Ruhe­zeit, son­dern auch gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Und das ist auch gut so, auch wenn man, wenn man berufs­tä­tig ist, nur am Wochen­en­de Zeit hat, Maschi­nen zu betä­ti­gen. Wir über­le­gen immer am Frei­tag, was am Wochen­en­de zu tun ist und tei­len die Auf­ga­ben, dann in lär­mend (sams­tags) und ruhig (sonn­tags) ein. Klappt auch gut 🙂
    Lie­be Grü­ße, Petra

  7. Guten Mor­gen
    Oh da konn­te ich mehr­mals schmunzeln.
    Wenn man schon mal sel­ber hand­an­legt, anstatt dem Robo­ter das Mähen zu über­las­sen, gerät man auch noch in Schwie­rig­kei­ten. Aber du hast das ja toll gemei­stert. Ich wuss­te gar nicht, dass es sol­che Was­ser­steck­do­sen gibt.
    Dass sich die Türe nun plötz­lich ganz Öff­nen lässt ist bestimmt unge­wohnt. Das ken­ne ich nur zu gut, denn ich bin auch ein Gewohnheits-Mensch.
    Euch bei­den einen fro­hen Diens­tag und lie­be Grüessli
    Eda

  8. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Da seid ihr aber sehr flei­ßig gewe­sen an die­sem Sams­tag. Und beim näch­sten Mal über­lasst ihr wie­der dem Robo­ter das Mähen und harkt lie­ber das Laub, oder?
    Ich wün­sche Euch eine schö­ne Woche!
    Herz­li­che Grüße
    Steffi

  9. Tina von Tinaspinkfriday

    Oh ja, euer Sams­tag ist mei­nem Göga der Mitt­woch. Ich kann gar nicht mehr zäh­len wie oft er schon die Mini­dü­sen der Rasen­be­wäs­se­rung abge­mäht hat. 🙄
    Aber natür­lich woll­test Du nur die Wirt­schaft ankurbeln. 😂
    Lie­be Grü­ße Tina

  10. 😀
    wer kei­ne arbeit hat macht sich wel­che und säbelt die was­ser­steck­do­se weg ;-D
    ich fin­de es immer inter­es­sant, wie viel man schafft wenn man erst­mal im flow ist.….. der BW hat letz­tens die klem­men­de tür des wind­fangs neu justiert — als ich mich wie gewohnt beim raus­ge­hen dage­gen gewor­fen hab, bin ich fast auf den vor­platz gestürzt man­gels wider­stand. hät­te ja wirk­lich ein schild auf­hän­gen kön­nen: *vor­sicht — flutscht wieder*!
    fro­hes schaf­fen wei­ter­hin! xxxx

  11. Rasen­mä­hen muss hoch­gra­dig ansteckend sein, jeden­falls ist das bei uns hier so ;O)))). Im Herbst gibt es immer noch aller­hand zu erle­di­gen und wenn das Wet­ter mit­spielt, macht es ja auch richt­gen Spaß.
    Lie­ben Inselgruß
    Kerstin

  12. Ja, so ist es, wenn man Haus und Gar­ten hat. Da gibt es immer etwas zu tun und ist des­halb eh zu hau­se — auch ohne Lock­down. Dank­bar soll­te man sein, wenn der GG Hand­wer­ker ist, und vie­les selbst repa­rie­ren kann. Für Gar­ten­be­sit­zer, die nicht mehr im Berufs­le­ben ste­hen, wie wir, ist jeden Tag „Sams­tag”. Des­halb wird auch schon mal am Mitt­woch das Laub gefegt — aber am Sams­tag liegt trotz­dem wie­der Laub auf dem Rasen und will geharkt werden.
    LG Agnes

  13. was­ser­steck­do­sen haben wir nicht, aber dafür vie­le stei­ne, die dem rasen­mä­her schon mal den gar­aus machen. neu­er­dings lie­gen auch öfter dicke kie­sel auf der wie­se — immer da, wo die wühl­mäu­se gro­ße löcher gebud­delt haben… seit wir kei­ne kat­zen mehr haben, füh­len sich die mäu­se auch im schup­pen pudel­wohl! da haben wir auch schon des öfte­ren löcher stop­fen müs­sen. wie du schon sagst, es gibt immer was zu tun. und nicht immer sind sie spaßig.
    lie­be grüße
    mano

  14. Ja, beson­ders im Herbst gibts mäch­tig viel zu tun und hier sind zum Glück die Nach­barn auch am Sonntag
    sehr agil 🙂 da dür­fen wir dann auch. Nur unter Mit­tag ist hier über­all Ruhe.
    Ganz vie­le lie­be Grü­ße von der Urte und bleib gesund!

  15. Was für ein schö­ner Bericht und auch der Blick in den Gar­ten mit Teich war sehr ange­nehm. Aber wir wis­sen doch alle, …
    Die Mäu­se sind klug und möch­ten es auch schön warm und kusche­lig in Herbst und Win­ter, und wenn dann auch noch das Vogel­fut­ter in der Nähe ist, dann ist es wie eine Ein­la­dung. Ob wie sich nun wirk­lich aus­sper­ren las­sen, habe ich mich gefragt. Bestimmt ist im Dach noch ein Durch­lass. Es bleibt span­nend. Ich wün­sche euch zwei ein schö­nes Wochen­en­de und genießt den Sonnenschein.

    Vie­le lie­be Grü­ße an euch zwei aus Heidelberg
    Annette

    … die heu­te auch im Gar­ten arbei­tet, weil die Son­ne so schön scheint.

  16. That is so true, the­re is always a thousand things to do or repair in a hou­se and a gar­den! I lea­ve the water in the gar­den pond in the autumn, all the fal­len lea­ves as well. Ear­ly in May we emp­ty the pool and clean it and put new clean water. Wis­hing you a lovely Satur­day this week too, remem­ber to relax also!

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