Lost Places Limberger Kopf

Auf einer meiner Fahrradtouren durch die nähere Umgebung, habe ich Überreste des Basaltabbaus am Limbergs Kopf gefunden. Hier wurde Basalt von guter Qualität bis Ende der 50er Jahre abgebaut. Mit dem hier gefundenen Gestein ließ sich das herstellen, was am teuersten zu verkaufen war: Pflastersteine.
Damit auch niemand auf den Gedanken kommt, hier tauchen zu wollen, wird das gleich zu Anfang klipp und klar verboten.

Das Betreten scheint hingegen nicht verboten zu sein. Umso besser.

Tauchen verboten

Es gibt hier tatsächlich ein Loch, das die Bergleute gegraben haben und das sich mit Wasser gefüllt hat, aber dieser Tümpel liegt nicht direkt hinter dieser Schranke und ist mittlerweile Naturschutzgebiet.

Einladend sieht das nicht aus, und ich würde dort nicht einmal schwimmen gehen, ganz zu schweigen von tauchen. So etwas ist in solchen alten Gruben auch gefährlich.

Tümpel

Was die Reste eines Bauwerks, die ihr auf den nächsten Bildern seht, mal gewesen sind, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Lost Places
Lost Places

Bei den nächsten Bildern habe ich auch nur eine Vermutung. Es könnte sich dabei um die Überreste einer Waage für Lastkraftwagen handeln.

Lost Places Waage
IMG_0171

Und was sonst noch so rumliegt.

Überreste
Lost Places

Ein Hammer mit dem die Pflastersteine geschlagen wurden, musste sehr gut gehärtet sein und der Arbeiter konnte beide Seiten des Hammers benutzten. Trotzdem hielt so ein Hammer höchstens einen Tag. Ein guter Arbeiter konnte am Tag ca. 500 Pflastersteine schlagen, wenn er im Akkord arbeitete. Dafür erhielt er im Monat 130 –160 Mark.
Um abschätzen zu können, wieviel Lohn das war, habe ich hier noch ein paar Preise aus der damaligen Zeit:
1 Ei 8 Pfg., 1 Zentner Kartoffeln 4,50 Mark und 1 Pfund Schweinefleisch 1,40 Mark.
Ich hoffe, dass war für Dich interessant, für mich war es jedenfalls sehr spannend.

Ich wünsche Dir noch eine wundervolle Woche.  

Viele liebe Grüße Wolfgang    

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17 Comments

  1. …das ist ja herrlich: Hier ist also tauchen verboten?
    Liebe Grüße!

  2. Lieber Wolfgang,

    ja das war sehr interessant für mich. Da muss ich gleichzeitig immer an das Erzgebirge hier denken und ihre Bergwerke, die einmal waren. Ein paar wollen sie wieder errichten, denn die Berge bergen noch immer so einige Kostbarkeiten wie kupfer und auch Zinn. Die Kobaltausbeute lohnt sich nicht mehr.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag
    Paula

  3. LIeber Wolfgang,
    in den letzten Jahrzehnten hat sich die Natur auf jeden Fall schon wieder einiges zurückgeholt. Wirklich spannend, solche verlassenen Orte, da hätte ich mich vor allem als Jugendliche gern herumgetrieben und mir so meine Geschichten ausgedacht – aber ich glaube, auf Tauchen im Tümpel hätte ich schon damals keine Lust gehabt 😉
    Herzlichst, Traude

  4. Tja, Privatweg….hier ist der Durchgang verboten und tauchen darf man auch nicht.
    Solch entstandene Teiche/Naturschutzgebiet gibt es inzwischen häufiger und es ist auch richtig, dass man sie abschirmt.

    Das ist äußerst interessant, Wolfgang, welche Schätze vergangener Zeiten man doch immer wieder an vielen Stellen unseres Landes findet.
    Die Natur erobert sich diese lost places und überzieht sie mit allem, was ihr zur Verfügung steht. Dann staunt man, wenn da plötzlich ein Hammer oder was auch immer aus der Erde schaut.

    Vielen Dank fürs Mitnehmen zu diesem Plätzchen und auch deine Gegenüberstellungen von damaligen Verdiensten im Vergleich zu Kosten so mancher Lebensmittel.

    Liebe Grüße und dir einen schönen Tag
    Christa

  5. Ja lieber Wolfgang das war sehr interessant. Ich finde es auch immer erstaunlich wie die Natur das quasi alles in sich aufnimmt. Unglaublich auch die Preise und der Lohn.

