Obsträucher schneiden

Die Stachelbeere treibt aus.

Unser Nutz­gar­ten in einer Ecke des Gar­tens ist nicht beson­ders groß, aber dort wach­sen Früch­te, die wir ganz beson­ders schät­zen, die Johan­nis­bee­re und die Sta­chel­bee­re.
Wie jedes Früh­jahr, so haben wir auch dies­mal die Sträu­cher geschnit­ten. Das tun wir damit die Sträu­cher bes­ser tra­gen und weni­ger anfäl­lig für Krank­hei­ten sind.
Zu vie­le Äste im Strauch bedeu­ten mehr Blät­ter, die nicht nur um das Licht mit ande­ren Blät­tern kon­ku­rie­ren, son­dern auch die Früch­te in den Schat­ten stel­len. Manch­mal sor­gen die Blät­ter sogar dafür, dass sich erst gar kei­ne Frucht aus­bil­det weil sie die Son­ne für sich allei­ne beanspruchen.

Unsere Obststräucher.

Weg mit der alten Konkurrenz

Also heißt es Sche­re raus und los geht’s.
Alle alten Trie­be, beson­ders in der Strauch­mit­te, müs­sen wei­chen, denn schon nach nur vier Jah­ren kann man an alten Trie­ben nicht mehr viel ern­ten. Die­se Trie­be sind dann nur noch Kon­kur­ren­ten um Licht und Nähr­stof­fe.
Äste in Boden­nä­he kann man eben­so gna­den­los ent­fer­nen, auch sie bekom­men ein­fach nicht genug Licht.

Obststräucher schneiden.

Johannisbeere vermehren

Nach unse­rer Erfah­rung lässt sich ein Johan­nis­beer­strauch sehr ein­fach ver­meh­ren. Wenn man Äste, die den Boden berüh­ren nicht abschnei­det, schla­gen sie von ganz allei­ne Wurzeln.

Ein Trieb der Johannisbeere, der Wurzeln geschlagen hat. Solche Triebe findet man beim Schneiden der Obststräucher.

Man kann aber auch ein paar Äste, die man sowie­so schon abge­schnit­ten hat, ins Was­ser stel­len und war­ten bis auch sie Wur­zeln aus­trei­ben. Und manch­mal reicht es sogar, wenn man so einen abge­schnit­te­nen Ast ein­fach in die Erde steckt. Das hat bei uns auch schon geklappt.

Äste der Johannisbeere.

Die­ses Schnitt­gut muss man dann auch nicht mehr häck­seln oder sonst­wie beseitigen.

Geschnit­ten haben wir dann auch noch die Grä­ser. Die­sen Hügel hat­ten wir schon vor ein paar Jah­ren mit Grä­sern neu gestal­tet.

Unser Hügel mit Gräsern.

Zum Schluss haben wir noch eine Weis­heit aus dem alten Chi­na für Dich, die sicher­lich nicht nur auf den Gar­ten zutrifft:

Neid sieht nur das Blu­men­beet, nie den Spaten.

Wir wün­schen Die eine wun­der­vol­le Woche.

Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang

Schau doch mal hier rein

26 Comments

  1. Guten Mor­gen Wolf­gang,
    ich habe mal aus Jux und Dol­le­rei beim Gar­ten­bau­ver­ein in Asperg einen
    Obst­baum­schnitt­kurs mit­ge­macht, das hat mir aber nich viel gebracht, weil ich das eh nicht machen wer­de.
    Bei uns in der Anla­ge kommt der Gärt­ner und bei mei­nem Eltern zuhau­se kam immer der Baum­wart, der das erle­digt hat.
    Schön, wenn Mann das selbst erle­di­gen kann.
    Mit lie­ben Grü­ßen Eva

  2. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolf­gang,
    dan­ke für die Erin­ne­rung, denn mei­ne Johan­nis­bee­ren habe ich noch nie geschnit­ten. Die letz­ten paar Jah­re tru­gen sie schön Früch­te und gedie­hen gut. Jetzt wer­de ich sie mir mal näher anse­hen und das alte Holz aus­schnei­den.
    Euch wün­sche ich einen son­ni­gen Diens­tag und
    lie­be Grü­sse
    Eda

