Das Patagonische Eisenkraut

Verbena bonariensis

Mitt­ler­wei­le brei­tet sich das Pata­go­ni­sche Eisen­kraut in unse­rem Gar­ten durch Selbst­aus­saat immer wei­ter aus. Aber woher kommt die­ses Kraut eigentlich?

Herkunft der Verbena bonariensis

Der bota­ni­sche Name bona­ri­en­sis ver­rät es schon, denn in die­sem Namen steckt die argen­ti­ni­sche Haupt­stadt Bue­nos Aires. In die­ser Stadt ent­deck­ten Euro­pä­er die Pflan­ze zum ersten Mal. Des­halb stol­pert man auch oft über die Bezeich­nung Argen­ti­ni­sches Eisen­kraut. Es gehört zur Gat­tung Ver­be­na, die mit über 250 ver­schie­de­nen Arten daherkommt.

Wo hält sich das Eisenkraut gerne auf?

Das Patagonische Eisenkraut (Verbena bonariensis) in unserem Garten als Begleiter der Rosen.

Ursprüng­lich haben wir das Eisen­kraut als Beglei­ter in unse­rem Rosen­gar­ten gepflanzt. Da es kaum Laub hat, ver­trägt es sich gut mit ande­ren Stau­den und eben auch Rosen. Es nimmt ande­ren Pflan­zen kaum Licht weg.

Wir fin­den auch die Kom­bi­na­ti­on mit dem rot­blätt­ri­gen Lam­pen­put­zer­gras sehr schön.

Das Patagonische Eisenkraut kombiniert mit rotblättrigem Lampenputzergras

Hin­zu kommt, dass es ohne­hin viel Son­ne braucht, was bei der Her­kunft aus Süd­ame­ri­ka auch kein Wun­der ist. Der Boden soll­te locker und humus­reich sein. 

Aller­dings wächst das Eisen­kraut bei uns mitt­ler­wei­le auch an Stand­or­ten, die eher schon halb­schat­tig sind, und wo der Boden teil­wei­se sogar leh­mig ist. Unser Sitz­platz im Rosen­gar­ten wird auch schon bela­gert, dort wächst es zwi­schen dem Pol­ster­t­hy­mi­an, so dass wir dort jetzt einen schö­nen Kon­trast haben. Die eine Pflan­ze blüht direkt über dem Boden, wäh­rend die ande­re mit ihren Blü­ten hoch hin­aus will.

Ist Verbena bonariensis winterhart?

Nur bedingt, im Win­ter soll­te man die Stau­de mit Laub oder ähn­li­chem schüt­zen. Wir machen das nicht und erfreu­en uns trotz­dem jedes Jahr an den wun­der­vol­len Blü­ten­stän­den. Das liegt schlicht an der Selbst­aus­saat, den selbst wenn die Mut­ter­pflan­ze, den Win­ter nicht über­steht, die Samen kom­men durch.

Damit das funk­tio­niert muss man die Samen­stän­de natür­lich bis zum Früh­jahr ste­hen las­sen. Wenn das nicht gewünscht ist, schnei­det man die Blü­ten nach der Blü­te bis auf cir­ca 20 Zen­ti­me­ter zurück.

Pflege

Das Pata­go­ni­sche Eisen­kraut ist am rich­ti­gen Stand­ort äußerst pfle­ge­leicht. Im Netz kann man lesen, dass sie gele­gent­lich von Mehl­tau befal­len wird. Bei uns ist das in all den Jah­ren noch nie vor­ge­kom­men. Das ein­zi­ge, was wir machen, ist die Pflan­ze hin und wie­der zu stüt­zen, damit sie bei Wind nicht umknickt, das ist aber auch schon alles. Ähn­lich wie Eiben mag das Eisen­kraut aber kei­ne nas­sen Füsse, das Was­ser soll­te im Boden immer gut abflie­ßen kön­nen. Bei Eiben haben wir mit Stau­näs­se schon sehr schlech­te Erfah­run­gen machen müs­sen.

Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang

Schau doch mal hier rein

23 Comments

  1. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Das pata­go­ni­sche Eisen­kraut habe ich auch im Gar­ten und ich lie­be es sehr. Im Vor­gar­ten hat es sich gut aus­ge­brei­tet und sicher wird es das auch im Ter­ras­sen­beet machen. Wenn man es zwi­schen eben­falls höhe­re Stau­den pflanzt, knickt es auch nicht um und Mehl­tau hat es bei mir bis­her auch nicht bekom­men, obwohl es schon Nach­barn mit Mehl­tau hat­te. Ich mag auch sehr, dass die Pflan­ze sehr Trocken­heits­ver­träg­lich ist.
    Ich wün­sche Euch ein schö­nes Wochenende!
    Herz­li­che Grüße
    Steffi

  2. Lie­be Loret­ta und lie­ber Wolfgang,

    das pato­go­ni­sche Eisen­kraut ist wirk­lich eine ganz beson­de­re Stau­de, sie ist mir zum ersten Mal auf der Buga in Koblenz auf­ge­fal­len, dort hat­ten sie ganz tol­le Staudenbeete.

