Das Taubenschwänzchen

Macroglossum stellatarum

Das Taubenschwänzchen gehört zu den Schwärmern und damit zu der Familie der Schmetterlinge. Mich wundert nicht, dass das Taubenschwänzchen zu den Schwärmern gehört, denn bei diesem Insekt kann man sehr leicht ins Schwärmen kommen. Mir geht es jedenfalls immer so. Und ist es nicht auch so, dass das Taubenschwänzchen eigentlich nichts anders ist, als ein heimlicher Kolibri?

Schwärmer

Mich interessiert auch oft, die Bedeutung von Worten. Jeder versteht wohl das Wort Schwarm oder schwärmen, aber woher kommt es? Und was bedeutete es ursprünglich. Klar, zuerst wird Tante Google gefragt. Ist eben einfach. Aber alles, was Google mir vor die Füsse warf, war unbefriedigend. Ein Eintrag behauptet sogar Schwärmer bedeutete ursprünglich Sektierer, was nicht ganz falsch ist, und viele Fragen offen lässt.
Schließlich bin ich dann doch wieder beim guten alten Buch gelandet. (Ich bin eben in der Hinsicht ein Schwärmer…)
Schwarm geht auf das altgermanische swarm zurück und bezog sich damals so viel man weiß auf einen Bienenschwarm. Erst im 16. Jahrhundert kam die Bedeutung “wirklichkeitsfern denken” im Sinne von Schwärmer hinzu, was dann schließlich in den Sektierer mündete. Heute würde man wohl Aluhut sagen.
Um an die Nahrung zu kommen, muss das Taubenschwänzchen nicht landen. Es verhält sich wie ein Kolibri.

In unserem Garten macht sich das Taubenschwänzchen besonders gern über die Blüten des patagonischen Eisenkrauts her, noch ein Grund mehr, diese schöne Staude im Garten zu haben.

Und fotogen ist das Taubenschwänzchen auch noch.

Das Taubenschwänzchen überfliegt das patagonische Eisenkraut.

Der Rüssel ist übrigens rund drei Zentimeter lang. Das bietet die Möglichkeit an Nektar zu kommen, der für andere Insekten einfach unerreichbar ist.

Flugkunst

Wusstest Du, dass Schwärmer sehr gut fliegen können? Manche erreichen sogar Geschwindigkeiten von bis zu 50 km pro Stunde und können Distanzen von bis zu 2000 km überwinden. Dabei wurden sie in der Schweiz auch schon in Höhen von rund 2500 Metern gesehen. Ich finde, das ist sehr viel für so ein kleines Insekt.

Außerdem kann das Taubenschwänzchen wie ein Hubschrauber einfach so in der Luft stehen bleiben. Die Natur ist voller Wunder, die mir Respekt abverlangen. Wir als Menschen sind mit all unserer Technik weit von dem entfernt, was die Natur, selbst im Kleinsten vollbringen kann.

Woher kommt das Taubenschwänzchen?

Ursprünglich sind diese Insekten im Mittelmeerraum beheimatet und vertragen verständlicherweise keine tiefen Temperaturen. Trotzdem machen sie sich sobald es warm genug ist auf die Reise zu uns. Dank ihrer hervorragenden Flugkünste ist das für das Taubenschwänzchen kein Problem.

Und da die Winter, in Deutschland, ja eigentlich gar keine Winter mehr sind, kann das Taubenschwänzchen mittlerweile auch bei uns an geschützten Stellen, oder eben da, wo es warm genug ist, überwintern.

Wir wünschen Dir einen schönen Tag.

Viele liebe Grüße

Loretta und Wolfgang

Loretta Nießen

Loretta: Fotos

Wolfgang Nießen

Wolfgang: Text

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21 Comments

  1. Liebe Loretta, Lieber Wolfgang,
    Ich kann mich nicht dazu durchringen, vom schwärmen zum Aluhut zu kommen. Denn bei dem, was diese Menschen alles so glauben, da komme ich eher zum zweifeln. Aber beim Taubenschwänzchen gerate ich ebenfalls ins Schwärmen. Leider habe ich es dieses Jahr bei uns nicht gesehen. Dabei kam es die Jahre davor so gerne vorbei und naschte am Phlox. Vielleicht war es ihm dieses Jahr nicht warm genug bei uns, denn wir hatten ja nicht so viele Tage über 30 Grad.
    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
    Herzliche Grüße
    Steffi

  2. Guten Morgen lieber Wolfgang,
    ja die sind so schön und deine Fotos sind auch sehr schön.
    Ich habe mal vor Jahren auf dem Mörikepfad welche gesehen und auch fotografiert,
    kann man auf meinem Blog anschauen. Ich setze dir jetzt aber keinen Link rein, weil ich das
    auch nicht mag.
    Wer will kann ja suchen. Kennst du Servus TV, da habe ich so Kolibris gesehen und dachte
    doch, dass es Taubenschwänzchen sind.
    Vielleicht sehe ich sie wieder, wenn ich in ein paar Tagen mal wieder den Mörikepfad mache.
    Da warte ich aber noch, bis die Blätter etwas bunter sind.

