Das Nest, das vom Himmel fiel

Eines Mor­gens war es plötz­lich da. Das Nest, das vom Him­mel ein­fach so in unse­ren Gar­ten fiel, fast schon wie ein Mete­or aus den Tie­fen des Welt­alls. Snup­pi ent­deck­te es als erster. Ein Ei muss wohl auch noch dar­in gele­gen haben, viel­leicht waren es auch nur die Schalen. 

Ei, Schale, Eierschale

Zer­zaust schaut es aus. Kein Wun­der nach die­sem Sturz. Aber den­noch kann man den Plan der Bau­mei­ster sehen. 

Das Nest, das vom Himmel fiel gehörte wahrscheinlich Elstern

Außen die gro­ben Äste der Bir­ke, innen Gras­hal­me und Moos. Hei­me­lig ist es und sta­bil, so wie ein Nest sein muss. 

Nest, Elster

Ist das nicht ein Schutz­wall? Musst Du nicht auch an die Dor­nen­hecke aus Dorn­rös­chen den­ken? Aber hier müs­sen selbst Prin­zen drau­ßen blei­ben.   Viel­leicht fiel es aus der Bir­ke? Von oben, von ganz oben, und klein g hat die gan­ze Zeit an ihm gezerrt, so wie es immer zieht und zerrt an allem, was sich sei­ner Kraft wider­setzt, und am Ende bleibt die­ses klei­ne g doch immer Sieger. 

(g ist die Erd­an­zie­hungs­kraft und wird salopp schon mal als klein g bezeich­net. Dar­aus folgt natür­lich auch, dass wenn Dir mal was run­ter fällt, dann ist es immer „klein g” schuld.)

Die Elstern in unserem Garten bauen ihr Nest gerne ganz Oben in einer Birke.

Ja, aus der Bir­ke, da kam es wohl her. Und ich ste­he bewun­dernd vor die­sem Nest, das zwei Bau­mei­ster, zwei Elstern, ganz ohne schwe­re Maschi­nen und ande­re Hil­fen, ganz allei­ne in Rekord­zeit bau­ten, und dann muss ich plötz­lich an den Ber­li­ner Flug­ha­fen den­ken. Und hier ist die Geschich­te dann zu Ende, und das ist auch bes­ser so, für die­sen Flug­ha­fen, der noch einer wer­den will. 

Wir wün­schen Dir eine wun­der­vol­le Woche und hof­fen, dass bei Dir nur Gutes vom Him­mel fällt. 

Vie­le lie­be Grüße

Loret­ta und Wolfgang 

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28 Kommentare zu „Das Nest, das vom Himmel fiel“

  1. Lie­ber Wolfgang, 

    ja das sind wohl die Wun­der der Natur, über die wir immer wie­der stau­nen kön­nen. Das mit Eurem Nest ist ja eine schö­ne Geschichte.

    Als wir unse­ren Apfel­baum noch hat­ten, haben die Elstern doch auch ein Nest gebraut, das war schon beein­druckend, da auch so rie­sig. Aller­dings war ich davon nicht so begei­stert („unse­re” Amseln auch nicht), da die Elstern es ja auch auf die Jung­vö­gel abge­se­hen haben.

    Herz­li­che Grü­ße
    von Anke

  2. Guten Mor­gen Loret­ta,
    Vogel­ne­ster sind schon Bau­kunst pur und da gibt es auch kein öffent­li­ches Bau­recht dafür, die Vögel dür­fen bau­en, wie sie wol­len und einen Archi­tek­ten und einen Stand­si­cher­heits­nach­weis brau­chen sie auch nicht. Das hält, das sind wirk­li­che Baumeister. 

    Aber beim Sturm kann es halt pas­sie­ren, dass das Nest mal her­un­ter­fällt und es hält trotz allem noch. Schon toll!

    Mal sehen, wo das Nest bei dir einen neu­en Platz fin­den wird.

