Die Johannisbeere

In unse­rem Gar­ten wach­sen meh­re­re Sträu­cher der schwar­zen (Ribes nig­rum) und der roten Johan­nis­bee­re (Ribes rubrum) und erfreu­en uns jetzt wie­der mit ihren schö­nen Früch­ten. Zusätz­lich gibt es auch noch die wei­ße Johan­nis­bee­re (Ribes sati­va) und die Blut­jo­han­nis­bee­re, die aller­dings nicht für den Ver­zehr gedacht ist, son­dern nur zur Zier­de ange­pflanzt wird.

Man kann die Johan­nis­bee­re natür­lich direkt vom Strauch essen oder man gibt sie ins mor­gend­li­che Müs­li und ver­leiht so dem Früh­stück eine beson­de­re, sai­so­na­le Note. Oder man ver­wen­det sie für einen Kuchen oder für Mar­me­la­de. Der Phan­ta­sie sind da kei­ne Gren­zen gesetzt. 

Die rote Johannisbeere in unserem Garten.

Johannisbeeren sind gesund

Wirk­lich!

Sie ent­hal­ten eine Men­ge Stof­fe, nach denen unser Kör­per stän­dig ver­langt und gehö­ren defi­ni­tiv zum Super­food. Nur, dass die­ses Super­food im hei­mi­schen Gar­ten wächst und nicht von irgend­wo­her impor­tiert wer­den muss. Damit ist es dann auch noch ökologischer.

So fin­det sich viel Vit­amin C in den Früch­ten, aber auch Cal­ci­um, Kali­um, Phos­phor, Pek­tin sowie vie­le Frucht­säu­ren. Und gera­de rote Johan­nis­bee­ren ent­hal­ten zudem auch noch vie­le Bal­last­stof­fe. Grund­sätz­lich ent­hal­ten alle Pflan­zen Bal­last­stof­fe, schließ­lich han­delt es sich hier­bei um pflanz­li­che Fasern, die weit­ge­hend unver­dau­lich sind.

Eigent­lich habe ich ja irgend­wann mal gelernt, dass man sich von jedem Bal­last befrei­en soll­te. Bei Magen und Darm ist das wohl anders… Dabei klingt der Name Bal­last­stof­fe ja allei­ne schon belastend.

Die rote Johan­nis­bee­re wur­de bis zur Mit­te des drei­zehn­ten Jahr­hun­derts übri­gens weit­aus mehr geschätzt als die schwar­ze Johan­nis­bee­re, die man gar als Stink­wurz bezeich­ne­te. Erst Hil­de­gard von Bin­gen emp­fahl die schwar­ze Johan­nis­bee­re als Heil­mit­tel. Und ein fran­zö­si­scher Abt wid­me­te ihr 1712 sogar ein gan­zes Buch „Die wun­der­ba­ren Eigen­schaf­ten von Schwar­zen Johannisbeeren“.

Die Beeren setzten mit ihrer roten Farbe einen Akzent im Garten.

Standort

Die Johan­nis­bee­re gibt sich so gut wie mit jedem Boden zufrie­den, den man ihr anbie­tet, in der Hin­sicht ist sie abso­lut unkom­pli­ziert. Ger­ne bevor­zugt sie es aber, wenn der Boden viel Humus zu bie­ten hat. Unzu­frie­den wird sie nur, wenn sie mit den Füßen dau­ernd im Was­ser steht. Das mag sie gar nicht. 

Außer­dem soll­te der Stand­ort etwas frost­ge­schützt sein, da die Johan­nis­bee­re ihre Blü­ten recht früh im Jahr ent­wickelt und so ein Besuch der Eis­prin­zes­sin im Früh­jahr die zar­ten Blü­ten leicht schä­di­gen kann.

Am lieb­sten steht die Johan­nis­bee­re in der Son­ne, wenn das nicht mög­lich ist, kann es aber auch ein leicht schat­ti­ger Stand­ort sein.

