Die Stinkende Nieswurz — eine Staude für die kalte Jahreszeit

Es gibt man­che win­ter­grü­ne Stau­den, die den Gar­ten auch im Win­ter reiz­voll machen. Eine davon ist mei­ner Mei­nung nach die stin­ken­de Nies­wurz. Der bota­ni­sche Name ist Hellebo­rus foetidus.

Bota­ni­sche Arten­na­men geben Eigen­schaf­ten oder Her­kunft der Pflan­zen an. ‘Foetidus’ bedeu­tet stin­kend. Eigent­lich stinkt die­se Pflan­ze gar nicht. Ich habe gele­sen, dass die­ser son­der­ba­re Geruch  beim Wur­zel­bre­chen ent­steht. Ich sel­ber habe noch kei­ne ein­zi­ge Wur­zel vom Nies­wurz durch­ge­bro­chen und habe auch kei­ne Lust dazu. Jeder Gärt­ner soll­te aber wissen:

Die gan­ze Pflan­ze ist stark giftig.

Die Nies­wurz hat einen Wild­stau­den­cha­rak­ter und passt sehr gut in unse­ren Gar­ten.
Erstaun­lich ist, dass die hell grü­ne Blü­te jetzt ihren läng­li­chen Kopf Rich­tung Son­ne streckt, ohne nach­zu­den­ken, dass drau­ßen viel Schnee liegt und es kalt ist. Wahr­schein­lich funk­tio­niert es nach der inne­ren Uhr der Pflan­ze: Bis zum März sol­len die Blü­ten schon wohl­ge­formt sein.

Es wer­den hän­gen­de Blü­ten in Kelch­form gebil­det, in einer zart grü­nen Far­be. Ver­schie­de­ne Pflan­zen­ka­ta­lo­ge zei­gen die Mona­te März und April als Blü­te­zeit der Nies­wurz. Ich muss sagen, dass die Schön­heit der Pflan­ze auch bis zum Som­mer nicht ver­geht. Aber bis dahin bie­ten auch die ande­ren Pflan­zen ihre Blü­ten­pracht an. Des­we­gen ist die stin­ken­de Nies­wurz eine tol­le und ein­zig­ar­ti­ge Pflan­ze für die­se kal­te Jah­res­zeit, wenn die ande­ren Pflan­zen sich noch unter der war­men Schnee­decke ver­stecken und die­ses Wag­nis sich nach außen zu zei­gen nicht trauen.

Am Grun­de des Her­zens eines jeden Win­ters
liegt ein Frühlingsahnen.

Kha­lil Gibran

Lie­be Grüße 

Loret­ta

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43 Kommentare zu „Die Stinkende Nieswurz — eine Staude für die kalte Jahreszeit“

  1. und der name passt ja auch ganz her­vor­ra­gend zu die­ser jah­res­zeit, zumin­dest der erste teil 😉
    ich mag alle wur­ze, habe auf bal­ko­ni­en jedoch nur die dach­ar­ten
    lg anja

    1. Lie­be Mar­git,
      das fin­de ich auch, dass die Pflan­ze eine star­ke Wil­lens­kraft hat, um sich für ihr dazu­ge­hö­ren­de Blü­te recht­zei­tig vor­zu­be­rei­ten.
      Lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  2. So, nun habe ich wie­der etwas dazu gelernt ‚-)
    Ein sehr schö­ner, inter­es­san­ter und schön bebil­der­ter Bei­trag für alle Natur­be­gei­ster­te.
    Und per­fekt für den ” Natur-Don­ners­tag „
    Wie schön, dass euer blog auch teil­nimmt, das freut mich sehr !
    Ich wün­sche ein gemüt­li­ches und erhol­sa­mes Wochen­en­de
    ♥liche Grü­ße

  3. Lie­be Loret­ta und lie­ber Wolf­gang,
    Dank zunächst für den rei­zen­den Besuch auf mei­nem Blog, dem Kom­men­tar. Und zum Gegen­be­such erfah­re ich eini­ges sehr inter­es­san­tes aus eurem Gar­ten. Zum Natur-Don­ners­tag. Der Hellebo­rus klingt mir vom Namen nach bekannt und ich über­le­ge… ja, klar doch! Die Christ­ro­se. Das sie an der Wur­zel stinkt und des­we­gen das Adjek­tiv bekam, war mir dage­gen neu. Immer wie­der Wis­sens­wer­tes tut sich auf, was mir gut gefällt.