    Wie immer ein sehr inter­es­san­te Vor­stel­lung von Euch, auch die Bil­der sind wunderschön.

    EIn son­ni­ges Herbstwochenende
    wünscht Euch
    Anke Schlosser

  3. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    wie span­nend, die­ses Kraut ist wirk­lich inter­es­sant und es hat einen lan­gen Weg hin­ter sich.
    Es ist ja oft so, wenn Pflan­zen schon län­ger bei uns hei­misch gewor­den sind, stel­len sie sich auch vom Sonnen‑, Licht-und Tem­pe­ra­tur­be­darf her auf die hie­si­gen Ver­hält­nis­se um.
    Ich wün­sche euch ein son­ni­ges und fei­nes Herbst-Wochenende,
    herz­lichst moni

  4. Silke - Miteinander-Bücher

    Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    ich mag das Pata­go­ni­sche Eisen­kraut auch sehr. Ich habe es letz­tes Jahr das erst Mal gepflanzt und hat­te eigent­lich damit gerech­net, die­ses Jahr auf sei­ne Keim­lin­ge war­ten zu müs­sen. Aber den letz­ten Win­ter haben mei­ne Mut­ter­pflan­zen unbe­scha­det über­stan­den. Ich bin gespannt, wie es im näch­sten Jahr sein wird.
    Was ich auch ganz wun­der­bar an die­ser Pflan­ze fin­de: Es blüht immer noch 🙂
    Euch in schö­nes Wochen­en­de und lie­be Grüße
    Silke

  5. Ver­be­na bona­ri­en­sis is a won­der­ful late sum­mer bloo­mer. In Fin­land it is not win­ter har­dy and it must be pre cul­ti­va­ted every spring. Many a time too much work for me. The­re are some self­sown seed­lings to be seen, but they have not enough time to grow and bloom. May­be I’ll cul­ti­va­te them next spring! Thank you for a reminder.

  6. Ich habe auf den ersten Blick päd­ago­gi­sches Eisen­kraut gelesen 😁

    Ein schö­ner Farb­tup­fer ist die­ses Kraut.
    Vie­le Grüße

  7. Uns macht die Ver­be­ne auch viel Freu­de. Sie blüht so lan­ge und ist sehr genügsam.
    LG
    Magdalena

  8. Das Eisen­kraut mag ich auch sehr gern und die Schmet­ter­lin­ge lie­ben es. Zum Glück sät es sich auch hier immer wie­der aus, am lieb­sten auf den Rin­den­mulch­we­gen. Ich pflan­ze die Säm­lin­ge dann zurück ins Beet.
    Lie­be Grü­ße und habt ein schö­nes Wochenende
    Heike

  9. Traude "Rostrose"

    Ser­vus ihr Lieben -
    wie­der stellt ihr eine wun­der­ba­re Pflan­ze vor! Bei mei­nen Wal­kin­grun­den kom­me ich übri­gens immer wie­der mal an einem Gar­ten vor­bei, in dem eben­falls die­ses Eisen­kraut wächst — und da dar­auf auch vie­le Bie­nen abfah­ren dürf­ten, habe ich natür­lich Lust, die­ses Pflänz­chen auch in unse­rem Gar­ten azusiedeln 🙂
    Ganz herz­li­che rostro­si­ge Grü­ße und schö­nes Wochenende!
    Traude

  10. Hal­lo ihr beiden,

    man sieht ganz deut­lich, dass der Herbst in eurem Gar­ten ein­ge­zo­gen ist. Gelb- und Rot­tö­ne mischen sich nun unter das Grün.
    Ich mag das Eisen­kraut auch ger­ne. Im letz­ten Jahr war es aber in mei­nem Gar­ten ver­schwun­den und ich dach­te natür­lich, die Pflan­zen wären eingegangen.
    Umso mehr erstaunt war ich in die­sem Jahr, dass sich das Eisen­kraut wie­der hier und da zeigt, auch an Stel­len, wo ich ursprüng­lich die Pflan­ze gar nicht gesetzt hatte.
    Bei unse­ren Nach­barn gegen­über blüht es jetzt sogar in einer Rit­ze am Bür­ger­steig direkt vor der Hauswand.
    Das zeigt, der Samen ver­teilt sich ganz von selbst. 🙂

    Bie­nen, Hum­meln, Schmet­ter­lin­ge mögen es gerne. 🙂

    Lie­be Grü­ße und ich wün­sche euch ein schö­nes Wochenende
    Christa

  11. Das Eisen­kraut ist wun­der­hübsch! Ich mag es auch zwi­schen den Rosen. Hachz.. lila. Mei­ne Lieb­lings­gar­ten­far­be im Moment! Herz­lichst, Nicole

  12. Ich wün­sche euch ein wun­der­schö­nes Wochen­en­de, herzllichst Tina

  13. Die­ses Eisen­kraut habe ich die­ses Jahr erst ganz bewusst auf eini­gen Blogs wahrgenommen.
    Vor­her kann­te ich es gar nicht.
    Ich fin­de es toll, die Far­be gefällt mir und das Selbst­aus­sä­hen fin­de ich auch praktisch.
    Viel­leicht soll­te ich es näch­stes Jahr auch mal pflan­zen, habe näm­lich eine Stel­le im Gar­ten frei…
    Dan­ke für die aus­führ­li­che Bera­tung und schö­nen Sonntag,
    Nicole