Vermehren

Im Inter­net fin­det man eine Rei­he von Anlei­tun­gen, wie man die Johan­nis­bee­re ver­meh­ren kann. Wir haben aller­dings die Erfah­rung gemacht, dass man die­se gan­zen Anlei­tun­gen nicht wirk­lich braucht. Die Johan­nis­bee­re treibt sehr gut aus und es reicht oft schon, wenn man die abge­schnit­te­nen Zwei­ge ein­fach in den Boden steckt. Aller­dings dür­fen die Stücke nicht zu kurz sein. Wir emp­feh­len 30 — 40 Zen­ti­me­ter lan­ge Zwei­ge, die man unge­fähr zehn Zen­ti­me­ter tief setzt. Den Boden soll­te man natür­lich feucht hal­ten, sonst schafft es selbst die­se Bee­re nicht.

rote Johannisbeeren in unserem Garten.

Woher kommt der Name Johannisbeere?

Der Name geht wohl auf den Täu­fer Johan­nes zurück, des­sen Geburts­tag am 24. Juni gefei­ert wird. Und genau zu die­ser Zeit sind auch die Johan­nis­bee­ren reif. Wenn denn die Natur mitspielt. 

Wir wün­schen Dir ein wun­der­schö­nes Wochenende.

Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang

Schau doch mal hier rein

15 Comments

  1. Moin, moin ihr Bei­den. Eure Sträu­cher tra­gen wirk­lich sehr üppig. Das sieht aus­ge­spro­chen lecker aus. Wobei ich die Bee­ren im Roh­zu­stand nicht wirk­lich mag. Ich ken­ne sie vor­al­lem noch aus der Kind­heit, aus dem Gar­ten mei­ner Eltern. Viel­leicht wür­den moder­ne Sor­ten heu­te bes­ser schmecken.
    Kommt gut durch die Hit­ze und ein schö­nes Wochen­en­de. Lie­be Grü­ße — Elke

  2. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    ich lie­be Johan­nis­bee­ren ♥♥♥ Wie ger­ne wür­de ich jetzt durch euren Gar­ten spa­zie­ren und mir die fri­schen Bee­ren auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen. Ich mag sie in jeder Form: frisch, als Mar­me­la­de, als lecke­re, hei­ße Krö­nung auf ein fei­nes Eis.…
    Habt ein fei­nes Wochen­en­de und immer ein schat­ti­ges Plätzchen,
    herz­lichst moni

  3. Hal­lo zusam­men, dan­ke für Euren span­nen­den Bei­trag! Bee­ren habe ich erst seit die­sem Jahr in Betracht gezo­gen für unse­ren klei­nen Gar­ten… viel­leicht gibt es irgend­wo noch eine Ecke, die ich dafür nut­zen kann?
    Lie­be Grü­sse, Miuh

  4. Edgarten - Gartenblog

    Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    oh ja, jetzt sind die Johan­nis­bee­ren reif. Die bei­den Sträu­cher auf mei­nem Bal­kon tra­gen extrem vie­le Früch­te. Sobald Abend der Schat­ten kommt, wer­de ich eini­ge Ablesen.
    Euch ein schö­nes Wochen­en­de und lie­be Grüsse
    Eda

  5. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,

    Albert Schweit­zer hat so Recht mit sei­nen Worten. 🙂

    Hmmmm, Johan­nis­bee­ren mag ich auch sehr ger­ne. Sehr erfri­schend auf einer Kugel Vanil­le­eis, aber ich koche auch ger­ne Gelee davon, beson­ders in Kom­bi­na­ti­on mit Himbeeren.
    Selbst kann ich kei­ne ern­ten, bekom­me aber immer wel­che von lie­ben Nach­barn, die dann manch­mal nicht wis­sen, wohin damit. 