  3. Schön Euer Bericht über Obst­schnitt. Bei Euch scheint das Kli­ma auch etwas mil­der zu sein und das lädt natür­lich zu sol­chen Aktio­nen ein!
    Bei uns im Rhein/Main Gebiet ist es auch rela­tiv mild, die For­sy­thi­en blü­hen schon und da schnei­de ich immer die Rosen. LG.…Stephanie

  4. Oha, Obst­baum­schnei­den, ich habe im Rhein­land von einem 90Jährigen Bau­ern gelernt. Ich war mit einem Freund da, es war sein Opa, und zusam­men haben wir einen Baum nach dem ande­ren beschnit­ten. Fas­zi­nie­rend, was sich dann kur­ze Zeit spä­ter bei den Bäum­lein tut. Das Prin­zip der Aus­schal­tung von Kon­kur­renz, genau 🙂 Oder das Aus­rich­ten der Apfel­baum­zwei­ge, sogar mit Sei­len, so dass sie bes­ser tra­gen.
    Ein wenig selt­sam ist es aber trotz­dem, zu viel habe ich damals in mei­nem Gar­ten nicht gemacht, da ich immer Angst hat­te, ich beschnei­de zu sehr, ob ich über­haupt das Recht habe, ein Bäum­lein so stark zum Tra­gen zu brin­gen — aber da hab´ ich wohl ne kräf­ti­ge Mei­se.
    Altes Holz aus­schnei­den dage­gen, da kam ich mir immer wie ein Dok­tor vor, der heilt :), das fand ich schö­ner.
    Ich fin­de es groß­ar­tig, was ihr da so alles macht, ich habe mitt­ler­wei­le ja nur noch einen Bal­kon (bezie­hungs­wei­se ja GAR kei­nen bis August, seufz).
    So genie­ße ich die Bil­der und euer Tun umso mehr, habt es herr­lich, einen ganz lie­ben Gruß von der Méa, die sich im Moment nur noch um einen ein­zi­gen klei­nen Oli­ven­baum kümmert

  5. Lie­be Loret­ta, Lie­ber Wolf­gang,
    frü­her habe ich die Bee­ren­sträu­cher nie geschnit­ten. Die­sem Ver­säum­nis zum Trotz tru­gen sie trotz­dem gut. Seit die Bee­ren­sträu­cher das Gemü­se­gar­ten­are­al umrun­den, schnei­de ich regel­mä­ßig. Ich kann bestä­ti­gen, das beson­ders Johan­nis­beer­stecken gut anwach­sen.
    Lie­be Grü­ße
    Karen

  6. Ach ja, mei­ne schö­nen Bee­ren­sträu­cher sind mir durch Ver­nach­läs­si­gung, Trocken­heit, extre­men Licht­man­gel durch Über­wu­che­rung vom Schling­knö­te­rich bzw. Pilz­be­fall irgend­wann alle ein­ge­gan­gen 🙁 Die­ses Jahr muss ich den Nasch­gar­ten-Strei­fen end­lich mal frei­schnei­den und dann habe ich ab dem näch­sten Jahr hof­fent­lich wie­der mehr Glück. Nur mit Hei­del­bee­ren wer­de ich es nie wie­der vesu­chen. Die herr­li­chen Sträu­cher hat­te ich mit dem Gar­ten geerbt, aber immer waren die Dros­seln schnel­ler beim Ern­ten — so wie bei der Fel­sen­bir­ne 😉
    LG Sil­ke

  7. Hal­lo Wolf­gang mei­ne Bee­ren­sträu­her schnei­de ich schon grob bei der Ern­te, dann neh­me ich schon die älte­sten dunk­len dick­sten Trie­be her­aus. Dies för­dert den Frcu­tan­satz für das kom­men­de Jahr , führt zu weni­ger Neu­aus­trieb und hat auch eine bes­se­re Wund­hei­lung. Die­sen Som­mer­schnitt füh­re ich auch bei den Apfel­bäu­men durch direkt nach der Ern­te . und absen­ker habe ich auch von den Johan­nis­bee­ren und Sta­chel­bee­ren so gezo­gen. Oft hilft auch noch ein Draht oder ein Stein beim Anwur­zeln. Lg von Frauke 