    Liebe Grüße
    Kerstin

  6. Eine wirklich spannende Sache! Die Natur holte sich schon vieles wieder zurück! Mich wundert, dass das Gelände nicht platt gemacht wurde! Hier gibt es solche Plätze eigentlich gar nicht. Höchstens vielleicht verlassene Häuser!
    Viele Grüße von Margit

  7. Hallo Wolfgang, wirklich sehr spannend, der Lohn und die Preise.
    Ich liebe so "marode Schönheiten" und finde alles recht
    mystisch, es wäre ein Platz, an den ich öfter kommen würde,
    um ihn auf mich wirken zu lassen.
    Wünsche dir noch einen gemütlchen Nachmittag.
    LG Sadie

  8. Lieber Wolfgang,
    das ist ein himmlisches und soooo interessant aussehndes Fleckchen Erde! Ach, da gäbe es sicher soviel zu entdecken! Schade, daß man es nicht erforschen darf … da kommen mir viele Erinnerungen aus meiner Kindheit, wenn wir unterwegs waren, und den Wald und die Gruben im Wald erforschen konnten ….
    Ich wünsche Dir noch einen gemütlichen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

  9. Servus Wolfgang,
    wieder sehr interessant – der Blick in die Vergangenheit, in der das "Leben" schon um einiges teurer war wie heute, wenn man Verdienst mit Kosten für Lebensmittel vergleicht!!
    Schönen Gruß,
    Luis

  10. Lieber Wolfgang, das klingt wirklich interessant. Wo ich herkomme, gibt es einen aufgelassenen Bergbau. Leider wurde viel geschliffen und alles was noch steht, ist nun ein Museum. Aufgelassene Industrieanlangen haben schon etwas für sich und sind meist mit einer interessanten Geschichte verbunden.

    lg kathrin

  11. Lieber Wolfgang
    Wahnsinn was für eine Arbeit, Pflastersteine aus dem Basalt zu schlagen. Faszinierend finde ich es immer wieder, wie sich die Natur solche Stätten wieder zurück holt.
    Grossartig das Bild mit tauchen verboten 🙂
    Liebe Grüsse
    Barbara

  12. Lieber Wolfgang,
    der Blich zurück in die Vergangenheit war für mich sehr interessant.
    Was heute die Maschinen übernehmen war frühre echt ein Knochenjob.
    Deine Fotos sind klasse.
    Liebe Grüße
    Silke

  13. Ob die Taucher sich von diesem Verbot abhalten lassen ;-))
    Deine Bilder zeigen, wie schön Verfall im Zusammenklang mit der natur sein kann.
    Viele Grüße!

  14. MarionNette Hermann

    Ein sehr interessanter Ausflug in längst vergangene Zeiten und zu einem Gebäude, welches seine Geheimnisse nicht so einfach preisgeben möchte. So etwas finde ich immer spannend und stelle mir dann vor, wie es wohl vor hundert Jahren an diesem Platz so gewesen sein mag. Danke fürs Mitnehmen. LG Marion

  15. ein spannender Ausflug..
    bei euch scheint es ja einige solcher Plätze zu geben..
    dort herum zu stöbern ist sicher nicht ganz ungefährlich
    vor allem da die "Gräben" und Löcher im Boden nicht gesichert sind..
    leider gehört diese Knochenschindere NICHT der Vergangenheit an..
    habe unlängst erst einen Bericht gesehen
    weiß aber nicht mehr genau wo es war..
    da machen KINDER diese mörderische Arbeit..
    barfuß ohne Schutzkleidung
    und in unseren Städten liegt dann dieses Pflaster..
    weil es billiger ist 🙁

    danke für´s mitnehmen
    liebe Grüße
    Rosi

  16. Moin Wolfgang,

    das war ja wieder spannend.Ich wünsche Dir noch viele weitere Touren und uns die interessanten Bilder und Geschichten von Dir.
    Liebe Grüße
    Jo

  17. Lieber Wolfgang,

    zunächst wünsche ich Dir und Deiner Familie noch alles Liebe und Gute für das noch junge Jahr! Und danke Dir auch herzlich für Deine Zeilen in meinem anderen Blog! Da haben wir ja ähliche Erfahrungen gemacht und Erkenntnisse gewonnen! Ich könnte auch ein Buch damit füllen. 😉 Und besonders, wenn es um sehr alte Menschen geht, erlebt man nicht nur vieles in der Hinsicht, es ist auch sehr kräftertaubend, wenn man tagtäglich damit zu tun hat, neben allem anderen, denn der Alte Mensch wird so oder so nicht gesünder oder jünger …

    Nun aber zu Deinem Lost Place …. in Eurer Gegend scheint es so Einige davon zu geben. 🙂 Ich stöbere so etwas auch gerne auf – komme nur in letzter Zeit so selten zu solchen Ausflügen.

    Spannend, was sich alles entdecken läßt. Ein paar Mauerreste fand ich auch kürzlich an den Teiche, von denen ich gerade erst postete. Vielleicht wären die auch mal einen separaten Post wert. Mal schauen.

    Viele liebe Grüße
    Sara

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