    Mit lie­ben Grü­ßen Eva

  3. The birds are incredi­b­ly skil­ful — one can just admi­re. I had to goog­le what you meant with the air­port of Ber­lin. Now I know 🙂 The­se things hap­pen: our metro from Hel­sin­ki to west­wards, to Espoo is final­ly finis­hed after 10 years!

  4. Lie­ber Wolf­gang, lie­be Loret­ta,
    was für ein könig­li­cher Post 😉 Habe nun ein brei­tes Grin­sen im Gesicht — ob des Flug­ha­fens…
    Und was für ein Bau­werk die­ses Nest, archa­isch und wun­der­schön, vol­ler Kraft, und doch muss­te es wei­chen, klein g war uner­bitt­lich. So etwas fin­de ich so scha­de. Die Tier­lein haben nun kei­ne Zeit mehr die­ses Jahr… Aber solch eine klu­ge Elster kann ja 16 Jah­re wer­den, näch­stes Jahr wird es sicher­lich noch ein wenig mehr klein-g-pro­of 😉
    Nur mit Schnä­beln und Kral­len geschaf­fen… Wenn da bei uns kein Respekt auf­kommt, wann dann?
    Habt es könig­lich und mögen die Böen bei euch sanft sein ;), alles Lie­be von der Méa

  5. Oh wie schön, die­ses Nest, die Elstern soll­ten sich unbe­dingt des Ber­li­ner Flug­ha­fens anneh­men!
    Und ich freue mich auch, „klein g” ken­nen­zu­ler­nen. Ich behaup­te ja bei sol­chen unver­hoff­ten Fall­ma­nö­vern immer: „Die Schwer­kraft ist heu­te wie­der beson­ders stark!„
    Aber viel­leicht macht „klein g” dann gera­de nur Auf­bau­trai­ning?
    Herz­li­che Grüeß an euch von
    Petra

  6. Lie­be Loret­ta, lie­ber Wolfgang,

    das erle­ben wir lei­der öfter, dass plötz­lich ein Nest am Boden liegt oder auch mal ein­fach ein ein­zel­nes Ei, bei dem man sich wirk­lich dann fragt, woher es gekom­men sein mag, wo gar kein Nest weit und breit zu sehen ist.
    Oh ja, Vögel sind wirk­lich sehr gute Bau­mei­ster und schaf­fen ein tol­les Zuhau­se für den Nach­wuchs.
    Erstaun­lich ist auch, was so alles dabei ver­baut wird. 🙂

    Vie­len Dank für euren tol­len Bei­trag zum Nest, das wohl aus der Bir­ke zu Boden fiel, war­um auch immer.
    Bei Nach­barn hat in die­sem Jahr im Ahorn­baum ein Elstern­paar ihr Nest aus dem Vor­jahr abge­tra­gen und die Zwei­ge zu einem ande­ren Baum geschleppt, einer Bir­ke und dort haben die bei­den es neu auf­ge­baut und auch erfolg­reich gebrütet.

    Lie­be Grü­ße
    Chri­sta

  7. ohh
    jetzt muss­te ich ein­mal schmun­zeln 😉
    ja so ein Nest ist schon ein klei­ner Kunst­werk
    obwohl Elstern da eher lider­li­che Bau­mei­ster sind ..
    vor jah­ren habe ich mit­er­lebt wie sich ein Nest vor unse­ren Augen qua­si auf­ge­löst hat
    es war schon ein Loch im Boden und dann fiel es ganz aus­ein­an­der
    3 Jun­ge plump­sten aus gro­ßer Höhe auf den Boden
    eins war gleich tot ..die 2 ande­ren pack­ten wir in ein Käst­chen ..
    zum Glück zog die Mut­ter der Bekann­ten jun­ge Vögel auf und sie nahm sich der Elstern an
    sicher hat der Stum euer Nest vom Baum geweht ..
    lie­be Grü­ße
    Rosi