  8. Guten Mor­gen lie­be Loret­ta und Wolf­gang, vie­len Dank für so gute Tipps. Mei­ne Bee­ren­sträu­cher habe noch nie geschnit­ten. :)) Ich wer­de gleich den näch­sten Tage tun. Und ver­meh­ren wer­de ich auch mal pro­bie­ren.
    Lie­be Grü­ße aus Ber­lin,
    Simo­na

  9. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolf­gang,
    der Spruch gefällt mir. Es ist ja wirk­lich oft so, dass man nur das Ergeb­nis sieht und nicht den mühe­vol­len, arbeits­rei­chen Weg dahin. Johan­nis­bee­ren nasche ich beson­ders ger­ne.
    Lie­be Diens­tags­grü­ße
    moni

  10. Muy inte­res­an­te. Besitos.

  11. Ich hab ja kei­ne Bee­ren­sträu­cher — aber ich wer­de mir das trotz­dem merken..und eine gute Idee mit der Ver­meh­rung, viel­leicht kann ich mir ja von mei­ner Freun­din so einen kosten­lo­sen Steck­ling holen.… flei­ßig seid Ihr gewe­sen — super sieht das alles aus! Ja der Spruch ist tref­fend!
    Aber Neid ist GsD kei­ne Schwä­che mei­ner­seits.
    Aber klar benei­de ich Euch um die­sen herr­li­chen Gar­ten, aber ich weiss sehr wohl, was da alles für Anstren­gun­gen und Arbeit dahin­ter steckt!
    Mir reicht unser klei­nes Gärt­chen hier voll und ganz um zu ver­ste­hen wie­viel Arbeit alles macht!
    BRAVO auch noch die Zeit dann immer für die Blo­g­ar­beit auf­zu­brin­gen!
    Seid lieb gegrüßt von
    Susi

  12. Ich schnei­de der Sta­chel­bee­re immer im Febru­ar die Spit­zen, seit­dem war der Sta­chel­beer­mehl­tau nie wie­der da.
    VG
    Elke

  13. Ich habe nur weni­ge Bee­ren­sträu­cher im Gar­ten, aber die hal­te ich auch jung, indem ich die alten Trie­be abschnei­de.
    Ob es wohl in die­sem Som­mer wie­der so vie­le Bee­ren gibt wie im ver­gan­ge­nen Jahr?
    Lie­be Grü­ße von Ingrid, der Pfälzerin

  14. Wenn ich aus dem Well­ness­ho­tel Vinsch­gau kom­me, wer­de ich mei­ne Bäu­me auch mal wie­der schnei­den müs­sen. Aber ich tue es ger­ne, weil ich mei­nen Gar­ten sehr liebe 🙂

    Lie­be Grüße

  15. Hal­lo Ihr Bei­den, sehr nütz­li­che Tips für den Gar­ten, gran­di­os, herz­li­chen Dank.
    Die Weis­heit ist auch sehr zutref­fend. Vie­le sehen gar nicht, wie viel har­te Arbeit
    dahin­ter steckt, wenn man sei­nen Gar­ten lie­be­voll gestal­tet. Aber die Haupt­sa­che
    ist, man kennt kei­nen Neid und erfreut sich an den schö­nen Din­ge.
    Habt eine gute Zeit, lie­be Grü­ße, Karin Lissi

  16. lei­der habe ich neue johan­nis­bee­ren gepflanzt und war­te schon seit zwei jah­ren auf mar­me­la­de :)))) lg

  17. Gera­de hat es noch­mals Schnee gege­ben. Mei­ne Sträu­cher habe ich noch nie geschnit­ten, weil ich kei­ne Ahnung habe.… nun hat sich das gera­de geän­dert 😊 Wenn es trocken ist, wer­de ich mal mei­nen Sträu­chern einen Besuch abstat­ten, und die Gar­ten­sche­re mit­neh­men…
    Das Zitat ist soo tref­fend…
    Herz­lichst
    yase