  14. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Ich bin auch sehr froh, dass sich das Argen­ti­ni­sches Eisen­kraut in mei­nem Gar­ten ange­sie­delt hat und sich jetzt jedes Jahr von selbst ver­mehrt. Es wächst von allein an vie­len Stel­len und erfreut beson­ders jetzt im Herbst, wenn ande­re Pflan­zen bereits „schlapp” machen. Mehl­tau konn­te ich auch noch nicht dar­an entdecken.
    Vie­le Grü­ße Doris

  15. Lie­be Loret­ta, Lie­ber Wolfgang,
    die lie­be ich, die Ver­be­na bona­ri­en­sis! Als win­ter­hart hat sie sich hier nicht erwie­sen. Meh­re­re Male neu gekauft und ver­sucht, sie über den Win­ter zu brin­gen. Nun ver­su­che ich es mit Aus­saat und zwar nicht gezielt. Die­ses Jahr habe ich ein Exem­plar im Gemü­se­gar­ten, das wohl mit dem Kom­post, in dem abge­schnit­te­ne Blü­ten­stän­de waren, dort­hin kam.
    In Erman­ge­lung eines aktu­el­len Gar­ten­po­stes bin ich so frei, heu­te den ersten Bei­trag mei­nes neu­en Blogs hier zu ver­lin­ken. Zukünf­tig tren­ne ich Garten& Haus von Rad­fah­ren, Wan­dern und ande­ren Outdooraktivitäten.
    Lie­be Grüße
    Karen

  16. Das Eisen­kraut ist toll. Erst woll­te es bei mir nicht. Jetzt samt es sich zuver­läs­sig aus. Wir aber auch nicht zu viel bzw. man kann es gut in Schacht hal­ten. Toll, wie die klei­nen Blü­ten über dem Beet zu schwe­ben scheinen.
    Vie­le Grü­ße von
    Margit

  17. Ver­be­nen sind ein­fach klas­se, wenn sie über dem Stau­den­beet schwe­ben. Neben Ver­be­na bonar. mag ich Ver­be­na hasta­ta auch so gern…beide Sor­ten säen sich auch flei­ßig in den Beet­fu­gen aus.
    Ich wün­sche euch bei­den einen fei­nen Abend — lie­ben Gruß, Marita

  18. Ich hät­te ger­ne wel­ches, aber auf dem begrün­ten Gara­gen­dach — und da kann ich Stau­näs­se nicht aus­schlie­ssen. Also kein Eisenkraut…
    Herzlichst
    yase

  19. Ich bin von dem Kraut auch begei­stert, seit ich es nach der Wen­de in Goe­thes Gar­ten in Wei­mar ent­deckt habe. Ich habe es mir dann sel­ber aus Samen gezo­gen und es hat den Win­ter aller­dings nicht über­stan­den. Momen­tan habe ich ein Exem­plar in einem Topf, weil ich die Blü­ten für einen Strauß haben woll­te. Es treibt gera­de nee Blü­ten­stän­gel aus. dank eures Tipps wer­de ich es im Win­ter schüt­zen, viel­leicht bleibt es mir dann treu.
    Eine gute neue Woche!
    Astrid

  20. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolf­gang, male­risch schön, dan­ke für’s Zei­gen und Lust dar­auf machen, es noch­mal zu ver­su­chen! Mein erstes patag. Eisen­kraut war nach dem Win­ter ver­schwun­den und hat nicht aus­ge­samt. Den­ke der Boden war dort zu ver­dich­tet, mal schau­en. Alles Gute euch und eine schö­ne Woche! Bianca

  21. Ach, ich lie­be die­ses Eisen­kraut und habe es doch noch nicht in mei­nem Gar­ten. Wie­der so ein schö­ner Post, sehr inter­es­sant und wie immer mit tol­len Bil­dern! Vie­len Dank dafür!
    Wün­sche euch noch eine schö­ne Rest­wo­che und grü­ße herzlich
    Ingrid

  22. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    die­ses Eisen­kraut habe ich mitt­ler­wei­le auch in mei­nem Beet und freue mich über die Besu­cher dar­an :O) Den ersten Win­ter hat­te es gut über­stan­den, und ich konn­te mich in die­sem JAhr über mehr Blü­ten erfreu­en :O)
    Ich wün­sche Euch einen zau­ber­haf­ten Tag!
    ♥️ Aller­lieb­ste Grü­ße, Clau­dia ♥️

  23. Aber Sie brau­chen nur ein paar Samen aus­rei­fen las­sen, dann erscheint das Eisen­kraut zuver­las­sig in der nach­sten Sai­son Die Pfle­ge ist kaum der Rede wert: Am rich­ti­gen Stand­ort mussen Sie nur im Fruh­jahr die alten Stan­gel entfernen

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