  8. Ich muss ja geste­hen dass ich Nester per se groß­ar­tig fin­de: ein kom­ple­xes, äußerst sta­bi­les Gebil­de. Jedes Nest beginnt mit einem wacke­li­gen Zweig in einer wacke­li­gen Ast­ga­bel. Wei­te­re Äst­chen wer­den nur durch Nut­zung des Schna­bels (ohne Hän­de!) ver­wo­ben. Was für eine Lei­stung! Und die mei­sten Nester über­ste­hen Wind und Wet­ter! Da soll­ten sich mensch­li­che Archi­tek­ten wirk­lich mal ein Bei­spiel neh­men!
    Vie­le Grü­ße,
    Krü­mel

  9. Auch wenn es ja trau­rig ist, der Nach­wuchs hat es hof­fent­lich geschafft und inter­es­sant ist es immer wie­der wenn man sol­che Bau­kunst sieht.

    Vie­le Grü­sse
    Nova

  10. Ein tol­ler Fund! In mei­nen Zei­ten als Leh­re­rin hat­te ich in Schau­kä­sten auch ein solch gro­ßes Exem­plar eines Elster­ne­stes, auch nach einem Sturm von einer Schü­le­rin gefun­den. Das schön­ste Nest in die­ser Samm­lung war aber das des Zaun­kö­nigs, ganz aus Moos, unheim­lich fest und doch weich ver­ar­bei­tet.
    Es ist span­nend, sich da mit den ver­schie­de­nen Bau­mei­stern zu beschäf­ti­gen, denn es gibt unheim­lich sorg­fäl­ti­ge und eher locker-nach­läs­si­ge 😉
    LG
    Astrid

  11. Ich bin auch immer wie­der erstaunt, wie per­fekt und kunst­voll Vögel ihre Nester bau­en. Ganz ohne Hän­de und Werk­zeug. Hof­fent­lich war das Elster­nest nicht mehr bewohnt, als es aus dem Baum fiel.
    Lie­be Grü­ße
    Hei­ke

  12. Lie­be Loretta,lieber Wolf­gang,
    was für ein Kunst­werk das ist! Wenn man sisch die Nester aus der Nähe betrach­tet, erkennt man erst die­se flei­ssi­ge und fili­gra­ne Arbeit, die die Vögel da lei­sten!
    Sehr scha­de, daß es her­un­ter­fiel, aber, das ist nun mal die Gefahr, wenn man ganz oben in den Zwei­gen nistet .… und die Win­de der letz­ten Tage waren sehr stür­misch …
    Dan­ke fürs zei­gen!
    Ich wün­sche Euch noch einen zau­ber­haf­ten Tag!
    ♥ Aller­lieb­ste Grüße,Claudia ♥

  13. Lie­be Loretta,lieber Wolf­gang,
    ich bewun­de­re schon immer die Kunst des Nest­baus. Die Tie­re beherr­schen das ein­fach per­fekt!
    Ich habe dar­über schon wirk­lich wun­der­ba­re Doku­men­ta­tio­nen gese­hen. In echt sieht man dann erst, wie durch­ge­plant hier jeder Halm, jedes Feder­chen, jeder Zweig sei­nen Platz fin­det und wie unglaub­lich sta­bil sie sind.
    Lie­be Grü­ße
    moni

  14. Hal­lo ihr bei­den,
    Elstern kön­nen das wohl gewe­sen sein, wenn man die Grö­ße betrach­tet. Das ist ja echt wie­der ganz typisch, dass die neu­gie­ri­ge Hun­de­na­se ziel­ge­rich­tet auf die Eier­scha­len los geht. Fas­zi­nie­rend oder? Wir sehen Eier­scha­len und die Vier­bei­ner rie­chen da wohl mehr und span­nen­de­res, als sie sehen. Ken­ne ich auch so von meinem. 