  18. Mei­ne Johan­nis­bee­ren schnei­de ich auch immer.
    Sie tra­gen dann tat­säch­lich bes­ser. Aber der Tipp mit dem Ver­meh­ren ist toll!
    Das werd ich mal aus­pro­bie­ren. Ich hät­te gern noch mehr schwar­ze Sträu­cher. Die
    Bee­ren sind so lecker in Marmelade 🙂
    Lie­be Grü­ße Urte

  19. Hal­lo zusam­men, das Beschnei­den vom Apfel- und dem Kirsch­bäum­chen in unse­rem Gar­ten ist bereits erfolgt — seit dem Erlass dies vor März zu erle­di­gen haben wir uns gesputet…

    …dan­ke für die guten Tipps!

    Vor­früh­lings­haf­te Grüß­le von Heidrun

  20. stachel-&johannisbeer sol­len auch in unse­ren gar­ten ein­zie­hen, das „neu­land” ist genau der rich­ti­ge fleck dafür. dan­ke für die tips zum schnei­den und vermehren!
    xxxx

  21. Hal­lo Wolfgang,
    gut gemacht, der Umzug ist Dir gelun­gen. Nun teste ich mal die Kommentarfunktion 🙂
    Bis mor­gen beim Vorfrühlingsglück.
    Lie­be Grüße
    Karen

  22. Lie­ber Wolfgang,
    Im letz­ten Jahr habe ich bei mei­ner Oma die Josta­bee­re ken­nen­ge­lernt. Sie ist eine sehr lecke­re Mischung aus schwar­zer Johan­nis­bee­re und Sta­chel­bee­re. Ich habe drei Zwei­ge geschnit­ten und mit­ge­nom­men. Zu Hau­se in die Erde gesteckt sind zwei gekom­men. Eine Pflan­ze habe ich ver­schenkt und eine habe ich behal­ten. Sie treibt schon wie­der. Jetzt bin ich gespannt, wann sie das erste Mal tra­gen wird. Die Ver­meh­rung geht wirk­lich problemlos.
    Lie­be Grüße
    Steffi

  23. Hal­lo Wolfgang,

    das ist ein inter­es­san­ter Bei­trag und auf alle Fäl­le sehr lehr­reich. Wir haben kei­nen Platz für Sta­chel- und Johan­nis­beer­bü­sche, den­noch lese ich dei­ne Hin­wei­se sehr gern. Bei mei­nen Eltern hat­ten wir frü­her eini­ge Büsche die­ser lecke­ren Früchte. 

    Der chi­ne­si­sche Spruch ist so wahr, dan­ke dafür!

    lg Bar­ba­ra

  24. Ach, das müs­sen wir auch drin­gend machen. Ein alter Johan­nis­beer­strauch ist im letz­ten Jahr den Wühl­mäu­sen zum Opfer gefal­len. Vie­len Dank für den Tipp mit der Vermehrung.
    LG
    Magdalena

  25. Your gar­den loo­ks beau­ti­ful in the spring time, too. Espe­cial­ly the cor­ner with gra­sses pro­mi­ses a lot for the next sum­mer. Beau­ti­ful pho­tos — hap­py gardening!

  26. Hal­lo Ihr Zwei,
    noch mehr akti­ve Frühlingsgärtner :-)!
    Es tut ja immer biss­chen weh, das Schnei­den, und man zwei­felt, ob es jetzt zuviel war, aber ist der ein­zi­ge Weg für fit­te Sträu­cher und tol­le Früch­te. Johan­nis­beer­sträu­cher machen auch süch­tig: Bald zie­hen hier noch eine schwar­ze Hed­da und die erste Rot­lau­bi­ge ein.
    Am letz­ten We woll­ten wir unse­re Kennt­nis­se zu Apfel­bäu­men Ver­edeln und besuch­ten einen eben­sol­chen Kurs 🙂 . Puh, nicht ohne, die­se Technik… 

    Lie­be Grüße
    Corinna

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