    Dir einen schönen Sonntag und liebe Grüße,
    ich sitze schon fast im Sattel und freue mich, all das, was mich belastet wegzuradeln.

    Liebe Grüße Eva

    1. PS:
      Nun ja, Aluhut, da gibt es solche und solche.
      Aber lieber ein Aluhut, denn hier gibt es ganz interessante und vor allem intelligente Menschen, als ein Schlafschaf. zu sein.
      Ich finde es immer wieder ganz schlimm, wie man sich hier bekriegt und vor allem wie die Leute miteinander umgehen.
      MEin Nachbarin hatte neulich Besuch und sie waren im Garten und schon klingelte die Polizei. Ich glaube es einfach nicht.
      Neulich habe ich gelesen, dass diese Person Jedem, der keine Maske trägt, das Nasenbein zertrümmert, nun, da muß sie aufpassen,
      denn sie kann dann auch ein Brillenhämatom bekommen, lautete die Antwort eines Bekannten. Schlimm ist das schon.
      Wir werden sehen, was noch wird und selbst Herr Söder hat ja zugegeben, dass die Infektionen steigen auch nur weil sie mehr testen.
      Wer infiziert ist, ist noch lange nicht krank.
      Wir führen leider Krieg und der Riss geht durch ganze Familien. Ich akzeptiere jede Meinung, aber man muß nun mal meine auch akzeptieren und
      ich stecke keinen an, denn ich trage vorschriftsmäßig, wenn auch widerwillig meinen Mundschutz.

      Liebe Grüße Eva

      1. Liebe Eva,
        das wichtigste ist aus meiner Sicht, dass wir miteinander reden. Dazu gehört eben auch die Bereitschaft, sich mit unter abwegige Argumente und Standpunkte anhören zu müssen, zumal abwegig zum Teil auch im Auge des Betrachters liegt. Das gilt für alle Seiten.
        Sofort die Polizei zu rufen halte ich nicht unbedingt für sinnvoll. Beim nächsten Mal wird Deine Nachbarin mit ihrem Besuch eben einfach in der Wohnung bleiben.

        Viele liebe Grüße
        Wolfgang

  3. Was sind das für Klasse Aufnahmen von dem Taubenschwänzchen ich bin begeistert. Auch auf unserer Terrasse kam diesen Sommer fast täglich in den Abendstunden eines vorbei und ich weiss wie schwierig es ist sie zu fotografieren. Grosses Kompliment.
    L G Pia

  4. Was für klasse Aufnahmen!!! Genauso klasse auch die Bezeichnung mit dem heimlichen Kolibri. Zumindest lassen mich solche Aufnahmen es erahnen, denn ein Taubenschwänzchen habe ich noch nie real gesehen; Kolibris damals in CDN aber und natürlich auch “gefüttert”. Bin echt begeistert von euren Bilder, so tolle Details die sich erkennen lassen. Weiterhin viel Freude damit und euch noch ein wundervolles Wochenende

    Liebe Grüsse

    N☼va

  5. Traumhaft schöne Aufnahmen vom Taubenschwänzchen, ich bin total begeistert und freue mich auch immer riesig, wenn es uns besuchen kommt. Ein ganz besonders gern gesehener Gast in unserem Garten. Herzlichen Dank für diese zauberhaften Aufnahmen.

    Ein schönes Spätsommerwochenende
    wünscht Euch
    Anke

  6. Hallo!
    Auf unserem Balkon in der Innenstadt, kommt das Taubenschwänzchen öfter zu Besuch, auch hier vorzugsweise an Verbena bonariensis. Es ist einfach faszinierend zuzusehen, wie es jede einzelne Blüte aussaugt. In unserem Pachtgarten habe ich leider noch nie eins gesehen.
    Viele Grüße
    Daniela

  7. Ein Taubenschwänzchen!! Wie süß ist das denn?! Als wir ganz frisch eingezogen waren, hatten wir auch mehrere Sommer über eines im Garten. Doch leider bleibt es schon seit einigen Jahren fern! Schön, es bei Euch zu sehen! Habt ein fabelhaftes Wochenende, Ihr Lieben. Herzlichst, Nicole