    Lie­be Grü­ße und kommt gut durch das hei­ße Wochenende
    Christa

  6. Bei mir sind es heu­te die Kir­schen! Mas­sen haben wir in die­sem jähr, wäh­rend die Johan­nis­bee­ren enttäuschen.
    Trotzt gut der Hitze!
    Herzlich
    Astrid

  7. Me encan­tan las gro­sel­las. Saludos.

  8. Yammi.…da wür­de ich wahr­schein­lich bei jedem Gang vor­bei naschen und es wür­de nicht sehr viel übrig blei­ben für Mar­me­la­de und Co *gg* Ich lie­be die­se Früchtchen^^

    Wün­sche euch noch einen schö­nen Sonn­tag und sen­de vie­le Grüsse

    N☼va

  9. Lie­be Loret­ta und lie­ber Wolfgang,

    Eure Johan­nis­bee­ren schau­en ja super aus und die Früch­te sind so gesund, das ist wohl wahr.

    Wir haben in man­chen Jah­ren Johan­nis­beer­ge­lee aus den Früch­ten gemacht, ist etwas müh­sam, aber schmeckt sehr lecker.

    Som­mer­li­che Sonntagsgrüße
    von Anke

  10. Mei­ne Johan­nes­bee­re ist lei­der noch nicht ganz so weit. Ich habe sie schon als Kind geliebt, habe sie mir immer an die Ohren gehängt und nun habe ich sel­ber 1 Strauch im Vor­gar­ten (nen­ne ihn immer mei­nen Nasch­gar­ten). Mei­ne Toch­ter mag sie auch sehr gern. Herz­lichst Kirsten

  11. Hmmm, da habe ich doch glatt Lust gleich wel­che zu pflücken!

    Ich habe heu­te mal bei dir ver­linkt, in der Hoff­nung, dass mein Blüm­chen erkannt wird. Ich weiß nicht, wel­che Art ich da foto­gra­fiert habe!

    Lie­be Grüße

    Anne

  12. Hal­lo ihr Zwei,
    vie­len Dank für so viel Inter­es­san­tes über die Johan­nis­bee­re. Ich sel­ber habe sie auch im Gar­ten, sie gedeiht dort gut und beschert uns jedes Jahr lecke­re Bee­ren. Das man sie so ein­fach ver­meh­ren kann, wuss­te ich nicht. Das wer­de ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
    Euch Bei­den noch einen schö­nen Sonntag.
    Lie­be Grü­ße von Petra.

  13. Mei­ne Johan­nis­bee­ren brau­chen noch. Momen­tan sind noch die Erd­bee­ren dran. Aller­dings sind die die­ses Jahr ziem­lich mick­rig! Mal sehen, wie sich die Johan­nis­bee­ren ent­wickeln werden.
    Vie­le Grü­ße von
    Margit

  14. Traude "Rostrose"

    Hal­lo ihr Lieben,
    wir haben eben­falls rote und schwar­ze Johan­nis­bee­ren im Gar­ten — bei uns in Ö hei­ßen sie übri­gens Ribi­sel 🙂 Die roten sind heu­er aller­dings schon fast abge­ern­tet, sie waren enorm früh reif… Ich glau­be, den Rest las­sen wir den Vögeln. Von den schwar­zen gibt es noch ein paar weni­ge … Wir mischen Ribi­sel beson­ders gern mit unse­ren ande­ren Bee­ren — im Obst­sa­lat, in Joghurt, im Müsli…
    Ich wün­sche dir einen guten Start in die neue Woche und in den Juli!
    Herz­li­che rostro­si­ge Sonntags-Grüße,
    Traude

  15. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,
    Eure Johan­nis­bee­ren ste­hen wun­der­schön da! Da fällt mir ein, ich woll­te am Wochen­en­de auch bei unse­ren nach­schau­en, wir haben ja so zwei alte Stöcke ste­hen, aber es war zuuuu heiß … das werd ich heu­te mal nach­ho­len :O)
    Ich wün­sche Euch einen guten Start in einen hof­fent­lich nicht mehr so hei­ßen Juli!
    ♥ Aller­lieb­ste Grü­ße, Claudia ♥

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