    Soder­le, nun wün­sche ich Euch noch einen schö­nen Frei­tag und ein wohl­ge­form­tes Wochen­en­de.
    Win­ter­Son­nen­Grüß­le von Heidrun 

    1. Lie­be Hei­drun,
      Christ­ro­se, wie auch die stin­ken­de Nies­wurz, gehört zu der glei­chen Pflan­zen­gat­tung Hellebo­rus. Die Pflan­zen die­ser Gat­tung sind im Win­ter grün und fan­gen sehr früh mit der Blü­te an.
      Ich besu­che immer wie­der ger­ne Dei­nen Blog.
      Ein schö­nes Wochen­en­de und vie­le lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  4. Hal­lo Loret­ta, hal­lo Wolf­gang,
    Dan­ke für die­sen Bei­trag, ich freue mich mehr von
    den Pflan­zen rund um den Gar­ten ken­nen­zu­ler­nen. Nies­wurz,
    das habe ich natür­lich schon gehört, aber wie sie genau
    aus­sieht und vor allem, dass sie gif­tig ist, das ist mir neu.
    Dabei schaut sie so lieb­lich und harm­los aus.
    Son­ni­gen Tag und lie­be Grü­ße
    Sadie

    1. Lie­be Sadie,
      es ist immer wie­der gut zu wis­sen, das man­che Pflan­zen nicht nur schön aus­se­hen son­dern auch manch­mal gif­tig sind. Wenn man so was weiß, kann man Unan­nehm­lich­kei­ten ver­mei­den. Ich mag die Nies­wurz. Sie wird noch kräf­ti­ger, und die Blü­ten­ris­pen wer­den groß.
      Lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  5. Mei­ne Pflan­ze war letz­tes Jahr tat­säch­lich im März schon nahe­zu ver­blüht, weil der Win­ter so mild war. Die­ses Jahr wird es bes­ser klap­pen. Ist doch zu scha­de, wenn die Blü­ten vor den Hum­meln erschei­nen.
    VG
    Elke

    1. Lie­be Elke,
      schwer zu sagen, wann die Nies­wurz ver­blüht ist. Die Blü­ten­ris­pen hän­gen sehr lan­ge. Es ändert sich nur die Far­be. Manch­mal sehe ich im Som­mer, dass der gan­ze alte Trieb zusam­men mit den Blü­ten schon ver­trock­net ist und ein neu­er in fri­scher grü­ne Far­be schon aus­treibt.
      Vie­le lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  6. Die­se Hellebo­rus ist mir schon auf meh­re­ren Sei­ten begeg­net. Aller­dings wuss­te ich nicht, das die sich jetzt schon aus dem Schnee schraubt. Muss ich haben für die näch­ste Sai­son! Die ist so toll.
    Dan­ke fürs Zeigen…Liebe Grü­ße von Karen

    1. Lie­be Karen,
      ich habe auch eine Pflan­zen-Wunsch­li­ste in mei­nem Kopf, auch eini­ge neue Pflanz-Plä­ne. Das fin­de ich schön: Es hört nie auf, es ist nie gut genug, es gibt immer was in eige­nem Gar­ten zu machen.
      Ich wün­sche Dir ein schö­nes Wochen­en­de.
      Loret­ta

  7. Wirk­lich eine tol­le Win­ter­pflan­ze und wie sie sich gegen den Schnee behaup­tet — gera­de blüht in mei­nem Gar­ten ein Säm­ling einer ver­schol­le­nen Able­ger­pflan­ze, die ich vor Jah­ren von einer lie­ben Gar­ten­freun­din bekom­men habe…aber gegen die wei­ße Pracht muss­te er sich noch nicht durch­set­zen. 🙂
    Lie­be Grü­ße und ein schö­nes Wochen­en­de,
    Mari­ta

    1. Lie­be Mari­ta,
      irgend­wann geht die Mut­ter­pflan­ze kaputt und hin­ter­lässt Säm­lin­ge in ihrer Nähe. Ich habe gele­sen, dass Amei­sen und Insek­ten die Samen der Nies­wurz tra­gen und im Gar­ten ver­tei­len. Die klei­nen Pflan­zen der Nies­wurz haben es auch bei mir nicht geschafft, sich durch den Schnee zu boh­ren .
      Vie­le lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  8. Lie­be Loret­ta, die stin­ken­de Nieß­wurz wächst bei uns an vie­len Stel­len im Gedachs rund um den See. Eine übel­rie­chen­de Duft­no­te wäre mir bis­lang auch nicht aufgefallen. 