    Jetzt, wo immer weni­ger Blät­ter in den Bäu­men hän­gen sieht man auch wie­der, wo im Som­mer jemand gewohnt hat, ohne dass man es merk­te. So zum Bei­p­spiel auch in unse­rem noch jun­gen Hasel­nuß­baum in der gro­ßen Wie­se. Da ist ganz oben fest mit den Zwei­gen ver­wun­den ein klei­nes Nest­chen. Also hat unser Baum schon einen öko­lo­gi­schen Nut­zen, wenn Tie­re dar­auf und dar­um leben.
    Müsst ihr auch so viel Auf­räum­ar­bei­ten jetzt lei­sten, nach dem Orkan am Wochen­en­de? Bei mir schaut es aus, als wäre ne Bom­be hoch­ge­gan­gen.…
    Fro­hes Räu­men dann und lie­be Grü­ße der Achim

  15. Ein schö­nes Exem­plar. Ich habe auch schon so eini­ge die­ser Fund­stücke und freue mich immer wie­der dar­an. Es ist eben ein­fa­cher, wenn nur Herr und Frau Vogel bau­en und nicht fürch­ter­lich vie­le mehr oder weni­ger begab­te Vögel ein Mit­spra­che­recht haben wol­len.…
    Lie­be Grüße

  16. ich bin immer wie­der fas­zi­niert von den nest­bau­ten unse­rer ein­hei­mi­schen vögel. da gibt es wirk­lich wun­der­bar­ste exem­pla­re! schön, ein­mal ein elster­nest von nahem zu sehen. sonst kann ich es immer nur von fer­ne in der hohen bir­ke unse­rer nach­barn betrach­ten!
    lie­ben gruß von mano

  17. Lie­ber Wolf­gang, das ist wahr­lich ein schö­nes Nest. Die Erbau­er haben sich sicht­lich Mühe gege­ben. Bei uns fin­det sich nur sel­ten ein Nest im Gar­ten. Scha­de eigentlich.

    LG Kath­rin

  18. Das ist ein wun­der­schö­nes Nest!
    Zau­ber­haf­te Auf­nah­men — einem Wach­hund wie Snup­pi ent­geht ja auch nichts, klar!

    Dem Vogel ein Nest, der Spin­ne ein Netz, dem Men­schen Freund­schaft.
    Wil­liam Blake

    Ein fei­nes Wochen­en­de wün­sche ich Euch schon mal!

  19. Den Nest­bau der gefie­der­ten Freun­de kann man nur bewun­dern. Ich bin immer beein­druckt, wie­viel Gepu­ste und Geschau­kel sie aus­hal­ten.
    Schö­nes Wochen­en­de!
    Mag­da­le­na

  20. Was für ein tol­les Nest ist Euch denn da vor die Füße gefal­len?
    Wun­der­bar schaut es aus, bloß nicht weg­wer­fen. Das kann man bestimmt noch deko­ra­tiv in einer Ecke ver­wen­den.
    Ja, die Natur ist in man­chen Din­gen halt ein­fach wei­ter als der Mensch…
    Lie­ben Gruß
    Nico­le

  21. Ach Gott ja, hat­te ich auch schon­mal. Das Nest­chen liegt jetzt immer noch hier, zur Zier­de mit Kera­mi­k­ei­er­chen bestück. Es wur­de ja nicht­mehr ange­nom­men.
    Lie­be Grü­ße
    Moni­ka

  22. Hal­lo Wolf­gang,
    Elstern­ei­er sind nicht weiß, bei dem auf dem Boden hät­te ich auf Rin­gel­tau­be getippt. Aber ob die Elstern aus Nestern geklau­te Eier in ihrem eige­nen bun­kern?
    VG
    Elke

    1. Lie­be Elke,
      das Nest und das Ei wur­den so von Snu­pi und danach erst von so auf dem Boden gefun­den. Wir haben tat­säch­lich schon öfters zwei Tau­en in unse­rem Gar­ten beob­ach­ten kön­nen. Viel­leicht ist da Ei von ihnen.

      Vie­le lie­be Grü­ße
      Wolf­gang

  23. Ach das mit dem Flug­ha­fen wird nüscht mehr, muss es mei­ner­seits auch nicht. Viel zu nah an der Stadt und den Natur­schutz­ge­bie­ten.
    Das Nest sieht irgend­wie wie ein Kogel aus, aber Du schreibst ja das es Elstern gebaut haben und kei­ne Eichkater.

    Einen wun­der­vol­len Herbst wünscht euch BAstelfeti

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