  8. Das sind ganz phantastische Bilder des Taubenschwänzchens, ganz großes Kino!!! Leider habe ich noch nie eines gesehen.
    Liebe Wochenendgrüße
    Roswitha

  9. Boah, die Aufnahmen sind aber echt richtig toll! Ich bin immer schon froh, wenn man auf meinen Taubenschwänzchenbildern sieht, was es sein soll…
    LG
    Centi

  10. Brilliant photography. I’ve never seen them in action so close. Fantastic
    Naush
    www.doodlebuddies.net

  11. erstmal – hammerfotos!!!
    sogar bei uns – kurz vor sibirien ;-D – habe ich das taubenschwänzchen schon gesichtet. es liebt vor allem die staudenwicke…..
    und ja – bei manchen themen, die nicht so populistisch sind oder sich nicht leicht in bares ummünzen lassen, ist das internet kein guter ratgeber. da findet man oft nix oder nur dürftiges, das dann auch noch falsch zitiert wurde. aber ist mir auch schon vorgekommen bei diesen “preiswerten” büchern, welche seit ein paar jahren den markt überschwemmen – gern vertrieben per postwurf-katalog. (schwiegerpapi hatte da so seine schwachen momente – möge er in frieden ruhen).

  12. wow
    das sind ja fantastische BIlder
    da hast du das Taubenschwänzchen aber gut erwischt
    hier war es auch .. aber nur kurz
    und natürlich viel zu schnell 😉

    liebe Grüße
    Rosi

  13. Hallo Loretta, hallo Wolfgang!
    So nah habe ich sie noch nie gesehen und wenn, dann hätte ich sie bestimmt nicht so gut einfangen können.
    Inforeich sind deine Erklärungen zum Taubenschwänzchen…ein entzückender Name übrigens!

    Ein schönes Wochenende
    und liebe Grüße

    Anne

  14. Wow, sind die Fotos toll! Ich hab schon mehrfach darüber gelesen – selbst gesehn hab ich noch keins. Aber kann ja noch werden, nun sensibilisiert durch Euren Beitrag… schaue ich vielleicht auch besser hin –
    Liebe Grüsze und einen sonnenwonnigen Sonntag
    Mascha

  15. ich hab noch nie so tolle bilder vom taubenschwänzchen gesehen! einfach hinreißend!! ich mag diese zauberhaften kleinen flattertiere auch unheimlich gerne, obwohl ich dieses jahr leider kein einziges gesehen habe.
    liebe grüße
    mano

  16. Echtes Fotografenglück!
    Ich hab diese tollen Schwärmer erst im Mittelmeerraum in den 1970er Jahren kennengelernt, aber dann immer wieder auch welche im Rheintal entdeckt, auch den großartigen Ligusterschwärmer.
    Ich verlass mich eh auf meine alten Kosmosführer bei Pflanz und Tier. Ich finde Zeichnungen auch aussagekräftiger als Fotos, wenn ich was bestimmen will. Gute Illustratoren bringen alle wesentlichen Erkennungsmerkmale aufs Bild. Inzwischen wird es aber schon mal schwierig bei all den Neophyten & Neozoen. Hier treibt sich eine goldschimmernde Schabe herum, die ich erst mit Hilfe eines Münchner Spezialisten bestimmen konnte. Klar, stammt sie doch aus Marokko!
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

  17. Liebe Loretta, lieber Wolfgang,
    ja, das Taubenschwänzchen hat etwas von einem Kolibri. Ich warte jedes Jahr darauf, dass sie wiederauftauchen. Inzwischen kann man sich auch fast schon darauf verlassen. Das ist wie mit der Holzbiene. Die Klimaerwärmung hat uns eine Reihe neuer Insekten auch ins Rhein-Main-Gebiet gebracht. Ich warte nun auf die erste Gottesanbeterin in unserem Garten. Sie wurde immerhin schon gesichtet. Danke für die schönen Bilder.
    Herzliche Grüße und noch einen schönen Sonntag.
    Elke

  18. Tina von Tinaspinkfriday

    Hallo ihr Lieben,
    wir haben kürzlich auch eins bei uns beobachtet und sind lange nicht auf den Namen gekommen.
    Eure Fotos sind toll geworden, meinen Respekt dafür!
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

  19. Wie habt Ihr nur diese Bilder hinbekommen. Ich habe auch mal versucht, ein Taubenschwänzchen abzulichten. Aber, keine Chance! Die sind ja sowas von schnell! Auf jeden Fall sind es sehr faszinierende Tiere.
    Viele Grüße von
    Margit

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