    LG kath­rin

    1. Lie­be Kath­rin,
      die Nies­wurz kann sich auch gut ver­meh­ren, wenn der Stand­ort zu ihr passt. Ich bemer­ke an der Pflan­ze auch kei­nen außer­ge­wöhn­li­chen Geruch, des­we­gen könn­te sie auch ande­res hei­ßen.
      Lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  9. Lie­be Loret­ta,
    der Name ist ja eigent­lich schon eine klei­ne Bestra­fung, dabei schaut die Pflan­ze rich­tig gut aus.
    Immer­grün im Win­ter fin­de ich sowie­so gut. Bringt ein wenig Leben in den Gar­ten.
    Dir einen son­ni­gen Nach­mit­tag, lie­be Grü­ße
    Nico­le

    1. Lie­be Nico­le,
      ich stim­me Dir zu: Die Pflan­ze hat nicht viel Glück mit ihrem Namen. Latei­nisch foetidus, was stin­kend bedeu­tet und auf deutsch Nies­wurz. Gut, dass sie sel­ber davon nichts ahnt.
      Ein schö­nes Wochen­en­de
      Loret­ta

  10. Hal­lo Loret­ta, ich hab’ sie auch, die stin­ken­de Nies­wurz.
    Sie hat sich ohne mein Zutun — wahr­schein­lich durch die Vögel — in mei­nen Gar­ten gesetzt. Dann gibt es bei mir noch die kor­si­sche Nies­wurz, ein Andenken an einen Besuch in der Gärt­ne­rei der Grä­fin Zep­pe­lin.
    Lie­be Grü­ße
    Edith

    1. Lie­be Edith,
      ich mag alle Hellebo­rus Pflan­zen. Sie sind was Beson­de­res mit ihren win­ter- grü­nen Blät­tern und außer­ge­wöhn­li­chen Blü­ten. Von der Gärt­ne­rei der Grä­fin Zep­pe­lin habe ich auch was bestellt.
      Vie­le lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  11. Ich ken­ne sie aus dem Bot. Gar­ten in Bonn und habe mich immer schon gefragt wie­so sie die­sen Namen bekom­men hat. Viel­leicht auch ganz gut so, dass sie nicht unan­ge­nehm duftet.

    Lie­be Grü­ße
    Arti

  12. …jetzt bin ich am über­le­gen, wo ich die hin gepflanzt habe, denn aus dem Gar­ten der Eltern habe ich wel­che mitgebracht…muß ich mor­gen direkt mal schau­en, ob ich was finde…schöne Bil­der mit Schnee und Sonnenlicht,

    lie­be Grü­ße Birgitt

    1. Lie­be Astrid,
      ich habe Nies­wurz in der frei­en Natur noch nie gese­hen. Es ist bekannt, dass die Pflan­ze in Euro­pa, Asi­en und Chi­na ver­brei­tet ist.
      Ein schö­nes Wochen­en­de und lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  13. Ser­vus Loret­ta,
    schö­ne Bil­der und ein Wort von Gibran, der unse­re Erwar­tun­gen sicher auch nach die­sem Win­ter wie­der erfüllt!
    Schö­nen Sonn­tag,
    Luis

  14. Lie­be Loret­ta,
    toll, ich mag alle mög­li­chen Hellebo­ren und fin­de es ein­fach groß­ar­tig, dass sie im Win­ter grün sind und zum gro­ßen Teil sogar blü­hen. H. foetidus hab ich auch mal gepflanzt, ich weiß gar nicht mehr, wann. Lei­der ist sie ziem­lich schnell ein­ge­gan­gen und nie mehr wie­der­ge­kom­men und ich habe kei­ne Ahnung, war­um. Viel­leicht soll­te ich noch einen Ver­such starten.

    Lie­be Grü­ße
    Bir­git

    1. Lie­be Bir­git,
      ein neu­er Ver­such die Nies­wurz zu pflan­zen lohnt sich auf jeden Fall, viel­leicht nur an einer ande­ren Stel­le.
      Ich wün­sche Dir einen schö­nen Sonn­tag.
      Lie­be Grü­ße
      Loret­ta

  15. Lie­be Loret­ta,
    wir haben eini­ge Hellebo­ren bei uns im Gar­ten. ich mag sie sehr ger­ne ♥
    Die stin­ken­de Nies­wurz ist aber nicht dabei. Ich fin­de sie aber wun­der­schön. Klas­se wie sie sich durch den Schnee bohrt — ein rich­ti­ger Hin­gucker im Win­ter­gar­ten.
    Vie­le lie­be Grü­ße
    Sil­ke

    1. Lie­be Sil­ke,
      ich mag alle Hellebo­rus Pflan­zen. Sie sind was Beson­de­res mit ihren win­ter- grü­nen Blät­tern und außer­ge­wöhn­li­chen Blü­ten.
      Ich wün­sche Dir einen schö­nen Sonn­tag
      Loret­ta

  16. Lie­be Loretta,

    ein sehr sym­pa­thi­sches Wesen ver­birgt sich da hin­ter einem etwas undank­ba­ren Namen 🙂
    Sie trägt wirk­lich bereits das hell­grü­ne Leuch­ten des Früh­lings in sich!

    Lie­be Grü­ße,
    Vero­ni­ka

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